die ukK in der Schweiz - ein Bericht aus erster Hand

Geliebte im Herrn! Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!


Es war ein sehr eindrücklicher Monat März und ich bin noch immer dabei, die schönen und tiefgehenden Eindrücke zu verarbeiten.  Angefangen mit einer wunderschönen Messe in Nidelbad (dem hochkirchlichen Zentrum Zürichs), mit Bischof Raphael Steck und der anschließend guten Gespräche mit der dort anwesenden Kommunität am 12. März, machten meinen Geburtstag zu einem Freudenfest.
Die Woche drauf hatten unser Erzbischof und ich Gelegenheit, die Gemeinde in Dresden kennenzulernen, Nils Körber, den Partner von Hans Flamme in die Gemeinschaft der Kirche durch die Taufe aufzunehmen und am Palmsonntag, in einer feierlichen Messe Hans die niederen Weihen zu spenden. Es war ein  wunderschönes Wochenende mit tollen Gesprächen, die uns Mut machen, auf unserem Weg weiterzugehen.

Die folgende Karwoche war in der ersten Hälfte eher still. Ab dem Hohen Donnerstag begannen wir das Ostertriduum mit einer feierlichen Messe in der Kapelle in Adliswil. Den Karfreitag und die Osternacht verbrachten wir wie immer in Wolfisheim (Straßbourg), wo wir mit der Gemeinde einstimmten in den österlichen Ruf „Le Christ est recussité, c´est la vérité!“ Dieser Ruf wird uns die nächsten 40. Tage bis zum Hochfest der Himmelfahrt Christi, am 5. Mai begleiten.  Während der Osternacht hatte ich auch Gelegenheit zu predigen, woraus sich gute Gespräche ergaben.


Alles in allem erlebte ich die letzte Zeit sehr intensiv und hatte das Gefühl, unsere Kirche(n) werden immer lebendiger. Was ich mir wünsche ist, dass dies nicht nur zu Ostern so ist, sondern auch während des Jahres Früchte trägt. Einmal mehr wurde mir bewusst, dass ich nicht Priester für mich alleine bin, der da schöne Gewänder trägt oder sich gar seines Titels erfreut. Nein, wir sind Priester für die Menschen und im Zentrum steht Christus, die Kirche und ihre Sakramente!  Priester ist man nicht, indem man stolz mit Priesterkragen durch die Gegend reist, sondern seinen Dienst demütig am Altar verrichtet…


So hoffe ich, auch im April wieder einige schöne Erlebnisse und Gespräche zu haben. Unser nächster Anlass ist am Mittwoch, den 6.4. wo wir in der römisch-katholischen Erlöserkirche hier in Zürich an der Messe teilnehmen werden. Dafür danke ich besonders dem Dekan und meinem ehemaligen Studienkollegen (und Leidensgenossen) von Zürich…  Auch ist die Teilnahme an einer Vesper in Nidelbad geplant und ich habe auch vor, die katholisch-apostolische Gemeinde in Gossliswil zu besuchen.
Gehen wir also weiter unseren Weg des Glaubens, lassen uns durch das heilige Sakramente des Altares stärken und nehmen wir unser Kreuz auf uns. Beim Aufnehmen dieses, unseres Kreuzes, bedenken wir jedoch, wie klein unsere Sorgen sind und beten wir mit der Welt für eine gerechtere und friedlichere Welt. Seien wir also nicht ego-zentrisch, sondern christo-zentrisch, denn er allein ist es, der uns führt und uns immer wieder neue Wege des Lebens zeigt, wenn wir dafür offen sind.

Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

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Kommentare: 2
  • #1

    sigurd (Samstag, 02 April 2016 17:57)

    This is so nice to read your contribution. We have enjoyed reading it.

  • #2

    Hans Flamme (Dienstag, 05 April 2016 14:21)

    Du hast absolut recht! Unsere Kirche ist lebendig. Sie ist es gerade deswegen, weil die Menschen, fühlen, das wir uns mühen, sie zu Gott zu führen. Auch wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich für deinen/euren Besuch in Dresden. An dieser Stelle muss es einfach auch gesagt werden, wir dürfen als Kirche stolz sein, einen ökumenisch stark engagierten und zugleich liebenswerten Generalvikar zu haben. Du bist nicht nur geistlicher Lehrer, sondern auch menschlich ein Vorbild.