Neuer Generalvikar für die Unabhängig-katholische Kirche

Am 4.11.2018 wählten die Diakone und Priester der Unabhängig-katholischen Kirche einen neuen Generalvikar für die Kirche.

In einem geheimen Wahlgang entschieden sich die Wahlberechtigten für 

Diakon Michael Peter Hoppmann aus Bremerhaven.

Der Erzbischof der Unabhängig-katholischen Kirche, +Karl-Michael Soemer, bestätigte die Wahl.

Hoppmann war bereits in der rk Kirche innerhalb einer Ordensgemeinschaft aktiv und arbeitete zur Aushilfe in der Seelsorge in einer Pflegeeinrichtung.

Die Priesterweihe von Michael Peter Hoppmann ist für das kommende Jahr geplant.

Für seine Aufgabe wünschen wir ihm Gottes reichen Segen und die 7 Gaben des Hl. Geistes.


Stichwort Generalvikar

Der Generalvikar in der Unabhängig-katholischen Kirche

 

  • Aufgaben

 

Der Generalvikar ist der Vertreter des Bischofs im Bereich der allgemeinen Verwaltung und in den Bereichen, die ihm der Bischof überträgt. Er unterstützt den Bischof bei der Leitung der Kirche. Der Generalvikar der Unabhängig-katholischen Kirche soll mindestens die Weihe des Diakonates empfangen haben, und wenigstens 3 Jahre Erfahrung als Mitarbeiter Im kirchlichen Bereich[1] vorweisen können.

Bei Verhinderung oder Abwesenheit des Bischofs, hat der Generalvikar die Vollmacht, Verwaltungsakte zu erlassen; außer für die Fälle, die sich der Erzbischof vorbehalten hat. In dieser Zeit fungiert er als persönlicher Stellvertreter des Bischofs. Alle Entscheidungen, die der Generalvikar während der Abwesenheit des Bischofs fällt, werden diesem nach seiner Rückkehr mitgeteilt und zur endgültigen Genehmigung vorgelegt. Dem Generalvikar kommen zudem die Aufgaben zu, die ihm der Bischof (zeitlich oder in ständiger Vertretung) übertragen hat.

In seinem Amt handelt der Generalvikar immer in Absprache und als vertraute rechte Hand des Bischofs. In all seinen Belangen hat der Generalvikar Verschwiegenheit zu wahren.

Der Generalvikar ist gleichzeitig Mitglied des bischöflichen Rates.

 

  • Wahl

Der Generalvikar wird von der Versammlung aller Kleriker (ab dem Stande des Diakonates) gewählt und dem Bischof zur Annahme vorgeschlagen. Dieses Verfahren ermöglicht größtmögliche Akzeptanz im Klerus. Der Bischof hat jedoch das Recht, den Wahlvorschlag abzulehnen. In diesem Fall wählt der Klerus ein weiteres mal. Sollte auch dieser Kandidat seitens des Bischofs abgelehnt werden, kann der Bischof einen dritten Wahlgang zulassen oder einen Generalvikar bestimmen.

 

  • Amtszeit

 

Die Amtszeit des Generalvikars ist von sich aus auf 3 Jahre beschränkt. Danach entscheidet der Bischof, ob die Amtszeit verlängert wird[2]. Sollte die Amtszeit nicht verlängert werden, wählt die Versammlung der Kleriker einen neuen geeigneten Kandidaten aus (s.o.).

Der Bischof hat jederzeit das Recht, den Generalvikar zu entlassen, da es sich um ein Amt strengster Vertrautheit handelt.

 

  • Vakanz des Bischöflichen Stuhles

 

Im Falle der Vakanz des Bischöflichen Stuhles übernimmt der Generalvikar die Leitungsfunktion der Kirche bis 4 Wochen nach der Wahl eines neuen Bischofs. Dieser übernimmt die Amtsgeschäfte im Moment der Wahl und leitet alsbald die Wahl eines neuen Generalvikars ein. Das Amt des Generalvikars erlischt mit der erfolgreichen Wahl eines neuen Generalvikars.

 

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[1] Dazu zählen theologische Ausbildung und Studium in einer katholischen Einrichtung in Verbindung mit ehrenamtlicher Arbeit, Noviziate und Ordenszugehörigkeiten, Seelsorgliche Tätigkeiten.

[2] Dies kann stillschweigend geschehen.