25 Jahre nach Ende der Apartheid.

Carsten Kempen in einem typisch süfafrikanischen Hemd.
Carsten Kempen in einem typisch süfafrikanischen Hemd.

28.04.2019: Vor 25 wurde der ANC (African National Congress) Regierungspartei in Südafrika. Zuvor war die Partei zu Zeiten der Apartheid verboten und somit von Wahlen ausgeschlossen. Mit Übernahme der Regierungsgeschäfte durch den ANC, endete ein politisches System, das eine Trennung der schwarzen von der weißen Bevölkerung des Landes vorgenommen hatte. Unser ständiger Diakon, der seit 2008 das südafrikanische Westkap mehrfach bereist hat, ist vor und nach seiner Weihe mit den bis heute bestehenden Folgen der Apartheid in Berührung gekommen. Zu ihnen gehören die Townships. Diese entstanden während der Apartheid. In ihnen leben schwarze Menschen.

Die Townships wurden gebaut, um die schwarze Bevölkerung aus den Städten an die Ränder der Städte gegen ihren Willen umzusiedeln. Es herrschen menschenunwürdige Zustände in den Elendsvierteln.

2017 hatte Carsten Kempen zwei Armenviertel besucht. Dort leben die Menschen in Wellblechhütten auf engstem Raum. Meistens sind die Unterkünfte von der Personenzahl her überbelegt. Es fehlt an Sanitäranlagen, was zu großen hygienischen Problemen führt, was auch gesundheitliche Folgen für die Menschen vor Ort hat. Der Bau menschenwürdiger Häuser in den Townships kommt nur schleppend voran. 

Carsten Kempen hat im heutigen Gottesdienst das Ende der Apartheid vor 25 Jahren thematisiert und zum Gebet für die Notleidenden in den Townships aufgerufen. Damit sich ihre Situation verbessert und sie Heimat in Häusern finden, in denen sie in Würde leben können. Auch ist der Anstieg der HIV Infektionen in dem Land sehr groß. Hier äußerte Diakon Kempen in seiner Predigt den Wunsch nach einer besseren medizinischen Betreuung der an HIV und AIDS erkrankten Menschen sowie eine bessere Aufklärungsarbeit in Bezug auf die beiden Krankheiten.