Pilger am Grab des Hl. Nikolaus

 

"Ein unvergessliches Erlebnis", so betitelte unser Erzbischof seine persönliche Pilgerfahrt in die süditalienische Stadt Bari.

 

Bari ist in unseren Breitengraden eher als Hafenstadt für Luxusliner und als Ausgangspunkt für touristische Exkursionen nach Calstel del Monte oder in die Weltkulturstadt Matera bekannt.

 

Dass Bari einen der meist verehrten Heiligen beherbergt, ist nicht so im Bewusstsein der Gläubigen.

 

Im Jahr 1087 raubten italienische Seeleute aus der Hafenstadt Bari die Reliquien des Hl. Nikolaus aus der St. Nikolaus-Kirche in Demre (in der heutigen Türkei) und retteten diese vermutlich dadurch vor den seldschukischen Truppen, die kurz darauf die Region plünderten und brandschatzten.

Die Reliquien des Heiligen wurden in der eigens errichteten Basilika San Nicola in Bari beigesetzt. Seither sind sie ein wichtiger Anziehungspunkt für "Nikolauspilger" aus der ganzen Welt. Da man dem Hl. Nikolaus unter anderem auch das Patronat über Russland anvertraute, sind in auch Bari immer russische Pilgergruppen anzutreffen. Zudem gibt es in der Krypta der Kirche, in der die Reliquien beigesetzt sind, eine eigene russisch orthodoxe Kapelle.

 

Bereits seit dem 21.Juli 2014 befindet sich in der Nikolauskapelle in Hövelhof etwas vom Hl. Myron, der kostbaren Flüssigkeit, die alljährlich dem Grab des Hl. Nikolaus entnommen wird. Dieses Myron, oder Manna, wie man es in westlichen Breitengraden nennt, wird aufgrund seiner Herkunft den Reliquien des Hl. Nikolaus gleichgesetzt, weil sie aus unerfindlichen Gründen in einer kleinen Menge im Grab des Heiligen entsteht.

 

Sein besonderes Verhältnis zum Hl. Nikolaus beruht bei unserem Erzbischof unter anderem darauf, dass er seit seinem 16. Lebensjahr alljährlich Familien, Kindergärten und Schulen in der Gestalt dieses mildtätigen Heiligen besucht und adventliche Gedanken und damit vorweihnachtliche Stimmung in die Häuser bringt. Dabei vergisst er nicht, die christliche Perspektive dieses schenkenden und selbstlosen Heiligen zu verkünden.

Erzbischof Soemer entschied sich bei der Errichtung der UKK-Kapelle in Hövelhof nicht nur aus diesem Grund dazu, die Kapelle dem Hl. Nikolaus zu weihen. Der Hl. Nikolaus ist für Soemer ein Vorbild in Güte, Akzeptanz und Menschenliebe.

 

Der Erzbischof entzündete in der Krypta an der Grabstätte des Hl. Nikolaus mehrere Kerzen in den Anliegen der Kirche und in den Anliegen von Menschen, die ihm besonders am Herzen liegen.

Er hatte zudem auch die Möglichkeit, gemeinsam mit einer russischen Pilgergruppe, das Grab des Heiligen zu berühren und zu verehren und in allen Anliegen zu beten.