Ostertriduum in der Hauskapelle St. Nikolaus in Hövelhof

In diesem Jahr fand das Ostertriduum in den meisten Kirchen und Gemeinden ohne anwesende Gläubige statt.

 

Auch in Hövelhof in der Hauskapelle St. Nikolaus feierte unser Erzbischof alle Gottesdienste "alleine".

 

Dank moderner Technik war es jedoch möglich, die Gottesdienste via Youtube zu streamen und Gläubige Menschen daran teilnehmen zu lassen.

 

Die Hauskapelle St. Nikolaus ist die "Hauptkirche" der Unabhängig-katholischen Kirche. Sie entstand vor 6 Jahren in Eigenarbeit durch Mithilfe von Familie und Freunden auf dem Grundstück unseres Erzbischofs.

Zu den Sonntagsgottesdiensten sind nicht immer Gläubige physisch anwesend, da die Mitglieder Unabhängig-katholischen Kirche in ganz Deutschland und im europäischen Ausland verstreut leben. Zu den hohen Feiertagen jedoch ist die Kapelle bis über den letzten Platz hinaus voll besetzt. 

 


 

Der Gottesdienst des Gründonnerstags erinnert in besonderer Weise an das letzte Abendmahl, welches Jesus mit seinen Jüngern in Jerusalem gefeiert hat.

 

In die Freude über die Einsetzung des Altarsakramentes mischt sich an diesem Abend die Erfahrung der Angst und der Einsamkeit, die Jesus im Garten Gethsemane erlebte, als er mit einigen seiner Jünger dort verweilte.

 

Am gleichen Abend wurde Jesus von den Soldaten verhaftet.

Das Allerheiligste wird zum sog. Ölbergsaltar  gebracht, wo es bis zur Feier der Osternacht verbleibt.
Hier wird traditionell stille Anbetung gehalten.



 

In der Liturgie des Karfreitags steht die Passionsgeschichte im Vordergrund.

 

Das aufmerksame Lesen / Hören der Passion und die begleitenden Lieder lassen die Gemeinde an der Geschichte teilnehmen, die dann letztlich in der Enthüllung des Kreuzes ihre Vollendung findet.
Christus wird sichtbar als der gekreuzigte Erlöser gezeigt, dessen Tod den Menschen zur Erlösung führen wird.

 

Im Anschluss an die Karfreitagsliturgie wird der Grabesruhe Christi gedacht.

 

 

 

Das Hl. Grab wird mit einem Antimension dargestellt. Dieses liegt nach der Karfreitsgaliturgie auf dem Altar.



Die Feier der Osternacht

In diesem Jahr wurde in der Kapelle ein kleines Osterfeuer entzündet. Ein Feuer außerhalb der Kapelle wäre nicht angemessen gewesen.
Dies Osterfeuer  wurde gesegnet und von diesem gesegneten Licht die Osterkerze entzündet.

Die Osterkerze wird dann mit dem Ruf "Lumen Christi" begrüßt. Anschließend erklingt das Exsultet, das Osterlob.

 

Dieser festliche Gesang verkündet das Ostergeheimnis und kündet die Auferstehung des Herrn und die Erlösung der ganzen Schöpfung an.


Die Lesungen aus dem alten und neuen Testament wurden in diesem Jahr vorab von Familie, Freunden und Bekannten aus der Kirche aufgezeichnet und an den entsprechenden Stellen im Wortgottesdienst eingefügt. Auf diese Weise waren viele Menschen am Gottesdienst beteiligt. Auch ein Gesangsstück einer Kölner Musikerin wurde eigens aufgenommen und konnte während des Gottesdienstes eingespielt werden.



In der Taufwasserweihe und im anschließenden Bekenntnis des Glaubens wird deutlich, dass die Osternacht die Nacht der Nächte ist, in der die Kirche besonders der Taufe und der Zugehörigkeit zum gemeinsamen und allgemeinen Priestertum aller Gläubigen erinnert. 


 

In seiner Predigt machte der Erzbischof in diesem Jahr noch einmal in seinen eigenen Worten deutlich, dass wir an Ostern den Sieg über die Macht des Todes feiern. Er wies darauf hin, dass Christus, das wahre Licht, die Finsternis besiegt, die von den Menschen Besitz ergreifen will. 


Er unterstrich dass das Licht, welches Christus schenkt, nicht irgend ein esoterisches Leuchten oder ein liebliches Lämpchen ist, sondern ein machtvoller Strahl, der den Tod vernichtet und die Welt zum Guten führt.

 

Er bezeichnete Jesus als einen Arzt, der selbst die Medizin für die Menschen ist und durch seine Gegenwart Heil und Heilung für die Seele des Menschen ist.

 

 


Trotz aller Umstände und Widrigkeiten, die die Kontaktsperre und das Versammlungsverbot in diesem Jahr wegen des Coronavirus mit sich brachte, konnten viele Gläubige an den Liturgien teilnehmen.

 

Allen Mitfeiernden und Gläubigen spendete unser Erzbischof im Osterhochamt noch einmal den besonderen Ostersegen.


Alle Ostergottesdienste können noch einmal als Aufzeichnung angeschaut werden.
Die Verknüpfungen führen jeweils zu den hinterlegten Videos:

 

Die Feier des letzten Abendmahls (Gründonnerstag)

 

Die Liturgie vom Leiden und Sterben Christi (Karfreitag)

 

Die Feier der Osternacht 

 

Das Hochamt am Ostersonntag

 

Das Hochamt am Ostermontag