Patrozinium der Region Ostwestfalen

Hövelhof/Paderborn, 12. September 2020

 

Bei herrlichem Sonnenschein konnte eine kleine Gruppe von Mitgliedern und Freunden unserer Kirche heute unter "Corona-Bedingungen" das Patrozinium der Seelsorgeregion Ostwestfalen / Paderborn feiern.

Ungewohnt für die Jahreszeit, feiert die UKK erstmalig das Patronat des Hl. Nikolaus am 12. September.
Dieser Tag gilt auch in Zukunft als Patronatsdatum des Hl. Nikolaus in der Region.

 

Das feierliche Hochamt feierte unser Erzbischof Karl-Michael gemeinsam mit Bischof Matthias Johannes, Pater Johannes und Diakon Carsten Kempen  in der wunderschönen "Arme-Seelen-Kapelle", die die Stadt Paderborn dankenswerterweise für diesen Anlass zur Verfügung gestellt hat.

Zu Beginn des feierlichen Hochamtes schenkte Bischof Matthias Joahannes von der Gemeinschaft des Hl. Erzengels Michael aus den Niederlanden der UKK eine Reliquie des Hl. Paul vom Kreuz, um seine Verbundenheit zwischen den kirchlichen Gemeinschaften auszudrücken. Damit rückt eine weitere Gemeinschaft in apostolischer Sukzession in den Fokus des Katholischen Bruderbundes, der am 31.8.2020 zwischen der Unabhängig-katholischen Kirche und der Liberal-katholischen Kirche Deutschland begründet wurde.

In seiner Predigt ermutigte +Karl-Michael dazu, auch als kleine Kirche und Gemeinschaft präsent zu sein und sich nicht von den Großkirchen in die Defensive drängen zu lassen. Glaube gehöre, so der Erzbischof, nicht in die Sakristeien, sondern auf die Straße. Es sei daher auch weiterhin wichtig, wenn sich freie kirchliche Gemeinschaften dafür engagieren, Menschen in Notsituationen zu helfen. Menschen bei lebenswendenden Ereignissen zur Seite zu stehen und sich für Unterdrückte einzusetzen.

Dazu sei es aber eben nötig, als Kirche präsent zu sein. Aber wir wissen auch, es gehe nie um die Kirche als Institution, sondern es gehe darum, Menschen einen unkonventionellen Weg zu Gott zu eröffnen. Nicht wir machen Kirche, sondern die Gemeinschaft der Glaubenden sei Kirche - mit Christus an ihrer Spitze. Und da fänden sich dann eben auch Menschen, die vielleicht beim ersten Blick gar nicht als Seelsorgerinnen und Seelsorger erkennbar seien.  – Und dazu aber brauche es den offenen Blick und ein waches Herz. So, wie es uns auch der Hl. Nikolaus zeige.

 

Im Anschluss an die Hl. Messe tauschten sich alle Teilnehmenden bei einem stärkenden Mittagessen und einer kleinen Führung durch den Paderborner Dom aus, bevor sie den gemütlichen Teil mit Kaffee und Kuchen in Hövelhof ausklingen ließen.