50 Jahre Demonstration für die Rechte von sexuellen Minderheiten (Christopher Street Day)

Bild: Pixabay.de
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In diesem Jahr jährt sich der Jahrestag des sog. Stonewall-Aufstands.

Im Jahr 1969 kam es in New York zu einem Aufstand gegenüber der Willkür der Polizei, die in den Bars und Szene-Vierteln der Stadt immer wieder gewalttätige Razzien gegen Schwule und Lesben durchführten. Dabei kam es nicht selten zu Mißsshandlungen.
Am frühen Morgen des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Es folgten tagelange Straßenschlachten mit der New Yorker Polizei.

 

Seitdem wird in New York am letzten Juni-Samstag, dem Christopher Street Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert. 

Der Christopher Street Day hat sich seitdem über die ganze Welt verbreitet und es werden alljährlich Feste und Paraden abgehalten und gefeiert, bei denen an diesen ersten Aufstand für Gleichberechtigung und Gleichbehandlung sexueller Minderheiten gedacht wird. 

 

In Köln fand die Eröffnung des CSD am 05.07.2019 statt. Diakon Carsten Kempen, der für sein soziales Engagement und sein Gespür für Gleichberechtigung bekannt ist, nahm an der Eröffnung auf dem Kölner Heumarkt teil.

Um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, verteilte er Kondome, um die Menschen an den verantwortungsvollen Umgang ihrer Sexualität zu erinnern. Gerade in Zeiten von HIV und anderen ansteckenden Krankheiten ein sinnvolles und gutes Zeichen.

Kempen kam bei der Eröffnungsfeier auch mit Seelsorgern anderer Kirchen in Kontakt und konnte so sein Netzwerk in Köln weiter ausbauen.

Menschen sind keine Nummern

Bericht über einen Besuch in Dachau

von Diakon Carsten Kempen / Köln

Am 24.06.2019 besuchte ich das ehemalige Konzentrationslager Dachau.

 

Schon bei der Fahrt dorthin verspürte ich einen unangenehmen Druck im Magen. Fragen wie: Mögen sich die Festgenommen, die nach Dachau gebracht wurden genauso gefühlt haben? Hatten Sie Angst? Hatten Sie Hoffnung, dass sich für sie noch alles zum Guten wendet? Aus Sicht der Häftlinge: Was wird mich in Dachau erwarten? Frage an mich: Was erwartet mich? Kann ich das Gelände, wo so viele schreckliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen wurden ertragen, wenn ich erfahre, was sich für Grausamkeiten dort abgespielt haben ?Getreu meinem Motto als Diakon: Kirche muss auch dahingehen, wo es weh tut, ging ich durch das Tor mit der schrecklichen und zynischen Überschrift, dass Arbeit frei macht auf das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau. In Dachau kamen während des zweiten Weltkriegs 41.500 Menschen durch Verbrechen der Nazis zu Tode. Unter den Häftlingen befanden sich Widerstandskämpfer, die das NS Regime bekämpft hatten, Geistliche aus dem Bereich verschiedener Konfessionen, Sinti-Roma und Juden. Die inhaftierten Frauen und Männer starben durch folgende Umstände, die alle auf Verbrechen der Nazis zurückführten: Unterernährung, Verweigerung medizinischer Behandlung, Menschen mussten schwere körperlichen Arbeiten ausführen, bei denen sie auch durch ihre Aufpasser körperlich sowie seelisch misshandelt wurden und vor lauter Erschöpfung nicht mehr konnten, Erschließungen und Vergasungen in der KZ eigenen Gaskammer. Die Toten wurden im Krematorium des Dachauer Konzentrationslagers verbrannt. Auf dem Gelände gibt es viele ehemalige Blöcke, wo die Häftlinge untergebracht waren. Die Behausungen wurden verbrannt und heute erinnern lange Gräben an die damaligen Behausungen. Einer von ihnen ist Block 26, bei dem es sich um den Priesterblock handelt, in dem Priester lebten, während sie in Dachau inhaftiert waren. Es war seitens der Lagerleitung erlaubt, dass die Priester in ihrer Behausung eine Kapelle errichten, in der auch Gottesdienste gefeiert werden durften. Auf Betreiben des ehemaligen Weihbischofs Johannes Neuhäusler, der selbst in Dachau inhaftiert war und lebend am Tag der Befreiung durch die Alliierten das KZ Dachau verlassen konnte, wurde 1960 ein Gotteshaus, dem der Name Todesangst Christi Kapelle gegeben wurde auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers eingeweiht. Tag der Häftlingsbefreiung des KZ Dachau war der 29.04.1945.  Heute noch werden in der Kapelle Gottesdienste gefeiert. Das Kloster Heilig Blut, das zu den Karmeliterinnen gehört, wurde unweit von der Kapelle nachdem die alliierten Truppen das Konzentrationslager befreit haben errichtet. Die russische orthodoxe Kirche und die evangelische Kirche bauten ebenfalls Gotteshäuser nach dem Ende des zweiten Weltkriegs auf dem Gelände. Auch dort finden Gottesdienste statt. Im Gespräch mit einem ehrenamtlichen Mitarbeiter der evangelischen Kirche auf dem Gelände erfuhr ich, dass der Urenkel des ehemaligen Widerstandskämpfers Carl Friedrich Gördeler in Kürze über das politische Wirken seines Urgroßvaters berichten wird. Im Moment sind viele Bücher des hingerichteten Carl Friedrich Gördeler in einem Begegnungsraum der evangelischen Kirche auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers ausgestellt. Der Politiker Gördeler wurde am 02.02.1945 in Berlin hingerichtet, da er an der Planung des Attentates an Adolf Hitler am 20.07.1944 beteiligt war. Sein Urgroßenkel möchte sich bei seinem Besuch dafür stark machen, dass Menschen Namen haben und bei diesem zu nennen sind, anstatt durch die Vergabe einer Nummer wie es in den deutschen Konzentrationslagern der Fall war entpersonifiziert zu werden. Durch mein Gebet zu Gott mit der Bitte um Beistand und Kraft diese Herausforderung, die der Besuch in Dachau für mich darstellte, gelang es mir den Besuch komplett zu absolvieren, wofür ich meinem Schöpfer sehr dankbar bin. Meine Hände habe ich auf die Mauern eines jeden Raumes gelegt, den ich betrat. Von den Mauerwerken ging eine Kälte aus, die ich noch lange nach Verlassen der Räumlichkeiten verspürte. Für mich ist dieses Kälte-empfinden ein Beweis dafür, welche menschliche Eiseskälte in Dachau seitens der Bewacher und der Lagerleitung auf die Inhaftierten ausging. 

Ihr/Euer 

Diakon 

Carsten Kempen 

Einige Fotos aus dem ehemaligen KZ Dachau

Lebendige Kirche - ein gelungenes Pfingstfest - Weihe der Kapelle St. Wendelin

Weihe der Kapelle der Eremitage in Ermetheis

In einem bewegenden Pfingstgottesdienst weihte unser Erzbischof am 9.Juni 2019 die Kapelle der Eremitage in Ermetheis zu Ehren des Hl. Wendelin neu ein.

In seiner Einführung sprach der Erzbischof von einer lebendigen Kirche die nicht aus Steinen, sondern aus Menschen gebaut ist und wies darauf hin, dass die Kirchen- und Altarsalbung mit Chrisam nicht zuerst dem Gebäude, sondern dem leiblichen und geistlichen Tempel gebührt, den Menschen!

 

Die Lesungstexte des Pfingstfestes weisen immer wieder auf die Kirche hin, die ihren Auftrag aus der Sendung des Hl. Geistes erhalten hat.

 

Die Reliquien, die in den Altar eingelassen wurden, entstammen der Nekropole der Kirche XII Apostoli in Rom. In dieser Kirche sind die Apostel Philippus und Jakobus der Jüngere beigesetzt. Reliquien des Hl. Philippus sind auch in der bischöflichen Kapelle in Hövelhof beigesetzt, so dass durch diese Reliquien eine innere und äußere Verbindung zur Mutterkapelle der Unabhängig-katholischen Kirche besteht.

Der Gottesdienst wurde unter Anderem musikalisch von Frau Wäldele mitgestaltet, die mit ihrem Fagott dem Gottesdienst eine sehr feierliche Note gab.
Beid er feierlichen Weihe hatten alle Gottesdienstteilnehmer die Aufgabe, eines der Weihekreuze in der Kapelle zu salben. 

Im Anschluss an die Salbung des Altares und der Kirche salbten sich auch die Gottesdienstteilnehmer gegenseitig mit einem Chrisamkreuz auf die Stirn.

 

In der Predigt betonte der Erzbischof:

"Gottes Geist zeigt sich

- als Geist des Teilens statt des Besitzens und Anhäufens. 

- als Geist der gegenseitigen Hilfe statt der Intoleranz und des Ellbogens.

- als Geist der Nächstenliebe statt des Egoismus."

 

Nach dem Gottesdienst stärkten sich alle Anwesenden mit einer selbst gekochten Hühnersuppe und einer Variation von leckeren Nachspeisen.

 

 


Stichwort: Kapellen / Hauskapellen in der UKK

Die Unabhängig-katholische Kirche besitzt keine Kirchen und Kapellen, die seitens der Kirche oder des Staates gebaut oder angeschafft bzw. unterhalten werden können.
Die UKK verfügt aber dank ihrer Mitglieder über einige sog. Hauskapellen. Dies sind entweder Räume in Wohnungen oder Gartenhäuser, die zu dauerhaften Kapellen umgewidmet sind. 

Selbstredend ist es möglich, Gottesdienste an jedem Ort zu feiern, aber eigene kleine Kapellen dienen als dauerhafte Zentren der Aufbewahrung der Hl. Eucharistie und der Feier regelmäßiger Gottesdienste.

 

Da die Kapellen der UKK alle auf Privatgrund liegen, sind diese im Regelfall nicht so zugänglich, wie öffentliche Kirchen und Kapellen. Dennoch ist es möglich, diese zu besuchen. Unsere Seelsorgerinnen und Seelsorger freuen sich über Anfragen und sind immer gern bereit, interessierten Besuchern oder Betern Einlass zu gewähren.

25 Jahre MCC in Köln

Pater Johannes, Bischof Inses Paul (MCC), Kathrin (ehem. Leiterin der MCC in Köln) und Diakon Carsten Kempen
Pater Johannes, Bischof Inses Paul (MCC), Kathrin (ehem. Leiterin der MCC in Köln) und Diakon Carsten Kempen

Am 25.05.2019 folgte unser ständiger Diakon Carsten Kempen einer Einladung der MCC, die an diesem Tag ihr 25 jähriges Bestehen in Köln feierte.

 

Die MCC bietet Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung in anderen Kirchen nicht willkommen sind, eine kirchliche Heimat. Bei einem sog. "Erzählcafe" durfte jeder Gast über persönliche Eindrücke und Erinnerungen in Bezug auf die MCC sprechen.

Carsten Kempen lobte in seinem Wortbeitrag das Engagement der Kirche, da diese all jenen Menschen einen Platz für ihren Glauben, den die Gläubigen anderswo nicht fanden.

 

Im heutigen Gottesdienst, den unser Kölner Seelsorge besuchte wurde Gott für das 25 jährige Bestehen der MCC in Köln gedankt. 

12 Fragen an Malte Kempen über seinen Bruder ,den Diakon

Malte Kempen
Malte Kempen

Malte Kempen, der Bruder von Diakon Carsten Kempen im Gespräch:

1.Wie war das, als Dein Bruder Dir von seinen Plänen für ein geistliches Amt zuerst erzählte? Wirkte das wie eine fixe Idee?

Die Entscheidung meines Bruders in den geistlichen Dienst zu gehen war keine Überraschung für uns. Die soziale Komponente meines Bruders war schon lange ein Markenzeichen seiner Persönlichkeit. Ich sehe diese Entscheidung eher als einen Traum, welches zu lange im Regal stand zu verstaubte. Nachdem aber in den Amtskirchen dieser Traum und Ruf nicht verwirklicht werden kann, kam durch die UKK neues Licht auf diesen Weg. Daher war die Entscheidung keine Überraschung, sondern eher eine Freude, dass durch die UKK endlich der Wille des Herrn umgesetzt werden konnte.

 

2.Wie glaubst Du hat sich die Entscheidung für Deinen Bruder entwickelt? Seid Ihr eine klassisch katholische Familie?

Mein Bruder und ich haben bereits als Kinder „Messe“ und „Priester“ gespielt. Interessanterweise aber nur die Messe, niemals Beerdigungen oder Hochzeiten. Manchmal habe mich aber über Sachen geärgert, wenn die Messe nicht so lief wie ich das wollte, so dass der Gottesdienst eher einem Exorzismus glich (lacht).

Damals hat er bereits auf sein erstes Messgewand gespart. Dies war aber teilweise auch nur eine Methode, um Taschengeld von unseren sehr katholischen Tanten zu bekommen. Damals spielte der Mammon also doch eine Rolle dabei. Außerdem waren wir beide Messdiener. Mein Bruder war aber immer weitaus aktiver in der Kirche als ich. Man kann also von unseren Familienhintergrund sagen, dass wir sehr katholisch waren, obwohl unsere Eltern nicht gerade viel mit der mangelnden Spiritualität und dem gutmenschlichen Komplex der Kirche im Rheinland anfangen konnten.  Teilweise hat uns unser Vater vor der katholischen Amtskirche gewarnt, wofür ich sehr dankbar bin.

3.Bekommst Du regelmäßig "die Leviten gelesen"?

Mein Bruder zitiert nicht wirklich aus dem 3. Mose (lacht), sondern ich sehe ihn eher als den „Apostel der Liebe“, daher hört man eher Stellen aus dem Johannes Evangelium bei Ihm.

 

4.Wendest Du Dich mit religiösen, theologischen oder auch spirituellen Fragen an Deinen Bruder, den Diakon?

Ja, das kommt vor. Da ich selbst auch über eine theologische Ausbildung verfüge, tauschen wir uns regelmäßig aus und planen gemeinsame Aktivitäten im sozial-missionarischen Bereich.

 

5.Gibt es für Dich qualitativ einen Unterschied zwischen Geistlichen, die nicht zu Deiner Familie gehören und Deinem Bruder?

Das kann ich so pauschal nicht sagen. Mein Bruder legt keinen Wert auf Macht, Titel oder Hierarchien für sich selbst, sondern möchte bei den Menschen sein. Das sieht man nicht bei allen „Geistlichen“, sind doch viele in diesen Ämtern eher im Fleisch (also im Ego) und nicht im Geist der Liebe.

 

6.Hat sich Euer Verhältnis in irgendeiner Weise geändert, seit Dein Bruder geweiht wurde?

Nein, wir haben aber nun noch mehr Themen zum gemeinsamen Austausch.

 

7.Wie hast Du persönlich das Weiheritual miterlebt?

Es war eine sehr schöne Weihe und ganz ein besonderer Moment für uns als Familie. Wir waren alle sehr stolz und aufgeregt.

 

 

Diakon Carsten Kempen
Diakon Carsten Kempen

8. Würdest Du Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen Deinen Bruder für geistlichen Rat empfehlen, oder wäre das für Dich eher seltsam?

Das kommt auf die Situation und Person an. Viele Menschen sind auf der Suche nach der Transzendenz, aber sie suchen nach Ersatz in einer Geistigkeit, die zu ihrem modernen Egoismus und Narzissmus passt, daher wollen viele nichts von der christlichen Botschaft hören, da es den Menschen an die Grenzen der „Selbstverwirklichung“ führt. Aber definitiv ja, im allgemein kann ich den Dienst meines Bruders nur empfehlen, besonders im Bereich der Eheberatung und der Trauerbewältigung.

 

9. Feiert Ihr gemeinsame Gottesdienste? Wie fühlt sich das an, den Bruder in der Rolle des Zelebranten zu erleben?

Meinen Bruder als Zelebranten zu erleben ist nicht merkwürdig, sondern sehr natürlich für mich.

 

10.Verträgt er es, wenn Du ihn auch mal humorvoll auf seinen Dienst in der Kirche ansprichst?

Ja. Anders würde er unsere Beziehung nicht überleben (lacht). Ich stelle sicher, dass er bodenständig bleibt und regelmäßiges „Charaktertraining“ erhält. Der „erste“ Diakon Stephanus musste weitaus mehr erleiden, daher darf Carsten sich über Witze nicht ärgern.

 

11.Angenommen, Ihr beide lauft durch Dublin und Carsten trägt sein Kollarhemd - welche Wirkung hat das auf Dich?

Solange er nicht immer komplett in Schwarz gekleidet ist, finde ich das super. Ich finde es aber auch sehr wichtig und richtig, wenn er ein Kreuz trägt. Ich halte nicht viel von Amtsträgern, die zwar ihr „Kostüm“ tragen, aber sich schämen, ein Kreuz zu tragen nur um Menschen zu gefallen.

 

12.Besteht für Dich ein Unterschied zwischen einem römisch-katholischen und einem unabhängig-katholischen Diakon?

Pauschal kann ich das nicht sagen. Es gibt auch klasse Diener in den Amtskirchen. Jesus sagte aber zu Petrus „Weide meine Schafe“. Nicht Petrus, der Macher, das Organisationstalent ist gefragt, sondern der Petrus, der Jesus lieb, hat und ihm auch im Alter und im Leid noch vertrauen wird. Dies ist kein Ruf, um eine Machtstruktur zu definieren, sondern in erster Linie ein Ruf an jeden Diener. Ich sehe in Deutschland zu viele Priester und Diakone, die sich als Selbstdarsteller mit einem Buchkasten voller politischer Klischees.

 

 

Der Mensch hat aber einen Hunger im Herzen nach Gott und nicht nach politischer Philosophie, da Gott „… die Ewigkeit in ihr Herz gelegt, ohne dass der Mensch das Werk, welches Gott gewirkt hat, von Anfang bis zu Ende zu erfassen vermag“ - Prediger 3:11. Ich denke, der Dienst am Herzen des Menschen ist sehr wichtig, um auch genau diesem Hunger im Herzen zu begegnen. 

Hilfsbereitschaft in der Not - Seelsorge im Mini-Zirkus

Bild von Håkan Stigson auf Pixabay

Das Licht geht an, Musik erklingt und das Spiel beginnt. Der Clown bereitet sich vor und legt seine Maske an, er schminkt sich ein strahlendes und lustiges Gesicht und sein bisweilen trauriges Gesicht verschwindet unter dieser lächelnden Fassade aus Schminke. Nach der Show geht der Clown wieder seinen ärmlichen Wohnwagen, legt seine Maske ab und es erscheint das traurige, mit Kummer und Sorgen erfüllte Gesicht eines jungen Mannes.
So ist es wohl jedes mal. Übrig bleibt eine Seele die erfüllt ist mit Trauer Sorge und Leid.

Liebe Geschwister,
Seit ein paar Tagen gastiert ein kleiner Familienzirkus mit 2 Personen, ein paar Ziegen, Tauben und Hunden in meiner Nachbarschaft.
Mir war gleich klar, diese Menschen leben in großer Armut, gequält von Ängsten und Sorgen um ihre eigene Existenz und um die Existenz ihrer Tiere.
Dieses Leid ging mir ans Herz, so dass ich in den ersten beiden Tagen beim Einkauf von Hundefutter für meinen Hund auch gleich Futter für die Tiere des Zirkus mitkaufte und dieses dort abgab.

Es blieb jedoch nicht beim Abgeben der kleinen Unterstützung. Mit Gottes Hilfe war es mir möglich, auch die Menschen zu berühren, denen die Zirkusleute nicht egal sind. Es gelang, für ein paar Tage die Artisten aus dem Außenseiterstatus heraus in das Leben einiger Menschen unseres kleinen Ortes zu integrieren. Dank dieser Menschen war es möglich, den Zirkusartisten, und nicht nur den Tieren, zu helfen.

Freunde aus unserer Seelsorgeregion schenkten Kleidung, Geld und Nahrungsmittel für Mensch und Tier.
So durften wir erfahren, wie schön es ist, zum Segen für die Menschen zu werden, die am Abgrund ihrer Existenz stehen.

In den Gesprächen mit den beiden Zirkusartisten sprachen wir auch darüber das ich Priester bin. Es stellte sich heraus das auch sie Christen sind, die Gott lieben und ihre Hoffnung auf ihn setzen.
So habe ich auch heute Abend viele Stunden in der regnerischen Kälte diesen Dienst an sehr liebenswerten Menschen tun dürfen.
In den Gesprächen war zu erspüren, dass ihre Herzen so voll Liebe und Geistesgabe ist, dass ich persönlich überwältigt bin. Sie leben für die Menschen, und ihre Tiere. Sie gehen so weit, dass sie selbst noch das letzte geben würden was sie besitzen, damit es ihren Schützlingen gut geht.


Diese letzten Tage der gelebten Nächstenliebe und dem Dienst am Menschen hat in mir viel bewegt und mich innerlich noch einmal verändert.
Ich durfte durch diese Menschen Segen von Gott erfahren.

Gott hat mich wieder einmal gelehrt, was es heißt, ihm zu folgen - als Christ und als Priester.
Um es in aller Deutlichkeit zu sagen: Jesus begegnete mir durch meine Nächsten so überwältigend, dass ich jetzt noch innerlich vor Freude und dank zittere.


Für mich persönlich darf ich einige Dinge neu begreifen:
Ich darf wieder einmal neu sehen, was es heißt Priester und Diakon zu sein.
Als Priester bin ich Mensch, nicht ein besonderes und herausgehobenes Individuum Gottes.
Als Priester bin ich Diener, nicht Herr und Diktator.
Als Priester darf ich Liebe, Hoffnung und Glauben schenken.
Als Priester soll ich danach streben, Gott groß zu machen und nicht, mich über andere zu stellen.
Als Priester bin ich auch Hörer, nicht nur Sprachrohr.
Als Priester bin ich mitten in der Kirche und in der Gemeinde nicht vor oder über ihr.
Als Priester führe ich Menschen zu Jesus und nicht zu mir.
Als Priester bin ich bereitwilliger Geber ohne etwas zu verlangen.
Ein Priester darf nicht den Diakon in sich verlieren.
Ich hoffe und bete, dass wir alle Gott verstehen lernen und den Menschen helfen und dienen.


Gott mit euch!

 

Euer

Pastor Tobias Schüßler

 

(Unabhängig-katholische Kirche)

125 Jahre Bahnhofsmission

Die Bahnhofsmission feiert in diesem Jahr ihr 125 Jähriges Jubiläum. Das sind 125 Jahre Dienst am Nächsten. Zu ihren Aufgaben gehört es, Menschen, die sich auf Reisen befinden und in einer Notlage befinden beizustehen. Auch Obdachlose haben die Möglichkeit sich in den Räumlichkeiten der Einrichtung auf Gleis 1 im Kölner Hauptbahnhof aufzuhalten, um bei einem Kaffee ein Gespräch mit einem der vielen ehrenamtlichen Helfer der Vereinigung zu suchen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins haben für die Anliegen derer, denen sie beistehen immer ein offenes Ohr sowie ein liebes Wort parat. Das ist eine großartige Aufgabe.

Um der Bahnhofsmission zu gratulieren, machte sich Diakon Karsten Kempen auf den Weg und besuchte die Kölner Bahnhofsmission mit einem Rucksack voller Süßigkeiten. Die Mitarbeiterinnen der Bahnhofsmission haben sich darüber sehr gefreut.
Kempen bot der Bahnhofsmission noch seine weitere Unterstützung an. Die Mitarbeiterinnen waren für dieses Angebot sehr dankbar.

Diakon Kempen wird in Zukunft regelmäßig am Kölner Hauptbahnhof anzutreffen sein und bietet dort Hilfe und Unterstützung an.

 

Diakon Carsten Kempen auf dem Weg zum Hauptbahnhof Köln
Diakon Carsten Kempen auf dem Weg zum Hauptbahnhof Köln

Kapellenweihe in Köln als ökumenische Feier

Erzbischof Soemer (UKK), Diakon Kempen (UKK) und Generalvikar Becker (LKK)
Erzbischof Soemer (UKK), Diakon Kempen (UKK) und Generalvikar Becker (LKK)

Dass die Seelsorgeregion Köln unter der Leitung von Diakon Carsten Kempen in guter ökumenischer Zusammenarbeit mit der Liberal Katholischen Kirche in Bonn steht, ist längst kein Geheimnis mehr.

 

Beide Gemeinden / Bezirke unterstützen sich gegenseitig in Seelsorge und Liturgie und haben in den letzten zwei Jahren bereits viele gemeinsame Veranstaltungen durchgeführt.

  

An diesem Wochenende war auch der Erzbischof der Unabhängig-katholischen Kirche angereist, um in Köln die Hauskapelle von Diakon Kempen einzuweihen. Im festlichen Gottesdienst, an dem nicht nur die Familie, sondern auch weitere Gäste teilnahmen, wurde der Raum seiner sakramentalen Bestimmung zugeführt.

Die Salbung des Altares wurde durch die drei Geistlichen gemeinsam vorgenommen. Ein Zeichen der Verbundenheit in Christus.

 

In seiner Predigt betonte der Erzbischof, ausgehend vom Evangelium des Sonntags, dass die beiden Arten von Christen, die kontemplativen, mystischen und liebenden Christen für eine Gemeinde genauso wichtig sind, wie die anpackenden und zweifelnden Christen. Beide sind nicht gegeneinander auszuspielen, denn beide gemeinsam bringen die Gemeinde, die Kirche und das ganze Volk Gottes voran.

Generalvikar Daniel Becker (LKK) schenkte der Kapelle einen Stein, der traditionell auch bei der Errichtung von Gottesdiensträumen der Liberal Katholischen Kirche verwendet wird und drückte damit seinerseits ein Zeichen der Verbundenheit aus.

 

Im Anschluss an die feierliche Liturgie saßen die Gottesdienstbesucher noch gemeinsam zu Gesprächen in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen zusammen.

 

Der Seelsorgeregion Köln und der LKK-Gemeinde in Bonn wünschen wir regen Zulauf und weiterhin viel Erfolg in der seelsorglichen Arbeit.

25 Jahre nach Ende der Apartheid.

Carsten Kempen in einem typisch süfafrikanischen Hemd.
Carsten Kempen in einem typisch süfafrikanischen Hemd.

28.04.2019: Vor 25 wurde der ANC (African National Congress) Regierungspartei in Südafrika. Zuvor war die Partei zu Zeiten der Apartheid verboten und somit von Wahlen ausgeschlossen. Mit Übernahme der Regierungsgeschäfte durch den ANC, endete ein politisches System, das eine Trennung der schwarzen von der weißen Bevölkerung des Landes vorgenommen hatte. Unser ständiger Diakon, der seit 2008 das südafrikanische Westkap mehrfach bereist hat, ist vor und nach seiner Weihe mit den bis heute bestehenden Folgen der Apartheid in Berührung gekommen. Zu ihnen gehören die Townships. Diese entstanden während der Apartheid. In ihnen leben schwarze Menschen.

Die Townships wurden gebaut, um die schwarze Bevölkerung aus den Städten an die Ränder der Städte gegen ihren Willen umzusiedeln. Es herrschen menschenunwürdige Zustände in den Elendsvierteln.

2017 hatte Carsten Kempen zwei Armenviertel besucht. Dort leben die Menschen in Wellblechhütten auf engstem Raum. Meistens sind die Unterkünfte von der Personenzahl her überbelegt. Es fehlt an Sanitäranlagen, was zu großen hygienischen Problemen führt, was auch gesundheitliche Folgen für die Menschen vor Ort hat. Der Bau menschenwürdiger Häuser in den Townships kommt nur schleppend voran. 

Carsten Kempen hat im heutigen Gottesdienst das Ende der Apartheid vor 25 Jahren thematisiert und zum Gebet für die Notleidenden in den Townships aufgerufen. Damit sich ihre Situation verbessert und sie Heimat in Häusern finden, in denen sie in Würde leben können. Auch ist der Anstieg der HIV Infektionen in dem Land sehr groß. Hier äußerte Diakon Kempen in seiner Predigt den Wunsch nach einer besseren medizinischen Betreuung der an HIV und AIDS erkrankten Menschen sowie eine bessere Aufklärungsarbeit in Bezug auf die beiden Krankheiten. 

Ein frohes und gesegnetes Osterfest

Bild: Osternacht in der Nikolauskapelle 2018
Bild: Osternacht in der Nikolauskapelle 2018

 

 

Mit einem Gedicht des Priesters und Heimatdichters Peter Soemer (* 12. August 1832 in Elspe; † 4. Oktober 1902 in Büderich)  wünschen wir Ihnen ein frohes und gesegnetes Osterfest.

 

Peter Soemer beschreibt in seiner damaligen Sprache die liturgische Feier der Osternacht. 
Für uns Christen ist diese Nacht die "Nacht der Nächte", in der der Tod vernichtet wurde und der Christus allem Leben Ewigkeit verheißt.

 

Frohe Ostern!

Stiller Sabbath! Christi Grabesruh

Und seine Auferstehung feierst du,

Wie sie die ersten Christen in der Nacht

Gefeiert in geheimnisvoller Pracht.

 

Das Feuer segnend, steht im Pluvial

Der Priester mit den Dienern am Portal:

Wie neu aus Stahl und Stein die Gluth entfacht,

Ist Christus neu zum Leben auferwacht.

 

Der Festzug wallt zurück ins Gotteshaus,

Den Dreizack trägt der Diakon voraus,

Er kniet, sein Jubelruf „Licht Christi!“ schallt;

Und „Gott sein Dank!“ singt fröhlich Jung und Alt.

 

Er preist des Auferstand´nen Herrlichkeit,

Da er sein Bild, die Osterkerze weiht

Und in ihr Wachs fünf Weihrauchkörner drückt,

Weil mit fünf Wunden sich der Herr geschmückt.

 

Zwölf Prophezzieen und Gebete spricht

Der Priester bei dem neuen Kerzenlicht:

Dem Sünder sagen sie geheimnisvoll,

wie seine Seele auferstehen soll.

 

Der Taufbrunn wird geweiht und angehaucht,

die Osterkerze dreimal eingetaucht:

Dem Wasser gibt der Geist des Herrn die Kraft,

Die Gottes Bild im Menschen neu erschafft.

 

Was stellt sich hier dem Seelenauge dar?

Wir schau´n der ersten Christen weiße Schaar.

Die heute mit dem Heiland auferstand

Und aus dem Wasser stieg im Taufgewand.

 

Wir senden ihnen Grüße himmelan,

und rufen alle Auserwählten an:

Die Heil´gen sollen für uns Sünder flehn,

daß wir mit Christo geistig auferstehn.

 

Die Orgel rauscht, der Osterruf ertönt

Beim heil´gen Opfer, daß die Feier krönt:

Wie himmlischsüß das Allleluja klingt!
O selig, selig, wer es ewig singt.

 

 

Aus: Peter Soemer, Das Kirchenjahr / Druck und Verlag der Bonifacius-Druckerei, Paderborn 1887)

"Im Brennpunkt" - Caritas in der Fastenzeit

Wiener Platz - Köln

Auch in der Fastenzeit nimmt Diakon Carsten Kempen wieder soziale Brennpunkte in den Focus. 
Am 29.3.19 besuchte er in Köln-Mülheim den Wiener Platz.

Die Gegend ist in Köln als sozialer Brennpunkt oder als "Vernachlässigter Platz mit Seele" bekannt.


Am vergangenen Wochenende war hier ein 43 jähriger Familienvater beim Versuch, einen Streit zu schlichten, durch mehrere Messerstiche getötet worden.
Am Tatort sprach Kempen ein Gebet für den Verstorbenen und seine Angehörigen.

Der Verstorbene hinterlässt vier Kinder.


Schließen wir uns dem Gebet an und nehmen den Verstorbenen und die Hinterbliebenen besonder in unsere Gebete auf. 

Asternweg - Kaiserslautern

Das nächste Projekt, dass Kempen in diesem Jahr unterstützte, war der Brennpunkt Asternweg in Kaiserslautern. Auch zu Ostern hat Carsten Kempen hier wieder ein Paket fertig gemacht und an die Bewohner des Krisenviertels geschickt.
Die Wirtin des ansässigen Gastbetriebes kümmert sich um die Verteilung der süßen Geschenke an die Bewohner.
Wer auch Süssigkeiten für die Kinder und Erwachsenen am Asternweg, mit denen es das Schicksal nicht gut meint zusenden will, kann diese an folgende Adresse senden: Zum Ilse, Asternweg 20, 67657 Kaiserslautern. Dafür ein herzliches vergelts Gott. 

Kaiserplatz - Aachen

Der dritte Brennpunkt, den Diakon Kempen in dieser Fastenzeit bedachte, war der Kaiserplatz in Aachen.

 

Er hat am Aachener Kaiserplatz  drogenabhängige Menschen besucht. Bei seinem Besuch hatte Carsten Kempen den Abhängigen Schokolade überreicht und sie gesegnet. Ebenfalls suchte der Seelsorger das Gespräch mit den Notleidenden.

 

An der Stelle einen herzlichen Dank an Helmi Kempen die Mutter des Diakons, die die Schokolade gestiftet hat. 

Obdachlose in Aachen und Gottesdienst in Herzogenrath

Am Karsamstag besuchte Diakon Carsten Kempen die alte Kaiserstadt Aachen, wo er Schokolade an Obdachlose und Menschen mit körperlichen Behinderungen verteilte. Carsten Kempen sprach mit den Notleidenden und segnete sie. 
In der Herzogenrather Marienkapelle feierte er gemeinsam mit einigen Gläubigen einen Wortgottesdienst mit Austeilung der heiligen Kommunion.
In seiner Predigt ging der Seelsorger auf das  Attentat in Sri Lanka und das Busunglück in Portugal ein. Der Erlös der Kollekte, die im Gottesdienst stattfand betrug 20 Euro. Das Geld wird für den Aufbau der Kathedrale Notre Dame, die vergangene Woche schwer gebrannt hatte, gespendet. Im Anschluss an die Feier fand noch eine Fahrzeugsegnung innerhalb der Familie statt.

"Letzte Hilfe"-Seminar

Im Rahmen eines Seminars hat Diakon Carsten Kempen in der 3. Woche der Fastenzeit eine Fortbildung in "Letzter Hilfe" besucht. Schwerpunkt des Seminars war das Thema der Begleitung und des Abschiednehmens von Sterbenden. In dem sehr gut besuchten Kurs vermittelten eine Sozialarbeiterin und eine Altenpflegerin, die beide mit der Hospizarbeit vertraut sind, den Umgang mit sterbenden Menschen.

 

Für alle Menschen, die sich unabhängig oder auch abhängig von ihrer beruflichen Tätigkeit mit dem Abschiednehmen und Begleiten Sterbender befassen möchten, ist der Besuch der Veranstaltung aus Sicht unseres Diakons empfehlenswert. Wer Interesse hat den Seminar zu besuchen findet die Termine unter: www.letztehilfe.info

 

Diakon Kempen sagte, dass er von dem Seminar viel neues Wissen für seine Arbeit als Diakon speziell in Bezug auf den Umgang mit sterbenden Menschen mitgenommen hat.

Gemeinsamer Gottesdienst der Liberal-katholischen Kirche und der Unabhängig-katholischen Kirche zum Gedenken an die Opfer der Amokfahrt von Münster

Bild: Pixabay
Bild: Pixabay

In einem gemeinsamen Gottesdienst am 07.04.2019 um 11.00 Uhr in der St. Chamuel Kapelle in Bonn werden Generalvikar Daniel Becker von der Liberal Kkatholischen Kirche und Diakon Carsten Kempen von der Unabhängig-katholischen Kirche den Opfern des Attentates von Münster, das sich ein Jahr zuvor ereignet hat gedenken. 
Bei dem Anschlag wurden 20 Menschen schwer verletzt. 5 Personen kamen ums Leben. Der Täter hatte nach der Tat Suizid begangen. Diakon Kempen wird vor Beginn der heiligen Messe 25 rote Rosen in Gedenken an die Opfer am Gedenkort ablegen. 

Karnevals-Seelsorge in Köln

Seelsorge ist auch im Karneval ein Angebot, welches wir als Kirche anbieten.
Unser ständiger Diakon Carsten Kempen hat in der sog. fünften Jahreszeit den Jecken und Narren (und auch den ("Jeckinnen und Närrinnen") ein seelsorgliches Angebot gemacht.


Kempen kümmerte sich in den drei Tagen des Straßenkarnevals nicht nur durch Gespräche um die Menschen, sondern er half auch betrunkenen und verletzten Personen und führte sie den entsprechenden Rettungskräften zu.


Kempen setzt damit ein Zeichen, dass Seelsorge und Karneval unmittelbar miteinander verknüpft sind.

Bereits in seiner Predigt am Karnevalssonnag verknüpfte Kempen den Karneval und die damit verbundene Lebensfreude mit der tiefen Freude, die der christliche Glaube uns bringen kann.

Im Zeichen der Ökumene

Daniel Becker von der Liberalkatholischen Kirche und Carsten Kempen von der Unabhängig-katholischen Kirche in der Kapelle in Herzogenrath
Daniel Becker von der Liberalkatholischen Kirche und Carsten Kempen von der Unabhängig-katholischen Kirche in der Kapelle in Herzogenrath

Mit einem ökumenischen Impuls begann in der Seelsorgeregion Köln und Eifel/Voreifel das neue Jahr in einem gemeinsamen Gottesdienst der Liberalkatholischen Kirche und der Unabhängig-katholischen Kirche.
Daniel Becker (LKK) feierte zum Fest der Taufe des Herrn gemeinsam mit Carsten Kempen (UKK) in der Herzogenrather Marienkapelle diesen besonderen Neujahrsgottesdienst.


Die Hl. Messe wurde als 3. Jahresgedächtnis für den verstorbenen Vater unseres Diakons Franz-Josef Kempen gefeiert. Zugleich wurde in der Hl. Messe dem verstorbenen Mescal Weissenberger gedacht, der im Juni 2018 bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.


Im Anschluss an den Gottesdienst gab es noch ein gemütliches Beisammensein, bei dem auch für das leibliche Wohl gesorgt war.

Besuch im "Problemviertel" Asternweg Kaiserslautern

Symbolbild (Pixabay)
Symbolbild (Pixabay)

 


Besuch im "Problemviertel"

 

Asternweg

Anfang Januar besuchte Diakon Carsten Kempen aus Köln den sozialen Brennpunkt "Asternweg" in Kaiserslautern.
Das Viertel ist bundesweit als "Problemviertel" bekannt. Kempen machte sich ein Bild über das Viertel und sprach mit einigen Bewohnern des Viertels, als auch mit der Wirtin der Viertelskneipe über die Lage und die Situation der Bewohner.
Die meisten Wohnungen verfügen dort nicht einmal über warmes Wasser und die Modernisierung der Wohnungen geht nur sehr schleppend voran. 

Um die Wohn- und Lebenssituation der Menschen im Asternweg zu verbessern, helfen vor allem Geldspenden. 
Wer den dort lebenden Menschen helfen will, kann sich mit seiner Spende über die Webseite www.asternweg.org an der Hilfe beteiligen.

Diakon Kempen verteilte an die Menschen kleine Schokoladenschornsteinfeger, die einen Gruß für das neue Jahr symbolisierten. Kempen wird auch Ostern einige Kleinigkeiten für die Kinder bereitstellen, als auch beim Grillfest im Asternweg aushelfen, indem er bei der Organisation des Festes hilft und seine Hilfe am Grill tatkräftig unter Beweis stellen wird.

Ein ganz besonderes Fest

Die Feier der Priesterweihe und der ewigen Profess

Mit einem ganz besonderen Gottesdienst feierte die Unabhängig-katholische Kirche am 5.Januar 2019 zugleich die Priesterweihe von Tobias Schüßler aus dem Magdeburger Land und die ewige Profess als Eremitin von Sr. Clara Elisabeth Waldmann aus Niedenstein/Hessen.

Die kleine Hövelhofer Kapelle war bis zum letzten Platz besetzt, als der Gottesdienst um 13.00 Uhr begann.

Tobias Schüßler wird fortan in der Region Magdeburger Börde / Harzvorland als Priester wirken. Schwester Clara Elisabeth lebt im hessischen Niedenstein als "Eremitin in der Welt". Als verheiratete Frau hat sie sich dem Evangelium und dem Gebet verpflichtet.

Die beiden Kandidaten lernten sich bereits vor Jahren in einer anglikanischen Kirche kennen und fanden den Weg in die Unabhängig-katholische Kirche. 
Wie die Hl. drei Könige hatten sie sich jeweils aufgemacht, Christus zu suchen. Und sie haben ihn in einer kleinen Kirche am Rande gefunden. Beide sind dabei dem Stern ihres Herzens gefolgt. "Und sie sind angekommen - im Stall von Bethlehem, nicht in einem Palast in Jerusalem. In einem unscheinbaren Ort und nicht in einer großen Kathedrale" - So der Erzbischof in seiner Predigt.

 

Nach der Hl. Messe erteilte der Neupriester noch den Primizsegen an die Anwesenden.

 

Im Anschluss an die gottesdienstliche Feier saßen alle noch gemeinsam bei Kaffee und Kuchen und ließen den Nachmittag ausklingen.

 

Dem Neupriester und der Schwester alles Gute und Gottes reichen Segen auf ihrem Weg.

 

Gelebte Caritas

Mit vier Aktionen macht unser ständiger Diakon Carsten Kempen in diesem Advent auf das Leid und die notwendige Hilfe aufmerksam.

Hier möchten wir von den drei Aktionen berichten:

Sr. Mary auf den Philippinen

Diakon Carsten Kempen predigte am 2 Adventssonntag in der Nikolauskapelle in Hövelhof und berichtete über das Leben von Sr. Mary auf den Philippinen.

 

Sr. Mary kümmert sich dort um Kinder, die versuchen, sich über das Sammeln von Plastikflaschen ein paar Cent zu verdienen. Die Ordensschwester sorgt im Elendsviertel dafür, dass die Kinder im sog. "Happyland" eine warme Mahlzeit und Bildung erhalten.
Diakon Kempen rief dazu auf, die Initiative und auch weitere Initiativen mit einer Spende zu unterstützen. 
Wenn auch Sie den Projekten für Kinder eine Spende zukommen lassen möchten, können Sie das unter www.ehfk.de (Ein Herz für Kinder) tun.
Carsten Kempen plant, im kommenden Jahr Sr. Mary auf den Philippinen zu besuchen.

 

Jede Brille zählt

 

Manchmal ist Helfen gar nicht schwer.
"Was bei uns zu Hause in den Schubladen liegt, kann anderen Menschen helfen."

Mit diesen Worten weist Diakon Kempen darauf hin, dass zum Beispiel das Aussortieren alter Brillen anderen Menschen die Möglichkeit eröffnet, wieder klar sehen zu können.
Er selbst sortierte mit seiner Mutter gemeinsam alte Brillen aus und schickte diese an Die Ordensgemeinschaft der Elisabethinnen in Aachen. 
"Das ist Hilfe ohne großen Aufwand", die anderen Menschen ein lebenswerteres Leben beschert.

Es gibt eine Menge Sammelstellen für die Aktion. Näheres dazu kann man auf der Internetseite www.brillenweltweit.de erfahren. Dort gibt es auch eine Auflistung der entsprechenden Sammelstellen, an denen man seine ausgemusterten Brillen abgeben kann.

Die "Kölner Tafel"

 

Die dritte Initiative, die Carsten Kempen in der Adventszeit unterstützte, war die Kölner Tafel (www.koelner-tafel.de).
Die Kölner Tafel hilft Menschen, die nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, indem diese dort Lebensmittel und lebensnotwendige Dinge erhalten können.

Christstollen und Schokolade

Am Hl. Abend besuchte Diakon Kempen Bedürftige in der Stadt Aachen. Er verteilte Christstollen und Schokolade, die seine Mutter vorher liebevoll portionsweise verpackt hatte. Kempen erreichte mit dieser Aktion zahlreiche Obdachlose und drogenabhängige Menschen. Diese waren sehr dankbar für die weihnachtliche Aufmerksamkeit.
Karsten Kempen berichtete, dass umherstehende Menschen auf die Aktion aufmerksam wurden und den Bedürftigen dann ebenfalls kleine Geldbeträge spendete. "Ein Kind", so Kempen, "teilte sogar sein Brötchen mit einer Frau, die kein Dach über dem Kopf hat."

Auch am Silvestertag besuchte Carsten Kempen wieder die Obdachlosen und brachte ihnen zum Jahreswechsel eine Kleinigkeit, die er mit seiner Mutter vorbereitet hatte.


"Nikolausgruß" in Köln

 

 

Am 6.Dezember, dem Nikolaustag, verteilte Carsten Kempen, unser ständiger Diakon in Köln, einen vorweihnachtlichen süßen Gruß an obdachlose und Notleidende Menschen in Köln.

 

Die Aktion wurde seitens der Beschenkten mit Freude angenommen. 

 

Wir danken auch denen, die diese Aktion durch ihre Spende ermöglicht haben.

 

Gemeinsamer Gottesdienst zum Welt-Aids-Tag

Bischof Baumann von der MCC Köln feierte heute gemeinsam mit Diakon Carsten Kempen von der UKK einen Gottesdienst anlässlich des am Tage zuvor stattgefunden Weltaidstages.

In seiner Predigt betonte Bischof Baumann, dass Kirche und Gesellschaft über die Krankheiten HIV sowie AIDS nicht schweigen sollen. Diakon Carsten regte an die rote Schleife nicht nur am Weltaidstag sondern das ganze Jahr über im Herzen zu tragen, um sich solidarisch mit den Menschen zu zeigen, die an HIV und AIDS erkrankt sind.

Im Anschluss an den Gottesdienst fanden bei Kaffee und Kuchen angenehme Gespräche zwischen Gemeinde und den anwesenden Seelsorgern statt. 

Pilgerreise unseres ständigen Diakons nach Lourdes

 

In der Zeit vom 15.  bis zum 18. Oktober 2018 pilgerte unser ständiger Diakon Carsten Kempen aus der Seelsorgeregion Köln/Rheinland mit verschiedensten Anliegen, die wir ihm mitgeben durften zur Erscheinungsgrotte nach Lourdes.

Diakon Kempen war beeindruckt von der Grotte, dem eigentlichen Erscheinungsort Mariens, die dort im Jahr 1858 mehrfach der kleinen Bernadette Soubirous, einem jungen Mädchen aus einer verarmten Familie aus der Umgebung, erschienen ist. 

Heute werden an der Erscheinungsgrotte täglich Gottesdienste gefeiert. Pilger haben zudem die Möglichkeit, durch die Grotte zu gehen und die Wände zu berühren.
In der Grotte entspringt auch eine kleine Quelle, dem die Gläubigen besondere Kräfte zuschreiben. Sie nehmen dies als Weihwasser und Heilwasser mit nach Hause.

Bei der Erscheinung am 25. Februar 1858 trug Maria der kleinen Bernadette auf: „Trinken Sie aus der Quelle und waschen Sie sich darin”. Diesem Wunsch folgend waschen und baden sich bis heute Menschen in diesem heiligen Wasser. 

 

Zahllose Kerzen in der Nähe der Grotte zeugen von den Gebeten und Hoffnungen, die die Menschen nach Lourdes tragen. Auch Carsten Kempen betete intensiv in seinen Anliegen und in den Anliegen der Kirche.

 

Besonders schön empfand Kempen die Rosenkranzbasilika, die von einem wunderschönen Deckenmosaik und geschmückt ist.

Abends um 21.00 Uhr findet in Lourdes die Marienprozession statt. Geleitet durch Gesang und Gebet wird in einer Prozession eine Statue der Gottesmutter in einem gläsernen Schrein und ein beleuchtetes Kreuz über den Platz getragen. 

Carsten Kempen besuchte auch eine Filmvorführung über die Erscheinungen in Lourdes, der die Geschichte der Hl. Bernadette und der Erscheinungen noch einmal erläutern.

Sollten Sie weitere Fragen und Anregungen haben, können Sie sich gern an Diakon Carsten Kempen wenden.

Sie finden seine Kontaktdaten auf der Seite der Seelsorgeregion Köln / Rheinland.

Eine Livecam ermöglicht Interessenten 24 Stunden am Tag einen Blick in das Geschehen von Lourdes:
(Externer Link zu Youtube)

Jubiläumsfeier in der Unabhängig-katholischen Kirche und der Keltischen Kirche Deutschland

Am 8. September 2018 feierte die Unabhängig-katholische Kirche (UKK) gemeinsam mit ihrer Schwesterkirche, der Keltischen Kirche Deutschland (KKD), ihr 25-jähriges Bestehen. 


Die UKK schaut in diesem Jahr dankbar auf ihre Gründung im Jahr 1993 zurück. Ursprünglich als Priestergemeinschaft intendiert, entwickelte sie sich im Laufe der Jahre zur romfreien katholischen Freikirche, die bundesweit kleine Kerngemeinden unterhält. Die UKK war sehr stolz darauf, dass eines der Gründungsmitglieder der Kirche am Festgottesdienst teilnahm und die Hl. Messe am Altar mitfeierte.


Die KKD kann in diesem Jahr auf ihr zehnjähriges Jubiläum in Deutschland zurückschauen und der in der KKD bestehende Orden vom Steinberg schaut auf 15 Jahre zurück.
Alle Jubiläen gaben genug Anlass, diesen Tag gemeinsam mit einem festlichen Gottesdienst und einem anschließenden Mittagessen zu feiern.


Es hat uns sehr gefreut, dass im Rahmen des Festes ein fruchtbarer ökumenischer Austausch zwischen befreundeten Kirchen, wie z.B. der Liberal-katholischen Kirche fortgeführt und erweitert werden konnte.


In seiner Predigt erinnerte der Erzbischof der UKK (+Karl-Michael Soemer), dass ehrliche Missionsarbeit in den Kirchen nur stattfinden kann, indem man Menschen anrührt, ihnen auf Augenhöhe begegnet, die Menschen mit ihren Problemen ernst nimmt und dass man den Glauben nicht als festgeschriebenes moralisches und dogmatisches Regelwerk betrachten dürfe. 

Kleine an die Gottesdienstteilnehmerinnen und Gottesdienstteilnehmer ausgeteilte "Schmunzelsteine" sollen ganz besonders daran erinnern, dass Glaube vor Allem froh machend sein soll und dass Glaube besonders dann wirkt, wenn er mit einem Lächeln auf dem Gesicht verkündet wird.
Erzbischof Karl-Uwe Eckert erinnerte in einer kurzen Ansprache an die keltischen Heiligen, die auf den Inseln missionarisch wirkten. Im Fokus stand in dieser Ausführung die Gemeinschaft. 
Erzbischof Karl-Uwe ermutigte dazu, in diesem Geist der Gemeinschaft weiter aufeinander zu zugehen und Trennungen und Spaltungen zu überwinden.

Aufzeichnung des Festgottesdienstes zum Jubiläum

kleine Fotogalerie

Diakonenweihe von Michael Peter Hoppmann

Am Freitag dem 7. August 2018 fand die Diakonenweihe von Michael Peter Hoppmann aus Bremerhaven in der Hauskapelle St. Nikolaus in Hövelhof statt. 
In einer gut gefüllten Kapelle weihte der Erzbischof der Unabhängig-katholischen Kirche +Karl-Michael den Kandidaten durch Handauflegung und Gebet zum Diakon.
Die Predigt hielt Pastor Patrick Scheiner, der eigens für das lange Wochenende mit Diakonenweihe und Jubiläumsfeier aus Zürich / Schweiz angereist war.
Diakon Hoppmann sieht den Schwerpunkt seiner Arbeit im weiteren Aufbau seiner Gemeinde und positioniert sich in seinem Tun gegen politischen Extremismus und Ausbeutung von Mensch und Natur.

Diakon trifft... - Lara Heidtmann

Frau Heidtmann ist Bestatterin. Diakon Carsten Kempen hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und im Rahmen der Reihe "Diakon trifft..." mit Frau Heidtmann korrespondiert.

 

 

1. Wie sind Sie zu der Entscheidung gekommen, Bestatterin zu werden?

 

Ich habe mich schon früh mit dem Thema "Tod" auseinandergesetzt und hatte diesbezüglich auch die volle Unterstützung meiner Eltern. Die Themen "Tod und Sterben" waren in meiner Familie also nie Tabuthemen, so wie es leider in vielen Familien der Fall ist. Ich habe mich sehr gut über die beruflichen Aufgaben eines Bestatters informiert und bin dann recht früh, auch durch die Unterstützung meines Religionslehrers im Gymnasium, zu der Entscheidung gekommen, dass ich Bestatterin werden möchte. Ich sehe den Beruf des Bestatters als einen sehr interessanten und vielseitigen Beruf. Der Aufgabenbereich des Bestatters/der Bestatterin, umfasst neben dem Umgang mit Verstorbenen und der Organisation von Beisetzungen und Trauerfeiern, auch sämtliche Bürotätigkeiten, wie zum Beispiel das Entwerfen von Traueranzeigen. Diese Vielseitigkeit des Berufes hat mich ebenfalls in meiner Entscheidung gestärkt.

 

 

2. Wie haben Freunde und die Familie reagiert, als Sie ihnen sagten, dass Sie sich zur Bestatterin ausbilden lassen?

 

Meine Familie, insbesondere meine Mutter, hat mich sehr in meiner Berufswahl unterstützt und bekräftigt. Natürlich waren einige Familienmitglieder etwas irritiert, als ich ihnen von meinem Berufswunsch erzählte, aber mittlerweile ist es für alle normal. Meine Freunde haben diesbezüglich ähnlich reagiert. Zu Anfang waren alle etwas geschockt und jeder hat mich gefragt, wieso ich gerade sowas machen möchte und ob ich es nicht ekelig fände, mit Toten zu arbeiten. Ich habe dann erklärt, dass zum Job des Bestatters noch viel mehr gehört als nur die Arbeit mit Verstorbenen. Mittlerweile ist das Interesse an meinem Beruf bei meinen Freunden und meiner Familie sehr groß und ich werde regelmäßig "ausgefragt", was ich aber auch als angenehm empfinde, da ich gerne über meinen Beruf spreche.

 

 

3. Am meisten sehe ich im Bestattungswesen männliche Mitarbeiter. Nimmt die Zahl der jungen Frauen, die als Bestatterin eine Ausbildung durchlaufen eher zu, was man als Außenstehender so nicht mitbekommt?

 

Ja, die Anzahl der Frauen, die sich zur Bestattungsfachkraft ausbilden lassen, nimmt tatsächlich zu. In meiner Berufsschulklasse und auch generell in meinem Jahrgang sind, hingegen jeder Annahme von Außenstehenden, mehr Frauen als Männer vertreten.

 

 

4. Ihnen begegnen beruflich bedingt tote Menschen und Angehörige, die wegen dem Verlust des Verstorbenen trauern. Woher beziehen Sie die Kraft, sich diesen traurigen Dingen Tag ein Tag aus zu stellen?

 

Ich bekomme viel Halt und Unterstützung von meiner Familie, aber in erster Linie beziehe ich die Kraft aus meinen Taten. Wenn sich die Angehörigen bei mir nach einer Trauerfeier für meine Unterstützung bedanken, oder wenn ich sie Monate nach dem Sterbefall irgendwo privat wiedertreffe und sie freudig und dankbar auf mich zukommen, gibt mir das ungeheure Kraft.

 

 

5. Es gibt bestimmt auch Todesfälle, die Sie berühren. Können Sie mit Ihren Kollegen über die belastenden Gefühle sprechen?

 

Ja, ich kann immer mit Kollegen sprechen und das machen wir auch zum Beispiel in unserer Mittagspause sehr oft. Nach Feierabend hilft es aber auch, sich bei der Familie oder Freunden auszusprechen.

6. Gibt es einen Todesfall in Ihrem Berufsleben von dem sie sagen, dass Sie diesen so schnell nicht vergessen werden, weil er Ihnen sehr nahe ging?

 

Ja, davon gibt es sogar mehrere. Besonders wenn Kinder betroffen sind geht mir das sehr nahe.

 


7. Was ist für Sie das Schöne an Ihrem Beruf?

 

Dass ich Menschen in ihrer Trauer vielleicht ein wenig helfen und sie unterstützen kann, indem ich sie betreue und ihnen einen würdevollen Abschied von ihren Verstorbenen bereite.

 

 

8. Glauben Sie an ein Leben nach dem Tod?

 

Ich glaube, dass da nach dem Tod noch irgendetwas ist. Ich kann mir also nicht vorstellen, dass dann plötzlich alles vorbei sein soll, aber ob es sich bei diesem "etwas" wirklich um "Leben" handelt, weiß ich nicht.

 

 

9. Als Kind wollte ich sein wie......

 

ein Pferd. Wild und frei...

 

 

10. Wenn ich einen Wunsch frei hätte dann....

 

würde ich mir wünschen, dass es keinem Menschen auf dieser Erde mehr schlecht gehen müsste.

Ich danke Ihnen, dass ich an Ihrem Interview teilnehmen durfte.

 

 

Vielen herzlichen Dank, dass Sie so offenherzig geantwortet haben und uns einen Einblick in Ihr (berufliches) Leben geschenkt haben.

 

 

Die Bilder stammen von Pixabay.com, einer kostenlosen Bilddatenbank.

Neue Reliquie in der Nikolauskapelle in Hövelhof

 

Seit dem 26.Juli 2018 ist die Hauskapelle St. Nikolaus in Hövelhof in "Besitz" einer Reliquie des Hl Apostels Philippus.
Die Reliquie wurde gefasst und verschlossen (gesiegelt) durch den röm. Kardinal Jozef Ernest Van Roey (1874-1961), der zu dieser Zeit Erzbischof des Erzbistums Mechelen war.
Die Siegel der Reliquie sind ungebrochen, aufgrund dessen man davon ausgeen kann, dass es sich um ein originales Knochenfragment des Heiligen Philippus handelt.

 

Der Gedenktag des Hl. Philippus ist der 3. Mai. Die Bischofsweihe unseres heutigen Erzbischofs fand einen Tag nach diesem Gedenktag statt. Bischofsweihen werden in der Unabhängig-katholischen Kirche immer in der unmittelbaren zeitlichen Nähe eines Apostelfestes gespendet. Somit möge der Hl. Philippus auch ein besonderer Fürsprecher für unseren Erzbischof und die ganze Kirche sein.

Die Reliquie fand vorerst einen Platz im Altar der Hauskapelle. Dort kann diese jederzeit auch angesehen und verehrt werden. 

 

Der Hl. Philippus findet im neuen Testament an verschiedenen Stellen Erwähnung.

 

Sein Name wird jeweils im Kreis aller Apostel erwähnt: Mt 10,3  Mk 3,18   Lk 6,14   Apg 1,13

 

Der Evangelist Johannes hingegen nennt zu Philippus verschiedene Einzelheiten:

  • Philippus bringt gleich nach seiner eigenen Berufung einen weiteren Mann, Nathanael, zu Jesus (Joh 1,43–51).
  • Philippus wird anlässlich des Wunders der Brotvermehrung von Jesus auf die Probe gestellt, kann sich ein Wunder aber nicht vorstellen (Joh 6,5–7).
  • Für Griechen, die Zugang zu Jesus wünschen, fungiert Philippus, der ebenfalls einen griechischen Namen trägt, als Mittelsmann (Joh12,20–22).
  • In den Abschiedsreden Jesu versteht Philippus nicht, wie Gott erkannt werden kann und bittet Jesus, ihn den Jüngern zu zeigen (Joh 14,7–11).

 

 

Philippus wird von Johannes insgesamt als Jünger beschrieben, der nicht alles versteht und trotzdem Menschen zum Glauben bringt.

 

Das Grab der Hl. Apostel Philippus und des Hl. Jakobus (d.J.) findet man in der römischen Kirche XII Apostoli. Dort ruhen ihre Gebeine in einem steinernen Sarkophag.

Im Gegensatz zu den vielen anderen großen Kirchen in Rom findet man an dieser Stelle immer ein wenig Ruhe und Besinnung im Angesicht heiliger Apostel.

 

Wir sind sehr dankbar für dieses wunderbare Zeichen, dass uns die Nähe der Heiligen jederzeit vor Augen stellt.

Diakonenweihe und Abtsbenediktion

Am 14. Juli 2018 fand in der Hauskapelle St. Nikolaus in Hövelhof ein seltenes Ereignis statt.
Gleichzeitig mit der Weihe des Diakons Tobias Schüßler wurde Pater Thomas Andrew zum Abt der Oblatenbenediktiner-Gemeinschaft St. Eckhardt und St. Bonifatius in der Unabhängig-katholischen Kirche benediziert.

 

In der feierlichen Liturgie legten sich die beiden Kandidaten vor dem Altar nieder, um damit zu verdeutlichen, dass sie sich mit ganzer Hingabe Gott und ihrem Auftrag in der Kirche und der Welt zu widmen.

Erzbischof Karl-Michael verwies in einer kurzen Einführung darauf, dass beide Dienste etwas gemeinsam hätten, nämlich das Dienen. Sowohl der Diakon, der als rechte Hand des Bischofs wirkt, als auch der Abt, der als Diener seiner Ordensgemeinschaft weise und klug die Geheimnisse Christi verwalten soll.

 

In der Predigt, die von Erzbischof Karl Uwe Eckert gehalten wurde, verwies dieser auf den Tagesheiligen, den Hl. Kamillus von Lellis. Dieser trug auf seinem Gewand ein großes Kreuz. Dieses Kreuz nehmen sowohl der neue Abt, als auch der neue Diakon auf sich, um Christus nachzufolgen. 

 

Die Oblaten-Benediktiner in der Unabhängig-katholischen Kirche sind gekennzeichnet durch den benediktinischen Leitspruch "Ora et labora": Bete und Arbeite.
So sind die Brüder und Schwestern des Ordens auch in der Arbeitswelt, als auch im geistlichen Leben verhaftet und leben diesen Leitspruch in besonderer Weise.

Zum Gottesdienst waren die Ordensbrüder und Ordensschwestern eigens aus Hessen angereist, um den Tag gemeinsam in der Kirche mit ihrem Abt und den anwesenden Schwestern und Brüder zu feiern.

Im Anschluss an den feierlichen Gottesdienst feierten alle noch in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen.

Gemeinsamer Gottesdienst der MCC mit der UKK zum Christopher Street Day (CSD) in Köln

Auf einer Wiese unweit des Rheins in Köln Deutz feierte Pastor Baumann von der MCC einen Gottesdienst, bei dem unser Diakon Carsten Kempen mitwirkte. 
In der Feier, die unter dem Motto des CSD 2018 "Coming Out in Deinem Style" gefeiert wurde betonte Pastor Baumann wie wichtig es ist, dass Menschen aufgrund ihrer sexuellen Ausrichtung nicht weder diskriminiert noch ausgegrenzt werden dürfen.
In seiner Predigt unterstrich Diakon Kempen, dass jeder Mensch ein Kind Gottes sei und so vor seinen Schöpfer treten könne, so, wie dieser ihn geschaffenen hebe.
Nachdem Diakon Kempen die anwesende Gemeinde zum Abschluss der Feier gesegnet hatte, fanden im Anschluss an den Gottesdienst noch zehlreiche und fruchtbare Gespräche mit den anwesenden Gästen statt.
Pastor Baumann und Diakon Carsten Kempen werden auch weiterhin in Kontakt bleiben. 

Kapellen- und Subdiakonenweihe in Bremerhaven

 

Am 3. Juniwochenende fand in Bremerhaven die Weihe der neuen Kapelle St. Elisabeth und Sel. Pater Friedhofen für die Seelsorgeregion Untere Weser statt.

 

Aus der liebevoll eingerichteten Kapelle in der Pastorei in der Bogenstraße werden in Zukunft geistliche Impulse und Gottesdienste für die Region stattfinden. Darüber hinaus überträgt der neu geweihte Subdiakon auch Wortgottesdienste und Stundengebete über das Internet, so dass die Kapelle als geistliches Zentrum der Unabhängig-katholischen Kirche in der Region wie ein Leuchtturm seine Strahlkraft entfalten kann.

 

In seiner ersten Predigt ging der Neugeweihte auf die Zartheit des Glaubens ein und deutete diese mit dem Licht des Glaubens aus.

Wir wünschen dem neuen Subdiakon, der sich nun weiter auf deine Diakonenweihe vorbereiten wird, Gottes Segen für sein Wirken.

Einige Bilder der beiden Feiern

Diakon trifft ... - Charlie Hansen (BeSD)

 

In der Gesprächsreihe "Diakon trifft ..." führt unser Kölner Diakon Carsten Kempen regelmäßig Gespräche mit Menschen, die in caritativen und sozialen Bereichen tätig sind.

 


Im Mai 2018 führte er sein erstes ausführliches Interview mit Charlie Hansen vom Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen e.V. Der Verein engagiert sich für gesellschaftliche Anerkennung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Sexarbeit.

 

1. Seit wann besteht die Vereinigung, für die Sie arbeiten? Wer waren ihre Gründer?
Der BesD wurde 2013 von Sexarbeitenden gegründet; damals war absehbar, dass es ein neues Gesetz für uns geben würde und da klar war, dass damit diverse Grundrechtsverletzungen einhergehen würden, haben sich 25 Sexarbeitende aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammengetan und den Berufsverband gegründet. Es wurde höchste Zeit für einen Zusammenschluss, um gemeinsam für unsere Rechte einzustehen. Deshalb besteht der BesD auch nur aus aktiven und ehemaligen Sexarbeitenden. Da wir den Großteil der Verbandsarbeit ehrenamtlich umsetzen, sind wir sehr dankbar über Spenden. Hier haben sie die Möglichkeit direkt an Sexarbeitende zu spenden: https://berufsverband-sexarbeit.de/index.php/kontakt/unterstuetzen/#toggle-id-2

2. Wie fanden Sie Ihren Weg zur BesD
?
Ich hatte schon zwei Jahre lang als Hure gearbeitet, allerdings sehr isoliert, ich kannte praktisch keine Kolleg*innen und dachte: "Ich bin bestimmt die einzige glückliche Hure, die anderen haben es sicher ganz schlecht." Dann sah ich Lena Morgenroth, eine Kollegin im Fernsehen in einer Talkshow und was sie sagte sprach mir aus der Seele. Ich kontaktierte sie und hatte einen kleinen Austausch; danach suchte ich nach anderen Möglichkeiten, Kolleg*innen kennenzulernen und bin auf den Hurenstammtisch in Hamburg gestoßen. Dort musste ich feststellen, dass ich nicht die einzige glückliche Hure bin und Escort nicht besser als Gangbang-Parties ist. Über den Stammtisch habe ich dann auch vom Sexarbeitskongress, der 2016 in Hamburg stattfand gehört und als der BesD eine Sexarbeiterin für einen Vortrag dort gesucht hat, war ich mutig und habe mich auf die Bühne gestellt und von meiner Arbeit erzählt. Das war wirklich ein besonderes Erlebnis - danach war mir klar, dass ich mich politisch für das Thema Sexarbeit engagieren möchte. Zu dem Zeitpunkt suchte der BesD dringend eine Bürokraft; ich war gerade dabei mein Studium abzuschließen und wusste noch nicht, was ich danach machen wollte. So kam eins zum anderen und jetzt bin ich seit anderthalb Jahren die Bürokraft der deutschen Hurenselbstvertretung.

3. Reicht Ihrer Organisation der Umfang des aktuellen Prostituiertenschutzgesetzt aus oder sehen Sie seitens des Gesetzgebers Verbesserungsbedarf?
Wir lehnen das ProstSchG komplett ab. Im Vorfeld haben wir und andere Organisationen wie die Deutsche Aidshilfe, der Deutsche Juristinnenbund, die Fachberatungsstellen für Sexarbeitende und die deutsche STI-Gesellschaft umfangreiche Kritik an dem Gesetzesentwurf geäußert. Es wurde verabschiedet, obwohl es massiv unsere Grundrechte verletzt. Die Registrierung ist ein Datenschutzdesaster und die Bordellkonzessionierungen zerstören im Moment einen Großteil unserer Arbeitsplätze - vor allem die kleinen, von Sexarbeitenden selbst geführten Betriebe haben wegen des Baurechts meist gar keine Chance auf eine Konzession.
Wir wollen, dass endlich Schluss ist mit den ganzen diskriminierenden Sondergesetzen in unserer Branche. Weder das ProstSchG, noch die Sperrgebietsverordnungen, noch die ganzen Sonderparagrafen im Strafrecht helfen uns in irgendeiner Art. Wir wünschen uns eine rechtliche Gleichstellung mit anderen freien Berufen.

4. Hilft der BesD Prostituierten auch beim Ausstieg aus dem Rotlichtmillieu? Wenn ja wie?
Wir konzentrieren uns mehr auf Professionalisierung innerhalb der Sexarbeit. Das trifft die Bedürfnisse der meisten Kolleg*innen am besten. Und wir fordern fundiertere Einstiegsberatung, damit Menschen, die überlegen, ob sie diese Tätigkeit aufnehmen wollen, sich sachlich informieren können - bevor sie eine Entscheidung treffen. Ein Umstieg in andere Branchen würde grundsätzlich erheblich erleichtert werden, wenn der Beruf nicht so hoch stigmatisiert wäre, dass man ihn nicht in den Lebenslauf schreiben kann - schließlich verfügen Sexarbeitende über diverse Qualifikationen, die auch in anderen Berufen von Vorteil sein könnten: Empathie, Körpersprache, die Fähigkeit, Vertrauen aufbauen zu können, Zugewandtheit, hohe Menschenkenntnis etc.



5. Welche Unterstützung wünscht sich der BesD von den Kirchen bzw. erfährt Sie Unterstützung durch die Kirche?
Es gibt einige Fachberatungsstellen mit akzeptierender Haltung gegenüber Sexarbeit von katholischen Trägern. Diese versuchen nicht in erster Linie die Frauen aus der Sexarbeit zu holen, sondern unterstützen die Frauen in der von Ihnen gewünschten Form.
Die Kirchen könnten an der Entstigmatisierung mitwirken. Dazu ist es wichtig - wie in diesem Interview - mit, statt über uns zu reden; auch wenn es nicht immer so einfach ist, uns zu erreichen.

6. In ihrem Buch "Lieb und teuer" setzt sich die Autorin Ilhan Stephanie für eine Abschaffung der Prostituition ein. Denken Sie, dass dieses Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden kann?
Nein; in den meisten Ländern ist Sexarbeit teilweise oder komplett illegal und in keinem dieser Länder ist die Sexarbeit abgeschafft. In diesen Ländern findet Sexarbeit meist unter sehr prekären Bedingungen statt. Wenn Prostitution oder der Kauf von sexuellen Dienstleistungen (Freierbestrafung) verboten ist, müssen dich die Sexarbeiter*innen an zwielichtigen, ungeschützten und verborgenen Orten treffen, was die Gefahr für uns erheblich erhöht. Ganz abzusehen von der stigmatisierenden Wirkung solcher Verbote: Sie stellen eine gesetzlich legitimierte Ausgrenzung von Sexarbeitenden dar.

7. Welche Beweggründe hat eine Frau, die sagt: " Ich verdiene mein Geld, in dem ich meinen Körper verkaufe?" Verkauft die betreffende Frau nicht auch ein großes Stück Ihrer Seele?
Zuerst: Wir verkaufen unsere Körper nicht! So etwas zu sagen macht uns zu Objekten, die wir nicht sind. Wir sind Menschen, die eine sexuelle Dienstleistung anbieten, wir veräußern keine Körperteile und sind auch nicht weniger Mensch, weil wir der Sexarbeit nachgehen.
Die Beweggründe Sexarbeiter*in zu werden können ganz unterschiedlich sein:
- Für manche ist es eine sexuelle Identität.
- Für einige ist es Selbstverwirklichung, oft sind diese Kolleg*innen auch privat sexuell sehr aufgeschlossen und genießen es sich auch bei der Arbeit mit ihrer und der Sexualität ihrer Kunden zu beschäftigen.
- Für viele ist es eine bewusste Wahl zwischen diversen anderen Möglichkeiten. Jeder Berufsweg für den man sich entscheidet hat Vor- und Nachteile. Sexarbeit hat ggü. anderen Jobs diverse Vorteile: Man braucht keine Ausbildung (nicht mal unbedingt umfassende Sprachkenntnisse), man ist selbstständig und kann sich die Zeit selbst einteilen, man hat keine mittel- oder langfristigen Verbindlichkeiten, man kann flexibel und spontan arbeiten (was nicht nur für alleinerziehende Mütter von Vorteil ist), man kann in kurzer Zeit relativ viel Geld verdienen (gemessen an anderen Stundensätzen), man arbeitet mit Menschen zusammen.
- Für viele ist es aus finanzieller Sicht die mit Abstand beste Alternative innerhalb einer sehr begrenzten Auswahl: Einer Frau, die ins Ausland migriert, um dort der Sexarbeit nachzugehen, den Opferstatus zu unterstellen ist nicht nur rassistisch, sondern auch viktimisierend.

 

Ich habe mich für die Sexarbeit entschieden, gerade weil ich diese Tätigkeit als besonders aufrichtig und ehrlich wahrnehme. In einem anderen Beruf müsste ich mich einem Chef unterordnen und Produkte produzieren oder verkaufen, an die ich nicht glaube. Bei der Sexarbeit geht es um echte Bedürfnisse von echten Menschen, denen ich bei der Erfüllung ihrer Wünsche sehr nahe sein kann. Ich kann direkt miterleben, wie ich sie glücklich mache – und das tut meiner Seele sehr gut.

8. Prostituierte gehören, was die Infizierung mit HIV betrifft zu einer Risikogruppe. Erhalten die Frauen, die ihren Lebensunterhalt als Protostuierte verdienen kostenlose HIV Tests bei Ärzten oder
Gesundheitsämtern?

Das ist ein hartnäckiges Klischee; Sexarbeitende haben heute nicht wesentlich höhere Infektionsraten als die Durchschnittsbevölkerung. Im Moment lässt sich stattdessen bei den bürgerlichen Menschen im höheren Alter steigende Infektionsraten beobachten; hier fehlt es offensichtlich an safer-sex-Bewusstsein. Diese Ausbreitung von STIs hat zuletzt unter anderem zu antibiotikaresistenten Bakterienstämmen geführt. Sexarbeitende verhalten sich meist sehr professionell; schließlich können wir nicht arbeiten, wenn wir krank sind.
Nach dem Infektionsschutzgesetz sind die Gesundheitsämter verpflichtet unter anderem Sexarbeitenden kostenlose und anonyme HIV-Tests anzubieten. Dieses Angebot wird dort, wo es wirklich vorhanden ist gerne von uns genutzt. Diese anonymen Tests stehen übrigens allen Menschen offen.

9. Wie wird die Rolle, die die Prostituierte in der Öffentlichkeit spielt seitens unserer Gesellschaft bewertet?
Das ist am einfachsten zu beantworten, indem man seine eigenen Bilder im Kopf zu dem Thema reflektiert. Auch ich, selbst als ich schon in der Branche tätig war, hatte starke Vorurteile gegenüber dem Gewerbe und vor allem einzelnen Bereichen in der Sexarbeit. Und da beißt sich die Katze in den Schwanz: Weil das Bild der Prostituierten so negativ behaftet ist, traut kaum eine sich zu outen oder gar in der Öffentlichkeit aufzutreten. Wir sind quasi unsichtbar. Selbst ich musste feststellen, dass ich in meinem Bekanntenkreis Sexarbeitende habe, die sich nicht vor mir geoutet hatten - erst, als sie über meine politische Arbeit mitbekommen haben, dass ich eine Kollegin bin. Man sieht es uns eben nicht an, wir sind ganz normale Menschen; alle unterschiedlich. Da kein normaler Mensch sich hinstellt und sagt "Ich bin Hure", ist in den Medien und Köpfen eben viel Platz für Klischees und stigmatisierende Bilder: Keine macht das freiwillig. Das sind alles Opfer und Zwangsprostituierte. Wer kein Opfer ist, ist psychisch gestört, wurde wahrscheinlich in der Kindheit missbraucht. Auch unsere Eltern werden in der Gesellschaft stigmatisiert; ich nehme es meiner Mutter nicht übel, dass sie auf die Frage von Bekannten, was ich denn mache, nicht wahrheitsgemäß antwortet.

10. Teilen Sie die Meinung, dass die Anzahl der Vergewaltigungen steigen würde, wenn es keine Prostituierten gäbe?
Dazu gibt es meines Wissens kein valides wissenschaftliches Material. Da ich auch nicht glaube, dass es jemals keine Sexarbeitenden geben wird, hat diese Frage für mich keine Relevanz. Beim Thema Vergewaltigungen möchte ich nur ganz allgemein anmerken, dass oft vergessen wird, dass die meisten Vergewaltigungen im privaten Umfeld stattfinden und auch Männer von sexualisierter Gewalt betroffen sind.

11. Als Kind wollte ich sein wie?
Ich denke, ich komme dem Bild von mir selbst aus meiner Kindheit sehr nahe :-)

12. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, dann würde ich mir folgendes wünschen.
Mehr glückliche Momente für alle.


Vielen herzlichen Dank für die offene Beantwortung meiner Fragen!

 

Vorläufige Abschaltung unserer „Seiten“ auf Facebook

Aufgrund einer Pressemitteilung des Gerichtshofes der Europäischen Union vom 5.6.2018 sind Betreiber einer Facebook-Fanpage gemeinsam mit Facebook für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten der Besucher ihrer Seite verantwortlich.

Dies hat zur Folge, dass wir unsere Seiten auf Facebook mit dem heutigen Tag inaktiv geschaltet haben. (Es geht hier um die Seiten, nicht um die Facebook-Profile, über die sind wir selbstredend weiter erreichbar.)

Hintergrund:
Facebook sammelt Informationen über Nutzer, speichert IPs und setzt Cookies. Die Besucher der Facebookseiten können dem nicht widersprechen und nicht einwilligen. Das scheint derzeit technisch nicht realisierbar zu sein. Dieser Sachverhalt kann zu Haftungsfällen kommen. Solcherlei Schäden können wir nicht tragen.
Aufgrund dieser Unsicherheiten haben wir uns entschlossen, unsere Seiten vorerst vom Netz zu nehmen.
All unsere Veröffentlichungen und Mitteilungen werden daher in Kürze auf Hauptseite der UKK verlegt (www.ukk-online.org). Wie wir das in allen Feinheiten technisch umsetzen ist noch nicht ganz klar, aber wir geben uns Mühe, so schnell wie möglich, in die Umsetzungsphase einzusteigen.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir, so lange es keine klaren Aussagen zu dieser Problematik gibt, keine weiteren Seiten auf Facebook einstellen oder pflegen werden.
 
Mit freundlichen Grüßen
+Karl-Michael Soemer

 

Unabhängig-katholische Kirche

Der Schutz des Lebens hat Vorrang: Paragraf 219a ist vernünftig

Grace Winter  / pixelio.de
Grace Winter / pixelio.de

Nach Lehre der Kirche beginnt das Leben im Moment der Verschmelzung der Samenzelle des Mannes mit der Eizelle der Frau. Gott haucht dem kleinen Menschen im Mutterleib das Leben ein.
Die derzeitige Debatte um Paragraf 219a (bei dem es um ein Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche geht), ist demnach eine Debatte, der der wir als Kirche nicht unberührt gegenüberstehen können.

Wir möchten den Verantwortlichen in Staat und Politik vielmehr dazu auffordern, den bestehenden Paragraphen 219 a des Strafgesetzbuches zu erhalten und Sorge dafür zu tragen, dass der Erhalt des ungeborenen Lebens gesetzlicher Förderung bedarf. Dies bedeutet, dass Alternativen zur Abtreibung zu nennen sind, wenn sich Frauen hilfesuchend an Ärzte oder Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen wenden.

Selbst in den Fällen, bei denen klar ist, dass eine Mutter ein behindertes Kind zur Welt bringen wird, muss zu allererst nach Alternativen gesucht werden, die eine Abtreibung verhindern.

 

Jedes Leben ist lebenswert. Es gibt kein Leben, welches man als wertlos bezeichnen dürfte!

Feierliches Hochamt an Christi Himmelfahrt

Unser Erzbischof und der neugeweihte Subdiakon Tobias Schüßler nach dem Hochamt
Unser Erzbischof und der neugeweihte Subdiakon Tobias Schüßler nach dem Hochamt

 

Am Hochfest der Himmelfahrt Christi feierte die kleine Hövelhofer Gottesdienstgemeinde auch die Subdiakonenweihe unseres Mitbruders Tobias Schüßler. Tobias war vorher bereits Lay-Reader in einer reformierten anglikanischen Kirche und war vor gut eineinhalb Jahren in die Unabhängig-katholische Kirche eingetreten.
Hier entschloss er sich, seine theologische Ausbildung zum Abschluss zu bringen und in den seelsorglichen Dienst der Kirche zu treten.

Mit der Subdiakonenweihe erhielt Tobias Schüßler die erste höhere Weihe, die ihn weiter in das priesterliche Geheimnis des Altares einführt.

Wir gratulieren dem Mitbruder und wünschen ihm für seinen weiteren Weg Gottes reichen Segen!

Die kleine Gottesdienstgemeinde nach dem feierlichen Hochamt
Die kleine Gottesdienstgemeinde nach dem feierlichen Hochamt

Priesterweihe in der Unabhängig-katholischen Kirche

Spiritual L. Anton, Erzb. K. U.Eckert, Priesterin C. Galm-Anton, Erzb. K.-M. Soemer, Diakonin M. Lange (v.l.n.r.)
Spiritual L. Anton, Erzb. K. U.Eckert, Priesterin C. Galm-Anton, Erzb. K.-M. Soemer, Diakonin M. Lange (v.l.n.r.)

 

Am Samstag den 21.April fand bei schönstem Sonnenschein die erste Priesterweihe einer Frau in der Geschichte der Unabängig-katholischen Kirche statt.

Durch den Zusammenschluss mit der KKD (Keltische Kirche Deutschland) im Jahr 2017 gab es im keltischen Zweig der Kirche ja bereits Priesterinnen, Diakoninnen und eine Bischöfin.

Seit heute hat der Zweig der UKK seine erste eigene Priesterin.
Die Neugeweihte gehört zur Seelsorgeregion Südhessen und wird in der Gemeinde mitwirken, in der sie schon als Diakonin wirkte.

In seiner Predigt ging Erzbischof Karl-Michael in deutlichen Worten auf die Entscheidung ein, warum es eben nicht nur Priester, sondern auch Priesterinnen in der der UKK geben kann.

Einen Mitschnitt der Predigt finden Sie hier:


Die folgenden Bilder sind von der Priesterweihe und vom Primiztag

Familie Anton verließ unsere Kirche leider zum 1.10.2018. Wir wünschen ihnen auf ihrem weiteren Weg Gottes Segen und alles Gute!

Ostertriduum in Hövelhof

In diesem Jahr waren die österlichen Tage in der St. Nikolaus Kapelle der Unabhängig-katholischen Kirche in Hövelhof besonders gut besucht.
Die Messe vom letzten Abendmahl feierte unser Erzbischof in den Anliegen aller Seelsorger der Kirche.

 

Die Karfreitagsliturgie feierten +Karl-Michael, +Karl Uwe, Pater Thomas und Diakon C. Kempen gemeinsam. In der Predigt verwies Diakon Carsten Kempen besonders auf die Notwendigkeit des Friedens hin, ohne den Menschliches Zusammenleben nicht möglich ist. Der Friede Christi, der in den Herzen der Menschen verankert sein muss.
In der Kreuzverehrung brachten die anwesenden ihre persönlichen Bitten zum Kreuz und vertrauten sie Christus dem Friedensfürsten an.

 

Die Liturgie der Osternacht beeindruckte die Teilnehmenden durch ihre Zeichenhaftigkeit und Wortgewalt. Der Bund Gottes mit den Menschen und die Erlösung von der Sünde und vom ewigen Tod ließ diesen Gottesdienst wieder zum Höhepunkt der österlichen Tage werden.

In seiner Predigt am Ostersonntag deutete der Erzbischof in besonderer Weise das Bild des Auferstandenen, dessen Bild in nur wenigen Kirchen zu sehen ist. Die Auferstehung sei ja auch ein den Menschen verborgener (nicht sichtbarer) Vorgang gewesen, der aber die Rettung von Seele und Leib mit sich bringt, so der Erzbischof. Die Aufgabe der Christen - und besonders der Seelsorger - sei es, diesen Christus zu verkünden und sich selbst zurückzunehmen.

Jubiläumsfeierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum der Unabhängig-katholischen Kirche


In diesem Jahr feiert die Unabhängig-katholische Kirche ihr 25-jähriges Jubiläum.

Die UKK wurde 1993 durch Erzbischof Laurentius Klein, Bischof Rudolf Pack und Bischof Martinus Pazem gegründet.
Derzeit hat die UKK verschiedene (Haus-)Gemeinden in Deutschland und in der Schweiz. Im letzten Jahr vereinigte sich die UKK mit der Keltischen Kirche Deutschland, die in diesem Jahr auf ihr 10-jähriges Bestehen zurückblicken kann.

Diese(s) Jubiläum möchten wir mit einem feierlichen Gottesdienst am 8. September 2018 in der Kapelle des "Gastlichen Dorfes" in Delbrück feiern.

 


Der Gottesdienst wird um 11.00 Uhr beginnen. Zelebranten sind +Karl-Michael Soemer (UKK), +Karl Uwe Eckert (KKD) und +Martinus Pazem (UKK).


Anwesende Priester/innen und Diakone/innen befreundeter Kirchen sind eingeladen, in Chorkleidung oder Albe und Stola am Gottesdienst teilzunehmen. 

Internetradio und Geistliche Impulse

Seit dem Laetare-Sonntag 2018 wird im Internetradio http://laut.fm/nightshift jeden Sonntag ab 11.00 Uhr das Xtra Spirituell ausgestrahlt.


Inhalte der Sendungen sind: Songs um Gott, Kirche und Spiritualität. Mit Gebeten, Glaubensinhalten und aktuellen Predigten, sowie Informationen. Mit ökumenischen Beiträgen u.a. aus den Kirchen der UKK, KKD, FKB ...

 

Zusätzlich zu diesem Angebot werden in Zukunft immer wieder Predigten und Ansprachen, geistliche Impulse auf der Homepage der UKK veröffentlicht. Sie finden diese im Bereich: "Geistliche Impulse". 

Programmwünsche und Hinweise nehmen wir gern entgegen. Musik- und Themenwünsche richten Sie bitte an unseren Nightshift-Moderator +Karl-Uwe Eckert.

Priester und Diakone der Kirchen, die der FKB angehören, sind auch herzlich eingeladen, geistliche Worte zu verfassen oder einzusprechen, die dann im Radio und auf dieser Internetseite veröffentlicht werden. Wenden Sie sich dazu bitte an +Karl-Michael Soemer.

 

Ökumenischer Gottesdienst zum 50. Jahrestag des ständigen Diakonates

Im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes feierten Daniel Becker, Priester der Liberal-katholischen Kirche und Diakon Carsten Kempen von der Unabhängig-katholischen Kirche das 50 jährige Bestehen des ständigen Diakonats. Die Messe, die in der Kölner Eventkapelle stattfand, wurde von der Sängerin Julia Meissner und einem Pianisten musikalisch begleitet. Es war eine gut gelungene Feier, an die die Beteiligten sicher noch lange zurückdenken werden. 
Einige Eindrücke können Sie auf den Fotos gewinnen.

50 Jahre ständiger Diakonat

 

Im heutigen Sonntagshochamt haben wir das Jubiläum der Einführung des ständigen Diakonates in der Westkirche gefeiert.

 

Während die Ostkirche den ständigen Diakonat nie aufgegeben hatte, war dieser ständige Dienst in der Westkirche verloren gegangen. Die Westkirche (römisch katholisch, wie auch altkatholisch) kennen den Dienst des ständigen Diakons erst wieder seit dem II Vatikanischen Konzil.

Aus diesem Anlass feierten wir das Jubiläum in einem feierlichen Gottesdienst.

 

 

Die Predigt hielt unser ständiger Diakon Carsten Kempen aus Köln. 

Er betonte, wie wichtig die caritative Aufgabe in der Kirche sei und ermutigte alle, Bischöfe, Priester, Diakone, aber besonders auch die Gläubigen, den diakonalen Dienst wieder neu zu entdecken und auszuüben.

Der Liebesdienst der Diakone zeigt sich nicht in der Liturgie, sondern in der Nächstenliebe zu den Heimatlosen und Entrechteten. So ist der Diakon ein Rufer, ein Herold, der immer wieder an diesen wichtigen Dienst in der Kirche erinnert.

 

Niedere Weihen von Michael Hoppmann (Bremerhaven)

"In jedem von uns steckt das Zeug zu einem Propheten..."
Mit dieser Kernbotschaft  wurden Michael Peter Hoppmann am 10. Februar 2018 die niederen Weihen in der Unabhängig-katholischen Kirche erteilt.

 

"Die Menschlichkeit der biblischen Personen will uns alle ermutigen, in den Dienst Gottes zu treten." Mit dieser Einladung zum aktiven Mitwirken am Glauben ermutigte unser Erzbischof die Anwesenden und die Zuschauer per Liveübetragung dazu, selbst für den Glauben in der Welt einzutreten. Ein Beispiel dafür seien die, die ihr Leben in die besondere Nachfolge stellen, so der Erzbischof.

Michael Hoppmann ist derzeit kommissarischer Leiter der neuen Seelsorgeregion "Untere Weser" mit Sitz in Bremerhaven.

Seine ersten Schritte in der Unabhängig-katholischen Kirche sind somit getan. Durch intensives Studium bereitet er sich weiterhin auf den diakonalen und priesterlichen Dienst vor.

Gottes Segen dem Kandidaten und einen guten (Neu-)Start in der Seelsorge.

 

Einige Fotos der Weiheliturge

Bilder: (C) 2018 Unabhängig-katholische Kirche (J. Hoppmann)

25 Jahre Unabhängig-katholische Kirche

 

In diesem Jahr feiert die Unabhängig-katholische Kirche ihr 25-jähriges Jubiläum.

Aus diesem Anlass feiern wir am 8. September, dem Fest Mariä Geburt, ein feierliches Hochamt.

Im Anschluss daran ist ein gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant geplant.
Hochamt und das gemeinsame Beisammensein findet im Kreis Paderborn statt. Nähere Informationen im Anmeldeformular.

Wir laden herzlich dazu ein. 

Mit dem 25-jährigen Jubiläum der UKK feiert die KKD auch ihr 10-jähriges Bestehen und der Orden vom Steierberg sein 15-jähriges Jubeljahr.

 


Impuls zur Weihnachtszeit

Friedenslicht in der Nikolauskapelle angekommen

 

 

Auch in diesem Jahr ist das Friedenslicht aus Bethlehem wieder in der Nikolauskapelle der Unabhängig-katholischen Kirche in Hövelhof angekommen.

Das Friedenslicht wird in jedem Jahr durch ein Kind in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und findet Verbreitung in vielen Pfarreien, Klöstern und Kirchen.

Das Friedenslicht brennt als sichtbares Zeichen für Christus den König und Friedensfürsten, der in die Armut der Menschen gekommen ist, um ihnen Rettung und Erlösung zu schenken.

 

 

 

Das Friedenslicht erleuchtet zu Beginn der Christnacht die Kapelle. In dieser "Dunkelheit" wird im Martyrologium die Geburt des Herrn verkündet, der das wahre Licht der Welt ist.

 

In diesem Jahr brennt das Friedenslicht in der Kapelle bei der Ikone des Erlösers und der Hl. Gottesmutter.

 

Allen Besuchern und Freunden der Kirche ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und die besten Segenswünsche für das neue Jahr!

Fusion der UKK mit der KKD

Am 21.Oktober 2017 unterzeichneten die Erzbischöfe Karl-Michael Soemer (UKK) und Karl-Uwe Eckert (KKD) einen gemeinsamen Vertrag, mit dem die beiden Kirchen fortan eine einzige Kirche bilden.
Die Keltische Kirche Deutschland (KKD) wird als eigenständiges Personalordinariat in der Unabhängig-katholische Kirche (UKK) aufgehen.

 

Bereits in der Vergangenheit arbeiteten beide Kirchen eng zusammen. Gemeinsame Gottesdienste, Dekrete und eine enge ökumenische Zusammenarbeit gingen der Zusammenführung voraus.

Die gemeinsame Priesterausbildung ermöglicht den neuen Kandidaten ein Hineinwachsen in beide Traditionen und erschließt ihnen und damit auch allen Kirchen- und Gemeindemitgliedern den Schatz beider Kirchen.

Beide Kirchen behalten auch in Zukunft ihre liturgischen Traditionen bei, um ihre jeweiligen Wurzeln zu ehren.

 

Mit der Fusion tritt auch das gemeinsame Kirchenrecht, der CICEC [Codex Iuris Canonici Ecclesiae Communiae] in Kraft.

 


Download
CICEC - Das gemeinsame Kirchenrecht
CICEC 2017-10-26.pdf
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Download
Fusionsvertrag zwischen der UKK und der KKD
vertrag ukkkkd.pdf
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Neues Kreuz in der Nikolaus-Kapelle gesegnet

 Am 24.9.2017 wurde das "neue" Kreuz in der St. Nikolaus - Kapelle in Hövelhof im Rahmen des sonntäglichen Hochamtes feierlich gesegnet.

 

Das Kreuz ist ein Geschenk unseres Kirchenrates aus Köln und entstammt der Ausführung nach vermutlich aus einer Kirche oder einer Sakristei.

Das neue Kreuz ist vermutlich über 100 Jahre alt und besitzt einen wunderbaren Corpus.

 

Herrn Jakoby ein herzliches Dankeschön für das wunderbare Geschenk und ein ewiges Vergelt´s Gott.

 

 

 

Marienkapelle in Herzogenrath eingeweiht

Mit einem festlichen Weihegottesdienst weihten die Bischöfe +Karl-Michael Soemer,  +Uwe Eckert und +Martinus Pazem die neu eingerichtete Marienkapelle in Herzogenrath.

Die Kapelle befindet sich in einem Privathaus eines unserer Gemeindemitglieder und gehört seelsorglich zur Seelsorgeegion der Hl. Drei Könige, Köln.
Der großzügigen Spenderin sei ein herzliches Dankeschön und ein ewiges "Vergetl´s Gott"!


"Rector Ecclesiae" der Marienkapelle ist Diakon Carsten Kempen, der gern Anfragen beantwortet und in der Kapelle Wortgottesdienste und Eucharistische Gottesdienste (mit Spendung der Hl. Kommunion) anbietet.


Der feierliche Weihegottesdienst wurde musikalisch auf der Orgel begleitet und durch Gesang einer Sängerin bereichert.

 

Im Sinne der gelebten Ökumene nahm auch Rev. Daniel Becker (LKK) am Gottesdienst teil. Er sang die Allerheiligenlitanei und zelebrierte die Hl. Messe am Altar mit.

 

In seiner Predigt betonte Erzbischof Karl Michael, dass wir ganz deutlich den Hunger nach Glauben und Spiritualität spüren und froh sind, den Gläubigen kleine Gottesdienstorte anbieten zu können, in denen Gott uns ermöglicht, immer mehr in das "Kirche-Gottes-Sein" einzutauchen. Er betonte: "Öffnen wir unsere Tür und lassen wir ihn herein, damit er auch von uns Besitz ergreift. Von unserem inneren, unserer Seele und unserem Herzen. Wir dürfen dann lebendige Steine sein, die ein geistiges Haus bauen, seine Kirche."

 

 

SMS-Impuls

Ab dem 3.9.2017 startet ein neuer Dienst unserer Kirche. Unser Erzbischof hat dazu auf seiner Facebookseite folgendes Veröffentlicht:

 

"Liebe Besucher,

ich möchte Sie herzlich einladen, am wöchentlichen WhatsApp-Impuls teilzunehmen.

Ich werde jeweils einmal in der Woche einen kurzen geistlichen Impuls veröffentlichen, den ich dann per WhatsApp versenden werde. Hier kann es sich um ein Zitat handeln, ein Bild oder ein kurzes Video.

Der erste Impuls wird Euch im Laufe der kommenden Woche zugestellt werden.

Wenn Ihr gern diese Impulse empfangen möchtet, dann 

sendet mir hier über diesen Facebook-Account eine kurze persönliche Nachricht mit Eurer Handynummer, damit ich Euch in die Liste eintragen kann. Über den WhatsApp-Account kann ich keine Chatnachrichten empfangen, er dient lediglich dem Versenden der Nachrichten.

Solltet Ihr kein Interesse mehr haben, dann reicht auch eine kurze Nachricht, um wieder ausgetragen zu werden."

 

( Die Facebookseite des Erzbischofs ist offen erreichbar unter: https://www.facebook.com/BischofKMichael/ )

 

Hochamt am Hochfest des Hl. Liborius

Auch in der Unabhängig-katholischen Kirche werden die Feiertage der einzelnen Bistumspatrone und Regionalpatrone gefeiert. Damit drückt unsere Kirche die Hochachtung gegenüber den Patronen der einzelnen Bisumsheiligen der römischen Kirche aus. 


In Hövelhof wurde daher an diesem Sonntag in einer feierlichen Messe des Hl. Liborius gedacht. 

 

Die Predigt hielt Pastor Sascha Sick, der die missionarischen Tätigkeiten des Heiligen in Beziehung zur heutigen allgemein kirchlichen Situation stellte.
Pastor Sick betonte, dass "Mission" und Glaube durch das gelebte Evangelium erfahrbar wird und distanzierte sich von Oberflächlichkeiten, die keine wahre Gottesbeziehung zulassen, da das Herz dann nicht mehr frei sei für die Botschaft des Evangeliums.


Zum Schluss der Hl. Messe erteilte der Erzbischof den Schlusssegen mit der Reliquie des Hl. Liborius, die im Anschluss daran noch zum Einzelsegen gereicht wurde.

 

Gemeinsame Erklärung zur "Ehe für alle"

 

 

Gemeinsame Erklärung der

Unabhängig-katholischen Kirche (UKK)

und der Keltischen Kirche Deutschland (KKD)

zur "Ehe für alle"

 

Eine Ehe im kirchenrechtlichen Sinn ist ihrer Natur nach auf das gegenseitige Wohl sowie auf die Zeugung und Erziehung von Kindern hingeordnet.

Die Ehe von Getauften Christen ist ein Sakrament. Durch das „Ja-Wort“ zur Ehe dürfen die Partner keinen Kernbereich der Ehe ausschließen. Weder die eheliche Treue, noch die Unauflöslichkeit*, noch die Hinordnung auf das beiderseitige Wohl und auf Nachkommenschaft. Diese Voraussetzungen machen die sakramentale Eheschließung zwischen Mann und Frau möglich.

 

Die „Ehe für alle“, die staatliche Gleichsetzung der Verbindung zwischen zwei gleichgeschlechtlichen Partnern mit der Verbindung zwischen Mann und Frau ist längst überfällig! Das schließt allerdings nicht aus, dass der Staat und auch die Kirche die Verpflichtung hat, Verbindungen von Menschen mit Nachkommen (Eltern mit Kindern) besonders zu fördern, seien es heterosexuelle oder homosexuelle Eltern mit ihren Kindern! Um genau diese Gleichstellung geht es. Um gleiche Rechte und gleiche Pflichten.

 

Kirchlich gesehen können wir bei der Eheschließung von Mann und Frau assistieren, wenn sie sich gegenseitig das Sakrament spenden. Den homosexuellen Partnerschaften „Ehen“ werden wir selbstverständlich auch assistieren und den kirchlichen Segen spenden. Ob die Verbindung zwischen ihnen sakramentalen Charakter hat, das entscheidet keine Kirche, kein Bischof und kein Papst, das entscheidet Gott selbst.

 

 30.6.2017

++Karl-Michael Soemer (Erzbischof der Unabhängig-katholischen Kirche)

++Uwe Eckert (Erzbischof der Keltischen Kirche Deutschland)

 

*Die Unauflöslichkeit der Ehe ist bis zum Tod besiegelt. Wir verstehen als Unabhängig-katholische Kirche allerdings hier auch den Tod der Liebe als Tod, wenn die Liebe gestorben ist und nicht mehr gelebt wird, ist mit diesem Tod auch das Sakrament der Ehe aufgehoben – eine Wiederheirat ist demnach nach unserem Verständnis möglich.

 

Bild: S. Hofschlaeger  / pixelio.de

 

 

 

Das Bild darf "geklaut" und geteilt werden :-)

Weihe zweier Antimensien

In der Hl. Messe vom heutigem Sonntag salbte unser Erzbischof durch feierliches Gebet und mit dem heiligen Chrisam zwei Antimensien, die für die Feier der Hl. Messe bestimmt sind.

Man benutzt das Antimensium immer dann, wenn kein "ordentlich geweihter Altar" vorhanden ist.

Antimensium = "an des Tisches statt". Das Antimensium (oder Antimension) besteht meist aus Seide. Im Rand des Antimensiums sind Reliquien von Heiligen eingenäht. So ersetzt es den konsekrierten Altartisch bei der Feier der Hl. Messe.

Das Antimensium wird in unserer Kirche in einer eigenen kleinen Tasche (der Bursa) aufgehoben und auf dem Altar aufbewahrt.


Diakonenweihe am 13.5.2017

In der Nachfolge

Am 13.Mai 2017 weihte unser Erzbischof in der wunderbaren Marienkapelle in der Nähe der niederländischen Grenze Carsten Kempen zum ständigen Diakon in der Unabhängig-katholischen Kirche.


Carsten Kempen hat sein Diakonat mit der Sorge um arme, schwache und kranke Menschen gestellt.

So betonte der Erzbischof in seiner Predigt, dass der neue Diakon damit genau das diakonale Amt der Urgemeinde übernimmt, welches die Apostel ihren Helfern durch Handauflegung und Gebet übertragen haben.

 

Die liturgische Aufgabe der Verkündigung des Evangeliums, der frohen Botschaft wird Carsten Kempen in seinem Diakonat ein Gesicht geben, davon war die versammelte Gemeinde in der vollbesetzten Kapelle überzeugt.

 

Kempen hatte sich zuvor in zwei Fernstudiengängen auf seinen Dienst als Diakon vorbereitet und wird nun die Gesamtleitung der Gemeinde im Bereich Köln / Rheinland vollständig übernehmen. Er wird Wortgottesdienste leiten, Taufen, dem Sakrament der Ehe und gleichgeschlechtlichen Verpartnerungen assistieren. Die Krankenkommunion reichen und das Sakrament der Krankensalbung spenden. Zudem wird er Beerdigungen leiten und Angehörige begleiten.


Die musikalische Gestaltung wurde von Frau von Grafenstein aus Köln übernommen, die sehr überzeugend und mit klanglicher brillianz nicht nur den Gemeindegesang begleitete, sondern den Gottesdienst mit dem Ave Maria von Franz Schubert abrundete.

 

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Weihe der Hl. Öle in der Abendmahlsmesse

 

In diesem Jahr feierte unser Erzbischof gemeinsam mit dem Erzbischof der KKD (Keltische Kirche Deutschland) und dem Generalvikar der KKD die Hl. Messe vom letzten Abendmahl.

 

Die Bischöfe weihten gemeinsam mit dem Generalvikar die Heiligen Öle, die im kommenden Jahr für die Sakramentenspendung benötigt werden.

 

 

 

Die Gemeinden und Seelsorgeregionen der UKK und der KKD erhalten jeweils etwas von diesem Heiligen Öl, um auch in der Salbung bei der Taufe und der Krankensalbung deutlich zu machen, dass die Sakramente immer auch Zeichenhandlungen der gesamten Kirche in Einheit mit dem Bischof sind.

 

Die Predigt in der Hl. Messe hielt Generalvikar Anton Ludwig.

 

Die Heilige Messe war Ausdruck der gemeinsamen Nachfolge Christi und bildete einen Höhepunkt in der gemeinsamen Arbeit in der Freikirchlichen katholischen Bewegung.

 

Die Hl. Öle finden bei der Spendung folgender Sakramente Anwendung:

 

Katechumenenöl: Bei der Hl. Taufe und bei der Aufnahme von Katechumenen in die Kirche

 

Chrisam: Bei der Taufe, der Priester- und Bischofsweihe, bei der Weihe von Altären und von Kelch und Patene.

 

Krankenöl: Bei der Diakonenweihe (Eigenheit der UKK und weiterer Kirchen) und bei der Krankensalbung.

 

 

 

Die Priester und Diakone der Gemeinden und Seelsorgeregionen sind eingeladen, bei ihrem nächsten Besuch in Hövelhof oder Hamm, die heiligen Öle für die Ausspendung der Sakramente in den Gemeinden mitzunehmen.

 

Eigene Gefäße wären von Vorteil. Die UKK hält aber auch kleine gekennzeichnete Glasflaschen zum Transport bereit.

Eine Monstranz für St.Nikolaus

Monstranz der St. Nikolaus-Kapelle
Monstranz der St. Nikolaus-Kapelle

 

Durch eine großzügige Spende konnte für die St.Nikolaus Kapelle in Hövelhof eine Monstranz angeschafft werden.
Dem Spender ein herzliches Dankeschön und ein Vergelt´s Gott!

 

Die neue Monstranz ist ein einfaches Modell in Form einer Sonne, die bei der Romfahrt im März angeschafft werden konnte.

 

"Die Verwendung der ersten Monstranzen führt man auf das Fronleichnamsfest zurück, das beim Konzil von Vienne im Jahr 1311 eingeführt wurde. Sie bestanden aus einer einfachen Büchse aus Glas mit einem Kreuz darauf. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden größere, turmartige Monstranzen im gotischen Stil. Erst die Monstranzen aus dem 16. Jahrhundert zeigen die noch im 19. Jahrhundert gebräuchliche Form einer Sonne. ...Die katholische Kirche benutzt die Monstranz bei Sakramentsprozessionen, vor allem an Fronleichnam, bei der eucharistischen Anbetung und zur Segensandacht. Bei der Prozession und beim eucharistischen Segen hält der Priester oder der Diakon die Monstranz nicht mit bloßen Händen, sondern verhüllt seine Hände mit einem Schultertuch, dem Velum. Die Verhüllung der Hände ist ein antiker Ehrfurchtsgestus und dient außerdem zum Schutz der kostbaren Metallgeräte. Die Monstranz wird dann erhöht ausgesetzt, sodass sie von allen Anwesenden gesehen werden kann. Vor der Spendung des eucharistischen Segens wird das Tantum ergo gesungen."

(Quelle: Wikipedia)

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Pilgerfahrt nach Rom - Ein kleiner Einblick

12. März bis 17. März 2017

Unterschiedlicher konnte es nicht sein...


Aus verschiedenen Teilen Deutschlands kamen Freunde und Mitglieder der UKK zusammen, um gemeinsam eine Pilgerfahrt nach Rom zu unternehmen, die auch Zugänge zu den kulturellen Schätzen der Stadt geben sollte.

Programm

Das Programm der Reise war gut vorbereitet. Geplant war für Vormittags jeweils der Besuch einer der großen Basiliken und jeweils ein geistlicher Impuls. Nachmittags und Abends gab es ein eher weltliches fakultatives Programm.
Wie es bei Reisen ins Ausland manchmal ist, standen aber auch ein paar unvorhergesehene Ereignisse und Änderungen an, so dass die Gruppe vom geplanten Programm Abstand nehmen musste und dann etwas freier und spontaner die Ewige Stadt erkundete.
Auf diese Art und Weise war Rom dann für alle Reisenden ein offenes Buch, welches es zu erkunden galt.

Neue "Ziele" und aktuelle Informationen waren dank moderner Technik kein "Hexenwerk"
Neue "Ziele" und aktuelle Informationen waren dank moderner Technik kein "Hexenwerk"

Hl. Messe am Petrusgrab

 

Den geistlichen Höhepunkt der Fahrt bildete die Hl. Messe am Grab des Apostelfürsten Petrus, die die Gruppe dort gemeinsam feiern konnte.

Dieser Ort war für die UKK etwas ganz Besonderes. Über die Erlaubnis, die Hl. Messe dort feiern zu dürfen haben sich alle sehr gefreut.

In seiner Predigt wies unser Bischof auf den Widerspruch hin, der in den römischen Huuptkirchen sehr deutlich wird, wenn man beobachtet, dass die allermeisten Besucher diese nur als Museum betrachten und keine spirituelle Tiefe finden:

 

"Leider machen die Kirchen hier in Rom mehr den Anschein, als seien sie nur noch Museen. Es ist kaum möglich, sich in Ruhe irgendwo hinzusetzen und diesen „heiligen Geruch“ , die Geschichte und die Heiligkeit des Ortes zu atmen, zu spüren und aufzunehmen. 

 

Wenn man überlegt, dass das genau ganz im Widerspruch zu dem steht, was die Gründer und Baumeister dieser Kirchen ausdrücken wollten. Sie wollten nicht alle nur ihre Macht und der Größe zur Schau stellen, auch wenn das sicherlich bei vielen Machtbesessenen Kirchenfürsten im Vordergrund stand, sie wollten vielmehr ein Stück Himmel auf die Erde holen, ein Abbild des Himmels zeigen, um den Gläubigen Menschen einen Vorgeschmack auf die himmlische Herrlichkeit zu geben.

Bei allen Vorbehalten, bei allem, was uns auch böse aufstoßen mag, wenn wir den Prunk und den Barock anschauen - wenn wir versuchen, diesen „heiligen Geruch“, das Besondere an diesen Orten, das Besondere an dieser Stunde in uns aufzunehmen, wenn wir uns die Zeit nehmen, die Bilder und Zeichen,  darin die Gegenwart der 2000 Jahre Geschichte - wirken zu lassen, dann können wir ganz bewusst dahinter die Botschaft dessen sehen, der diesen Petrus und die anderen Apostel, Jüngerinnen und Jünger in seinen Dienst gerufen hat, dann sind wir noch viel näher an dem, was diese Stadt eigentlich ausmacht und an dem, was wir heute hier sehen können.

 

Wir erfahren nämlich dann erst die Botschaft Jesu die Botschaft von Liebe und Frieden."

 

 

 


Auch die kulinarischen Entdeckungen und Erlebnisse waren jeweils kleine Höhepunkte. So wurde trotz Fastenzeit in vertretbarem Maße Rom auch als Stadt des "dolce Vita" erlebt. Touristische Ziele und prachtvolle und beeindruckende Orte des Glaubens wechselten sich ab, so dass niemand der Pilger zu kurz kommen musste. Die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt waren immer wieder von Neuem ein Erlebnis. Bus, Tram und U-Bahn, die in dieser Stadt nahezu regelmäßig fahren (sollten) sind interessante aber auch recht überfüllte Verkehrsmittel, die manchmal die Fahrgäste auch richtig durchschütteln können.
Unsere Fahrt wurde durch viele spontane Entscheidungen und Wege sicherlich für alleTeilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Einen ausführlichen Bericht findet man in unserer Kirchenzeitung "Gallicantus", den man auf unserer Seite auch herunterladen kann.

Impressionen

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Zum Dienst am Wort bestellt.

Am 26.2.2017, dem 8. Sonntag im Jahreskreis wurde unser neuer pastoraler Mitarbeiter Herr Tobias Schüßler  offiziell in den Dienst als Prediger und pastoraler Mitarbeiter für die St. Bonifatiusgemeinde in Schwarzenborn installiert.

Als Zeichen seines Verkündigungsdienstes trägt er, eine Predigerstola, die er bereits als Prediger in der anglikanischen Kirche trug. Die ist Zeichen seines kirchlichen Dienstes und wurde ihm aufgrund seiner Verdienste am Wort Gottes gestattet. Die Predigerstola ist zu unterscheiden von einer Priesterstola. Sie ist liturgisches Parament, welches den Verkündiungsdienst repräsentieren soll. Das marianische Motiv weißt auf die Mutter der Kirche, die seelige und allzeit jungfräuliche Mutter Gottes hin, die dem Prediger am Herzen liegt. 

Diese Predigerstola wird er fortan bei allen Gottesdiensten in seiner Heimatgemeinde als Zeichen seines liturgischen Dienstes tragen, unabhängig der liturgischen Farbe.

Nur geweihte Kleriker (Subdiakone, Diakone und Priester) tragen die eigentlichen liturgischen Paramente in den entsprechend liturgischen Farben.

Wir wünschen Ihm und der Gemeinde in Schwarzenborn Gottes reichen Segen und alles Gute für den weiteren Weg in der Kirche und seinen Dienst in der Auslegung des Wortes Gottes.

Die erste Predigt in der Messe seiner Beauftragung.

Diakonatsweihe am 13.Mai 2017

 

 

 

Hiermit geben wir freudig bekannt, dass unser pastoraler Mitarbeiter Carsten Kempen aus Köln am 13.5.2017 um 12.00 Uhr durch unseren Erzbischof die Hl. Diakonenweihe in der Unabhängig-katholischen Kirche empfangen wird.

 

Dritter Todestag von Erzbischof Laurentius Klein (UKK)

Erzbischof Laurentius Klein +20.01.2014
Erzbischof Laurentius Klein +20.01.2014

 

Am 20.Januar jährt sich der Todestag unseres verstorbenen Erzbischofs Laurentius Klein zum dritten mal.

 

Alle Mitbrüder und alle Gläubigen unserer Kirche sind aufgerufen, an diesem Tag besonders für ihn zu beten.

 

Wir danken dir, Herr Gott, für Laurentius, der uns so nahe war und der so jung entrissen ist aus unserer Welt. Wir danken dir für alle Freundschaft, die von ihm ausgegangen, für allen Frieden, den er gebracht hat; wir danken dir, dass er durch sein Leiden Gehorsam gelernt hat, und dass er bei aller Unvollkommenheit ein liebenswerter Mensch geworden ist.

Wir bitten dich, Herr, dass wir alle, die mit ihm verbunden sind, jetzt auch, gerade wegen seines Todes, tiefer miteinander verbunden seien. Und auf Erden mögen wir gemeinsam in Frieden und Freundschaft deine Verheißung erkennen; Auch im Tod bist du treu.

"Sekretär der Leitung"

 

Beim Januar-Konveniat am 7.1.2017 wurde das Thema Arbeitsaufkommen in Bezug auf die Kirchenleitung thematisiert und beraten.

Nach vielen Überlegungen und der Suche nach Lösungsmöglichkeiten wurde gemeinsam ein Weg gefunden, diese Aufgaben und das damit verbundene Arbeitsaufkomen zu strukturieren und damit zu optimieren.

Die Kirchenleitung richtet aus deisem Grund mit sofortiger Wirkung den Dienst des "Sekretärs der Leitung" ein.

Diese  Aufgabe übernimmt dankenswerter Weise ab sofort Pater Thomas Andrew, der bereits vielfältige Vorerfahrungen aus diesem Bereich mitbringt.


Der Erzbischof und der anwesende Klerus freut sich über die Bereitschaft,  dass Pater Thomas Andrew diese Aufgabe übernimmt. Die Kirchenleitung ist davon überzeugt, dass er als loyaler Mitarbeiter einen guten Dienst in unserer Kirche versehen wird.

In Sachen Gemeindeverwaltung ist Pater Thomas erster Ansprechpartner für die Seelsorgeregionen und er steht den Mitbrüdern und Gemeinden gern unterstützend zur Seite.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit!

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Auflösung der Seelsorgeregion Dresden / Sachsen


Friedenslicht brennt in der Hövelhofer Kapelle

Wieder einmal wurde uns in der Woche vor Weihnachten gezeigt, wie zerbrechlich der Frieden ist.

Der fruchtbare Anschlag in Berlin hat uns noch einmal ganz nahe gebracht, was seit einigen Jahren auch in unserer westlichen Welt immer präsenter wird. Angst, Verbrechen, Krieg und Not.
DIe Welle des Terrors und der Gewalt ist über uns hereingebrochen. - So drastisch, wie diese Worte klingen, aber sie sind leider wahr.

 

Das kleine Licht von Bethlehem, dass jedes Jahr in der Geburtsgrotte, dem eigentlichen Ort der Weihnacht, entzündet und dann in die ganze Welt hinausgetragen wird, kann ein Zeichen sein für den Frieden, den die Welt so sehr braucht. Dieses Licht brennt seit heute auch wieder in der St.Nikolaus-Kapelle der Unabhängig-katholischen Kirche. Das Licht wird uns durch die gesamte Weihnachtszeit begleiten und Symbol für Hoffnung und Liebe sein.

 

Wir sind verwundbar, fühlen uns schutzlos. Das spüren wir anhand der Vorkommnisse. - Der, der von gut 2000 Jahren zu uns gekommen ist, um die Menschheit zu erlösen, hat sich auch verwundbar gemacht. Er wurde Mensch, schutzlos und ausgeliefert, so wie wir. So kann uns gerade dieses Christus-Kind Hoffnung geben, dass wir in Gottes Hand sind, auch wenn wir uns in der Welt schutzlos und hilflos fühlen. - Wenn wir uns ihm anvertrauen, dann mach er unser Leben hell, wie das kleine Licht von Bethlehem.

 

Wenn wir uns anstrcken lassen von dieser Hoffnung und Liebe, dann ist ein erster Schritt in Richtung Frieden getan. Wir müssen ihn nur gehen und nicht stehen bleiben vor Angst und Sorgen.

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P. Thomas Andrew in die Kirche aufgenommen

Am 17.12.2016 wurde P. Thomas Andrew offiziell als Priester in die UKK aufgenommen.

In seiner Predigt verwies er anhand des Evangeliums eindrucksvoll auf die Rolle des Hl. Josef.

Den Hl. Josef stellte er als Vater vor und verdeutlichte eben diese Vaterrolle, die eine durchaus diakonale und auch priesterliche Rolle sei.

In dieser Gewissheit dürfen sich nicht nur Priester und geweihte Personen immer wieder der Fürsprache des Hl. Josef empfehlen.

P. Thomas Andrew ist bereits seit eineigen Jahren als Seelsorger tätig gewesen und ist nun als Gemeindepriester für die Seelsorgeregion Nordhessen zuständig.

Die UKK heißt P. Thomas Andrew herzlich willkommen.

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Ikonen für die St. Nikolaus-Kapelle

Rechtzeitig zur Adventszeit konnten in der Kapelle zwei neue Ikonen installiert werden.
Die eine Ikone zeigt Maria mit dem Jesuskind, die andere zeigt Jesus, den Weltenherrscher.
Die Ikonen haben ihren Platz links und rechts neben dem Altarbild gefunden.

Zum Thema Ikonen:
Die Ikone ist das irdische Abbild des himmlischen Urbildes. So wie das verkündete Wort des Evangeliums akustisch das Heil verkündet, so verkündet die Ikone das Heil optisch.
Ikonen sind für viele Christen Zugang von dieser Welt hinüber zum Jenseits, zur himmlischen Welt. Sie sind Fenster zum Himmel.

Freikirchliche katholische Bewegung gegründet

Bilder: Daniela Eckert
Bilder: Daniela Eckert

Hamm/Hövelhof


Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde am Sonntag, 30. Oktober 2016 die "Freikirchliche katholische Bewegung" gegründet.

 

Die Freikirchliche katholische Bewegung hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit anderen, in Satzung, Wirken und Grundlagen ähnlichen Kirchen einen ökumenischen Verband auf Willensbasis bzw. gemeinsamer Bekundung der Zugehörigkeit zu bilden.

 

Die Mitgliedskirchen stehen in der apostolischen Sukzession, sie sehen sich als durch den Heiligen Geist berufen und bilden ein urkirchliches Modell einer christlichen, idealen freien kirchlichen katholischen Gemeinde. Zu den Mitgliedskirchen gehören kleine (Vereins-)Kirchen in Deutschland, einen gemeinsamen Leib Jesus Christus bildend. Als Gleiche unter Gleichen sich verstehend, laden sie in Liebe und Freundschaft andere Kirchen zur Mitarbeit ein, eine Gemeinschaft, wie es einst die Apostel verband - Die Mitgliedskirchen leben die Botschaft Christi und erfüllen den Glauben mit Leben.

 

Die Gottesdienste der Freikirchlichen katholischen Bewegung orientieren sich an den Liturgien der katholischen Kirchen, auch ältere und ökumenische Formen sind zugelassen. Die freikirchliche katholische Bewegung sieht sich als Bindeglied und Alternative zwischen den katholischen und reformatorischen Kirchen.

Im feierlichen Hochamt empfingen Ludwig Anton und Christiane Galm-Anton die heiligen Weihen. Somit hat die keltische Kirche Deutschland und darüber hinaus auch die Freikirchliche katholische Bewegung zwei neue Mitarbeiter für die Arbeit im Weinberg des Herrn gewonnen.

Ludwig Anton wird künftig als Priester der Gemeinde in Hanau vorstehen, seine Ehefrau Christiane Galm-Anton steht ihm als Diakonin dabei tatkräftig zur Seite.

Die Vereinbarungen der Freikirchlichen katholischen Bewegung finden Sie HIER.

 

Ad resurgendum cum Christo - Schreiben der römischen Kirche trifft nicht auf die Praxis der Unabhängig-katholischen Kirche zu

Am 25. Oktober 2016 hat dir römische Kongregation für die Glaubenslehre die Instruktion "Ad resurgendum cum Christo"  über die Beerdigung der Verstorbenen und die Aufbewahrung der Asche im Fall der Feuerbestattung herausgegeben.

 

Diese Instruktion ist für die Unabhängig-katholische Kirche in der Form nicht bindend.

Dennoch schließt sie sich in der Grundhaltung der Instruktion an, definiert allerdings die "heiligen Orte" anders, als es die römische Kirche tut.

 

Abweichend zur römischen Instruktion, nach der eine Bestattung nur an einem "heiligen Ort" gestattet ist, fasst die Unabhängig-kathollische Kirche diese heiligen Orte weiter und gestattet auch die Bestattung in Friedwäldern, auf Streuwiesen, in anonymen Gräberfeldern und auch die Seebestattung, wenn diese in christlicher Gesinnung stattfindet.

 

Hier sind maßgeblich die Wünsche der Verstorbenen zu beachten. (Hat der Verstorbene keine Äußerung hinterlassen, so gelten die Wünsche der nächsten Angehörigen).

 

Eine "Verarbeitung" der Asche [z.B. zu Schmuckstücken] oder die Transferierung der Asche in den Weltraum, bzw. die Aufbewahrung der Asche zu Hause, ist für den Wirkungskreis der Unabhängig-katholischen Kirche ebenso untersagt, wie die Aufteilung der Asche, um diese dann in verschiedenen Grabstätten beizusetzen oder aufzubewahren.

 

Hövelhof, 25.10.2016
+Karl-Michael Soemer

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Belgischer Seelsorger verlässt unsere Kirche

26.9.2016  Diakon S. Vandendriessche, verlässt mit Wirkung des heutigen Tages unsere Kirche und schließt sich einer befreundeten KIrche aus Frankreich an.

Die Selsorgeregion Belgien wird daher vorübergehend komissarisch durch unseren Kandidaten Reiner Zingsheim aus der Region Eifel / Voreifel mitverwaltet.

Diakon Vandendriessche wünschen wir alles Gute und Gottes Segen für seine Zukunft.

Bei Fragen steht Ihnen unser Kandidat der Region Eifel/Voreifel gern zur Verfügung. Sie erreichen ihn unter der Mail: Eifel(at)ukk-online.de

 

 

 

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Diakonenweihe am Hochfest des Hl. Liborius

Am 24.7.2016 fand im Rahmen des Hochamtes zum Liborifest die Diakonenweihe des belgischen Mitbruders Sigurd Vandendriessche statt.


In seiner Predigt unterstrich der Erzbischof  die Notwendigkeit des "Herausgelöst seins" aus alten Zöpfen und die Notwendigkeit des Zusammenarbeitens, um Sendung und Weihe leben zu können.

Drei Ketten seien es, die den Menschen durch sein Leben begleiten, unterstrich er:

Einmal die Kette, die ihn mit der Vergangenheit, mit seinen Wurzeln verbindet, mit Erfahrungen und Begegnungen, aber auch mit überflüssigen Verhaftungen in Traditionen, im Wunsch nach Ansehen und Status.

Die zweite Kette, die eher als Kette des Antriebs betrachtet werden kann: In der jedes Glied einen wichtigen Teil ausmacht, um voran zu kommen, nicht stehen zu bleiben und den Glauben foranzubringen.

Die dritte Kette als die Kette der Liebe Gottes zu den Menschen. Duch das Vorbild der Heiligen, aber auch durch die besondere Sendung in der Weihe.

 

 


Bildergalerie der Diakonenweihe

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Erste Predigt unseres Subdiakons Sigurd Vandendriessche

 

Im Rahmen seiner Ausbildung zum Priester in der unabhängig-katholischen Kirche hielt unser Subdiakon Sigurd Vandendriessche (Belgien) am 5.Sonntag der Osterzeit seine erste Predigt.

Das Thema seiner Predigt war  "das Wesen der Liebe, die sich Abgrenzt vom "abgedroschenen" Liebesmillieu aus Schlagern und Gedichten, die allein ihren Ursprung in Gott hat". Christliche Liebe  braucht Verstand und Willen. Sie darf kein betäubendes Gefühl Romantik sein. Liebe bedeutet auch Kreuz und Leid, aber Liebe überwindet auch Kreuz und Leid. Die Predigt wurde in niederländisch gehalten. Der Text kann auf Anfrage angefordert werden.

 

Für den Kandidaten steht vor seiner Diakonenweihe im Sommer noch eine Hausarbeit zu einem theologischen Thema an.

 

Die Ausbildung und die Arbeit als Seelsorger einer freien Kirche unterscheidet sich grundlegend von den Wegen und Möglichkeiten der verfassten Kirchen. Daher erwarten wir als Kirche auf Dauer neue Impulse und Anregungen für die gesamte pastorale Aufgabe der Kirche.

 


Op Zondag 24 April 2016 had ik in het kader van mijn priester opleiding de eer en het genoegen om mijn eerste preek te geven.

 

Dit naar aanleiding van mijn bezoek aan mijn Aartsbisschop en goede vriend Karl-Michael.

 

Het thema van mijn preek stond in het teken van het evangelie van de 5de Zondag in de Paastijd; “Christelijke liefde.”

 

 De tekst kan op aanvraag worden verkregen. Het grote symbool van de christelijke liefde is het kruis.

 

Liefde die niet beantwoord wordt kan een groot kruis zijn, dat kan verschrikkelijk veel pijn doen. Maar als we mensen van jezus willen zijn, mogen we het kruis niet uit de weg gaan. We mogen de liefde nooit opzeggen.

 

 

 

De tekst kan U op aanvraag ontvangen.

 

“Het was een heel bijzonder moment die ik met U allen mocht delen.  Ik wil U dan ook van harte bedanken voor alle aanmoedigingen.”

 

 

 

 

 

Voor de Diaken kandidaten  die deze zomer gewijd worden is er nog werk opdracht   voorzien omtrent een theologisch thema.

 

 

 

De opleiding en werk als een vrije kerk kapelaan verschilt fundamenteel van de manieren en de mogelijkheden van de traditionele kerken. Dus verwachten we nieuwe impulsen en inspiratie voor de gehele pastorale taak van de gehele kerkgemeenschap.

 

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die ukK in der Schweiz - ein Bericht aus erster Hand

Geliebte im Herrn! Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!


Es war ein sehr eindrücklicher Monat März und ich bin noch immer dabei, die schönen und tiefgehenden Eindrücke zu verarbeiten.  Angefangen mit einer wunderschönen Messe in Nidelbad (dem hochkirchlichen Zentrum Zürichs), mit Bischof Raphael Steck und der anschließend guten Gespräche mit der dort anwesenden Kommunität am 12. März, machten meinen Geburtstag zu einem Freudenfest.
Die Woche drauf hatten unser Erzbischof und ich Gelegenheit, die Gemeinde in Dresden kennenzulernen, Nils Körber, den Partner von Hans Flamme in die Gemeinschaft der Kirche durch die Taufe aufzunehmen und am Palmsonntag, in einer feierlichen Messe Hans die niederen Weihen zu spenden. Es war ein  wunderschönes Wochenende mit tollen Gesprächen, die uns Mut machen, auf unserem Weg weiterzugehen.

Die folgende Karwoche war in der ersten Hälfte eher still. Ab dem Hohen Donnerstag begannen wir das Ostertriduum mit einer feierlichen Messe in der Kapelle in Adliswil. Den Karfreitag und die Osternacht verbrachten wir wie immer in Wolfisheim (Straßbourg), wo wir mit der Gemeinde einstimmten in den österlichen Ruf „Le Christ est recussité, c´est la vérité!“ Dieser Ruf wird uns die nächsten 40. Tage bis zum Hochfest der Himmelfahrt Christi, am 5. Mai begleiten.  Während der Osternacht hatte ich auch Gelegenheit zu predigen, woraus sich gute Gespräche ergaben.


Alles in allem erlebte ich die letzte Zeit sehr intensiv und hatte das Gefühl, unsere Kirche(n) werden immer lebendiger. Was ich mir wünsche ist, dass dies nicht nur zu Ostern so ist, sondern auch während des Jahres Früchte trägt. Einmal mehr wurde mir bewusst, dass ich nicht Priester für mich alleine bin, der da schöne Gewänder trägt oder sich gar seines Titels erfreut. Nein, wir sind Priester für die Menschen und im Zentrum steht Christus, die Kirche und ihre Sakramente!  Priester ist man nicht, indem man stolz mit Priesterkragen durch die Gegend reist, sondern seinen Dienst demütig am Altar verrichtet…


So hoffe ich, auch im April wieder einige schöne Erlebnisse und Gespräche zu haben. Unser nächster Anlass ist am Mittwoch, den 6.4. wo wir in der römisch-katholischen Erlöserkirche hier in Zürich an der Messe teilnehmen werden. Dafür danke ich besonders dem Dekan und meinem ehemaligen Studienkollegen (und Leidensgenossen) von Zürich…  Auch ist die Teilnahme an einer Vesper in Nidelbad geplant und ich habe auch vor, die katholisch-apostolische Gemeinde in Gossliswil zu besuchen.
Gehen wir also weiter unseren Weg des Glaubens, lassen uns durch das heilige Sakramente des Altares stärken und nehmen wir unser Kreuz auf uns. Beim Aufnehmen dieses, unseres Kreuzes, bedenken wir jedoch, wie klein unsere Sorgen sind und beten wir mit der Welt für eine gerechtere und friedlichere Welt. Seien wir also nicht ego-zentrisch, sondern christo-zentrisch, denn er allein ist es, der uns führt und uns immer wieder neue Wege des Lebens zeigt, wenn wir dafür offen sind.

Christus ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

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Personelle Veränderungen in der Seelsorgeregion Köln / Rheinland und im Verein

Durch personelle Veränderungen (Austritt) liegt die gerichtliche und außergerichtliche Vertretung des Vereins "unabhängig-katholische Kirche e.V." derzeit nur beim ersten Vorsitzenden Karl-Michael Soemer.

 

Sobald das Amt des 2. Vorsitzenden wieder besetzt ist, wird der Name hier veröffentlicht.

 

Zudem hat die Seelsorgeregion Köln / Rheinland derzeit keinen eigenen Seelsorger vor Ort. Die Seelsorge liegt daher vorüberghhend komissarisch nur beim Erzbischof der Kirche.

 

In seelsorglichen Anliegen wenden Sie sich daher bitte an: info(at)ukk-online.de

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Subdiakonenweihe am Silvestertag 2015

Am Gedenktag des Hl. Silvester empfing unser Mitbruder Sigurd Vandendriessche in der voll besetzten Nikolauskapelle die Subdiakonenweihe in der unabhängig-katholischen Kirche und erhielt damit die erste der sog. "höheren Weihen".

In der Subdiakonenweihe befähigt und beauftragt der Bischof den Subdiakon, den Diakon und den Priester bei der Feier der Hl. Messe zu unterstützen.

 

 

Seine Hauptaufgaben sind die Dienste am Altar und das Lesen der Epistel.Der Subdiakon trägt bei der Hl. Messe über der Albe den Manipel und die Tunicella. Das Subdiakonat wird Sigurd Vandendriessche bis zu seiner Diakonenweihe Ende Mai 2016 ausüben.Dem Kandidaten alles Gute und viel Freude bei seinem heiligen Dienst.

 

 

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"Neue" Opferkerzenhalter in der Kapelle St.Nikolaus

Am 30.November, dem Fest des Hl. Apostels Andreas, bekam die Hauskapelle St. Nikolaus drei neue Opferkerzenhalter.

Passend zum Patron der Kapelle sind diese in Form von kleinen Schiffen gestaltet.

Die Halterungen sind rechts neben dem Nikolausbild und dem Nikolausmyron angebracht.

Sie wurden von Karl Soemer gefertigt und sind aus ca. 400 Jahre alten Eichenbalken, die vorher in ein altes Haus verbaut waren, hergestellt. Die Spuren der Zeit sind am Holz sichtbar.

Die stilisierten Segel aus Aluminium reflektieren das Licht der Opferkerzen und erschaffen somit eine eigene Atmosphäre.

Das Alter des Holzes verbindet uns mit der Vergangenheit, die Form der Halterungen zeigt, dass wir Menschen sind, die immer auf dem Weg sind und das Licht der Kerzen lässt uns hoffen für die Zukunft.

 

Auf Wunsch stecken wir gern in Ihren Anliegen eine Opferkerze beim Nikolausbild an. Dazu genügt eine kurze Nachricht (per Mail) und ein kurzes Gebetsanliegen.

Wir werden diese Kerze dann für die in der Kapelle entzünden und das Gebetsanliegen am folgenden Sonntag mit in den Gottesdienst nehmen.

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Friedenslicht 2015 in der Kapelle angekommen

 

Im Rahmen einer kleinen adventlichen Andacht ist am 19.12.2015 das Friedenslicht aus Betlehem in die Hauskapelle St.Nikolaus in Hövelhof getragen worden.

Das Licht, dass jährlich in Betlehem in der Geburtsgrotte entzündet wird, ist sei vielen Jahren ein Symbol für Liebe und Frieden unter den Menschen und Nationen.

Es will uns an unseren Auftrag erinnern, Frieden zu halten und Frieden zu stiften. Das Friedenslicht wird in der Weihnachtszeit in der Kapelle brennen und als verbindendes Symbol über Konfessionen hinaus Licht und Wärme spenden.

Wenn jemand vom Friedenslicht haben möchte, kann er sich kurz an +Karl-Michael wenden, der dann den Zugang zur Kapelle ermöglicht.

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Flyer der unabhängig-katholischen Kirche

 

 

Unseren aktuellen Flyer können Sie hier herunterladen.

Einzelne Exeplare können wir Ihnen auch gern postalisch zusenden.

 

 

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Tiersegnung im Münsterland

Für Alma, die Nachwuchsziege war es sicherlich sehr spannend, als sich am Sonntag einige Tierliebhaber und Hobby-Landwirte auf dem kleinen Hof in Sendenhorst / Münsterland trafen, um gemeinsam für das Wohl der Haus- und Nutztiere zu beten.

"Tiere...", so Karl-Michael Soemer, der die Segnung vornahm, "... sind nicht nur nur Helfer, sondern auch oft auch Gefährten der Menschen. Und sie sind Geschöpfe mit eigener Würde. Gott ist der Schöpfer allen Lebens, und deshalb öffnen wir uns im Segen füreinander und untereinander.

"In den Fürbitten, die durch einige der Anwesenden vorgetragen wurden, bat die Gemeinschaft um Frieden und Freude der Menschen an ihren Tieren, aber auch um Verantwortung und Mitgefühl für verfolgte, mißhandelte und ausgesetzte Tiere.

Es wäre schön, wenn eine solche Feier noch mehr Mut machen könnte, die Schöpfung in das Lob Gottes zu nehmen und sie als kostbaren und wertvollen Schatz zu achten.

Zum Schluss der Feier ließ der Hausherr zum Zeichen des Friedens zwei weiße Tauben fliegen. Ein sichtbares und schönes Zeichen der Hoffnung für eine friedlichere Welt.

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Priesterweihe von Christian Raible

Am 14.Mai 2015 weihte unser Erzbischof den Hagener Diakon Christian Raible zum Priester.

 

Christian stammt aus Hagen und lebt seit einigen Jahren wieder in seiner Heimatstadt. In den 90er Jahren hat er in Paderborn sein Theologiestudium begonnen und wechselte dann zu weiteren Studien an die Ruhruni nach Bochum.Christian Raible ist mitverantwortlich für die Region Ruhrgebiet. Heute arbeitet er ehrenamtlich bei einem online-Radiosender und moderiert eigene Sendungen.

Wir freuen uns sehr, wieder einen kompetenten und liebenswerten Mitbruder an der Ruhr zu haben.

Mit seinem Weihespruch aus der Offenbarung "Seht, ich mache alles neu!" stellt er sich programmatisch hinter die unabhängig-katholische Kirche. Christus, der Herr der Welt macht uns neu, verwandelt unsere Herzen, wenn wir ihn nur lassen.

In dieser Hoffnung und Zuversicht tritt Christian Raible seinen Dienst in unserer Kirche an.

 

Dem neuen Seelsorger wünschen wir für seinen Dienst im Weinberg des Herrn Mut, Ausdauer und Stärke.

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Osternacht 2015

In der Nacht zum Ostersonntag fand die Osternachtsfeier in der St.Nikolauskapelle statt.

 

Gläubige aus einigen Teilen NRW´s waren angereist, um gemeinsam in der Kapelle die Auferstehung Christi zu feiern.

Nach dem Osterfeuer und dem Einzug in die Kirche verkündete der Diakon das Exsultet, das Osterlob. In 4 alttestamentlichen Lesungen wurde der Bund Gottes mit den Menschen noch einmal in Erinnerung gerufen, bis dann zum Gloria die Lichter entzündet wurden und die Botschaft der Auferstehung in den neutestamentlichen Lesungen verkündet wurde.

Unser Erzbischof unterstrich in seiner Predigt auch in einigen humorvollen Worten die unterschiedlichen Dimensionen, die die beiden Feste Weihnachten und Ostern unterscheiden (und verbinden), um von da aus einen Blick auf den Auftrag zu werfen, den das Osterfest den Christen ermöglichen will. Ist eine der zentralen Botschaften des Weihnachtsfestes: "Mach's wie Gott, werde Mensch!", so ist die Botschaft des Auferstandenen am Osterfest komprimiert in der Aufforderung: "Komm heraus, alter Mensch, und lass dich verwandeln", zu finden.

Nach der Feier der Osternacht, in der auch das Wasser für die Taufe geweiht wurde und in der sich die Anwesenden gegenseitig mit dem heiligen Chrisamöl gesalbt haben, wurden die Osterspeisen und gefärbte Eier gesegnet. In fröhlicher Runde konnten dann alle Anwesenden diese Leckereien verspeisen.In der Osternacht war der Seelsorger und Gläubige der reformierten Gebetsgemeinschaft als mitfeiernde Gäste anwesend. So wurde die Osternachtsfeier eine Feier über Konfessionen hinweg. - Vielen Dank!

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Auflösung der Seelsorgeregion Saarbrücken / Saarland

Hiermit gebe ich bekannt, dass nach Rücksprache mit unserem Erzbischof, die Seelsorgeregion Saarbrücken / Saarland mit Ablauf des 28.Februar 2015 aufgelöst wird.

 

Unser bisheriger Seelsorger, Pastor Frank Werner Trenz aus Saarbrücken hat sich in Erwartung einer Bischofsweihe einer anderen kirchlichen Gemeinschaft angeschlossen. Er wird daher mit Ablauf des 28. Februar aus seinem Dienst in der unabhängig-katholischen Kirche entlassen.

 

Da wir derzeit keine seelsorgliche Betreuung für den Bereich Saarbrücken bereitstellen können, wird die Seelsorgeregion mit Schreiben vom 26.02.2015 aufgelöst.

 

Patrick Scheiner

 

(Generalvikar der unabhängig-katholischen Kirche)

 

_ _ _

 

Sollten Sie Interesse an einem seelsorglichen Angebot im o.g. Bereich haben, wenden Sie sich bitte unmittelbar an unseren Bischof.

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Neuer Generalvikar der unabhängig-katholischen Kirche

Am 16.12.2014 ernannte unser Erzbischof Pastor Patrick Scheiner aus Zürich zum neuen Generalvikar der unabhängig-katholischen Kirche. Damit löst Pastor Scheiner den langjährigen Generalvikar Martinus Pazem in dessen Amt ab.

 

Der Erzbischof dankte dem scheidenden Generalvikar Martinus Pazem für seine langjährige Treue zur Kirche und für seine unermüdliche Arbeit.

 

Pastor Scheiner wird sein Amt zum 1.1.2015 übernehmen.

Generalvikar in der ukK: Der Generalvikar der unabhängig-katholischen Kirche ist der ständige und persönliche Vertreter des Erzbischofs und unterstützt und berät diesen in wichtigen Entscheidungen. Auch in den Liturgien kann der Generalvikar den Bischof vertreten, wenn es sich nicht um rein bischöfliche Aufgaben handelt. Der Generalvikar hat das zweithöchtste Amt in der Kirche inne, er ist in seinen Entscheidungen immer abhängig vom residierenden Bischof.


Bischof und Generalvikar arbeiten wenn möglich immer "Hand in Hand".

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Gemeindegründungsfest

Am 3.Oktober war unser Erzbischof zum Gemeindegründungsfest der freien katholischen Gemeinde St. Michael eingeladen.

Gemeinsam mit dem Gemeindepriester M.Schatta feierte unser Erzbischof mit engagierten Gläubigen der freien katholischen Gemeinde die Hl. Messe, in der auch ein Ostiarier und eine Lektorin beauftragt wurden.

In seiner Predigt sprach der Erzbischof über die Liturgie und über den, der sie mit den Menschen gemeinsam feiert, den dreifaltigen Gott. Er betonte, dass die vorgegebenen Kirchengebete die einzelnen Anliegen der Gläubigen zusammenfasse und mit dass mit diesen Gebeten und Riten eine Klammer um die Gebete, Anliegen, Bitten und den Dank der einzelnen Gläubigen gefasst würde, die jeden einzelnen somit in den Gottesdienst einbeziehe.

Im Anschluss an den Gottesdienst feierten die anwesende Gemeinde bei Kaffee und Kuchen ihren Gründungstag.

Die freie katholische Gemeinde St. Michael ist keine Gemeinde der unabhängig-katholischen Kirche, steht aber in einem sehr guten freundschaftlichen Verhältnis zueinander.

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"Kleine Herde - große Titel"

So lautet der Artikel im Südwest-Teil der Tageszeitung "Rheinpfalz" vom 17. September 2014.

Momentan kläre ich noch mit der Rheinpfalz ab, ob ich den Artikel medienrechtlich hier auf unserer Webseite veröffentlichen darf. Im Moment ist es nur möglich, den "Teaser" des Artikels kostenlos auf der Seite der Rheinpfalz aufzurufen: http://www.rheinpfalz.de/nachrichten/titelseite/artikel/kleine-herde-grosse-titel/

Sollte jemand den genauen Inhalt des Artikels wissen wollen, kann er sich gern kurz per Mail bei mir melden.

 

Der Artikel in der "Rheinpfalz" ist sicherlich kein Artikel, der von vorn herein versucht, freikirchliche Gemeinschaften, die der Verfasser Christoph Hämmelmann als "schillernde Szene" bezeichnet, in einem positiven Licht darzustellen. Leider ist es dem Verfasser nicht gelungen, "neutral" zu berichten. Es ist ferner zu bedauern, dass der Verfasser uns bei seiner Recherche nicht angemessen einbezogen hat, weitgehend mit Belegen aus der Vergangenheit argumentiert oder alten, bestehenden Vorurteilen gegenüber freien, katholisch geprägten Gemeinschaften folgt.

Der Verfasser hat von mir lediglich ein Bild in entsprechender Auflösung angefragt, ein Interview mit mir selbst fand nicht statt. Aufgrund meiner eigenen Beobachtungen weiß ich, dass Christoph Hämmelmann den größten Teil seiner Vorinformationen zum Artikel, vielleicht auch die Idee an sich, von einem früheren Kommilitonen aus der Zeit meines Theologiestudiums in Paderborn hat. - Dieser schreibt sehr viele kritische Artikel zu allem, was nicht römisch-katholisch oder nach seinem "Gusto" nicht katholisch ist und ihm nicht gefällt.

Der Verfasser hat leider Recht mit seiner Wahrnehmung, dass den meisten vaganten Kirchen die kirchlichen Titel sehr wichtig sind, er nennt das "Titelhuberei". Es ist kein Geheimnis, dass mein geschätzter Vorgänger selbst großen Wert darauf legte. Nach seinem Tode im Januar diesen Jahres habe ich mich im Sinne der Tradition und Kontinuität in einem ersten Schritt entschieden, den Titel des Erzbischofs beizubehalten, die weiteren Titel jedoch unmittelbar zu streichen. Zunächst gab es die Überlegung, auch auf das „Erz-„ direkt zu verzichten, es war mir jedoch wichtig, unsere Gläubigen nicht zu irritieren und Neuerungen behutsam und überlegt anzugehen. Wir werden uns auch noch Gedanken über den künftigen Umgang mit kirchlichen Titeln machen.

Es geht der unabhängig-katholischen Kirche auch nicht nur um Neuerungen, sondern im Ganzen um eine „Erneuerung“, das ist ein umfassender Prozess, der vor allem eine geistliche Dimension hat. Eine wirkliche Erneuerung kann nicht überstürzt geschehen, nicht mit der Holzhammermethode oder einem Rundumschlag.

Wir sehen uns in einer katholischen Tradition. Dieser Tradition folgend haben wir erst einmal auch Titel und Bezeichnungen übernommen, die es auch in der katholischen Kirche so gibt, die es genau so aber auch z.b. in der Orthodoxie oder bei Anglikanern gibt.

Persönlich lege ich im Alltag keinen Wert darauf, mit dem Titel angesprochen zu werden. Ich mag das nicht, ich habe ja auch einen Namen und möchte auch mit diesem Namen angesprochen werden. In persönlichen Kontakten sag ich das auch direkt zu Beginn. Im Berufsleben und auch privat trage ich normale Zivilkleidung und bin nicht als Bischof erkennbar. Ich hoffe, dass man mich in Gesprächen und durch mein Handeln als geistlichen Menschen wahrnimmt, nicht durch klerikale Kleidung oder durch Titel.

An einem Titel im Sinne der kirchlichen Tradition ist an sich durchweg nichts Schlechtes zu sehen, es ist dabei immer entscheidend, was denn in geistlicher Hinsicht in so einem Titel ausgesagt ist, es geht nicht um „decorum“, es geht nicht um persönliche Ehren, es geht nicht um Machtanspruch.

In der unabhängig-katholischen Kirche haben wir demokratische Strukturen entwickelt, alle wichtigen Entscheidungen werden mit den Mitbrüdern besprochen bzw. durch gewählte Gemeindeglieder entschieden.

Wenn der Verfasser dort also von Titelhuberei und Machtanspruchsdenken spricht, so geht das an der Realität in der unabhängig-katholischen Kirche vorbei. Wir sind eine kleine Herde, das stimmt, und eine, die sich vom Geist Gottes getrieben weiß, die zu den großen Kirchen ganz bewusst eine Alternative anbieten will - die Entwicklungen der letzten zwölf Monate sind ermutigend; es hat sich vieles getan, einiges steckt noch in den Kinderschuhen, aber wir sind auf einem guten Weg.

Wir freuen uns, wenn Sie sich an unserem Weg der geistlichen Erneuerung mit Anregungen aktiv beteiligen möchten. In meinen Pfingstgedanken sagte ich es bereits: Er, der Heilige Geist, schenkt seine Kraft jedem einzelnen Menschen, wie auch der Gemeinschaft der Glaubenden und auch den einzelnen Kirchen.

Der Geist ist es, der vorantreibt.

Karl-Michael Soemer

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Priesterweihe von Sascha Sick

Am 26.7.2014 feierte die unabhängig-katholische Kirche die Priesterweihe ihres Diakons Sascha Sick.

Neben einer gut gefüllten Kapelle war auch die Partnergemeinde aus dem Ruhrgebiet per Internet-live-Übertragung dabei.In seiner Predigt betonte der Erzbischof, dass der Priester nie für sich selbst und für sich allein lebe, sondern immer in Verbindung mit den anvertrauten Gläubigen seinen Dienst versieht. Er betonte, dass die Wunschliste der Gläubigen an einen Priester endlos lang sei, dass aber der Priester nicht nur Lehrer, Jugendführer, Gesellschaftskritiker und Sozialarbeiter in einer Person sein solle, sondern dass er bestellt sei, für Gottes Liebe zu werben, um die Herzen der Menschen aufzubrechen, um ihnen Hoffnung für ihr Leben in der Welt und auf das ewige Leben zu geben."

Die Aufgabe des Priesters ist es, ein Christophorus zu sein, ein Christusträger, der im Dienst des einen Herrn steht, um Christus zu übersetzen an das Ufer der Menschen. Christus zu übersetzen in die Sprache und die Erfahrungen von heute" betonte der Erzbischof in seiner Predigt.

Der neu geweihte Priester feierte am Sonntag, den 27.Juli 2014 seine erste Heilige Messe, bei der unter anderem auch wieder die Partnergemeinde aus dem Ruhrgebiet teilnehmen könnte.

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Nikolauskapelle in Hövelhof fertiggestellt

Nach einer 6-monatigen Planungs- und Bauzeit wurde die private Nikolauskapelle in Hövelhof (Kreis Paderborn) fertiggestellt.

Durch die Mithilfe der ganzen Familie und durch gute Freunde konnte am vergangenen Sonntag, den 6. Sonntag der Osterzeit das erste Hochamt gefeiert werden.

Die Kapelle ist dem Hl. Nikolaus (von Myra) geweiht. Das Patronat wird am 9.Mai gefeiert, dem Tag der Translation der Reliquien des Heiligen Nikolaus nach Bari. Die Reliquien des Heiligen Nikolaus ruhen auch heute noch in Bari.

Da sich die Kapelle in privaten Räumlichkeiten befindet, ist sie nicht jederzeit zugänglich. Um kurze Anmeldung zum Besuch bzw. zur Besichtigung wird daher gebeten.

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Die Feier der Osternacht - Feuer und Wasser

Mit einer festlichen Osternacht feierten wir gemeinsam mit dem Erzbischof der unabhängig-katholischen Kirche in der Nacht zum Ostersonntag die Auferstehung Christi.

 

In seiner Predigt sprach der Erzbischof von den Elementen Feuer und Wasser, die nicht nur gegensätzlich sind, sondern die sich in Christus symbolisch vereinen. In dem Brot, dessen Teig aus Mehl und Wasser bereitet wird und durch das Feuer geht, um sich dann in der Feier der Hl. Eucharistie in Christi Leib zu wandeln.So stehen auch die Menschen - geheiligt durch das Wasser der Taufe und besiegelt mit der Flamme des Heiligen Geistes - mitten in der Welt, um die frohe Botschaft von der Auferstehung zu verkünden und in ihrem Leben zu bezeugen.

 

Zum Schluss der Heiligen Osternacht segnete der Erzbischof noch Eier und Osterbrot, die in einer anschließenden Agape gegessen wurden.

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Anerkennung von...

In der Vergangenheit hat die Unabhängig Katholische Kirche „Anerkennungen“ von Adelshäusern und Ordensgemeinschaften ausgesprochen.

 

Hier ist es mitunter zu Missverständnissen und Ungereimtheiten gekommen, welche Bedeutung diese Anerkennungen haben.

Aus diesem Grund möchte ich hier einige kurze Hinweise geben, die die Bedeutung klar machen soll.

 

Anerkennungen seitens der UKK sind prinzipiell immer nur auf Grundlage gegenseitigen Respektes und gegenseitiger Akzeptanz erfolgt. Sie haben keinerlei rechtliche Wirkung.

 

Die offizielle Definition von „Anerkennung“ in der Unabhängig Katholischen Kirche lautet wie folgt:

 

„Anerkennung bedeutet die Erlaubnis einer Person oder einer Gruppe gegenüber einer anderen Person, Gruppe oder Institution (in diesem Falle der unabhängig-katholischen Kirche), sich mit ihren derzeitigen spezifischen Eigenschaften an der Kommunikation, an Entscheidungsprozessen oder anderen gesellschaftlichen Prozessen innerhalb der unabhängig-katholischen Kirche zu beteiligen.“

 

Wenn sich die anerkannte Person oder Gruppe von der Unabhängig Katholischen Kirche löst, abwendet oder austritt, erlischt die ausgesprochene Anerkennung unmittelbar. Es bedarf keiner schriftlichen Form der Aufhebung.

 

Die unabhängig-katholische Kirche wird in Zukunft keine Anerkennungen für Adelshäuser und Ordensgemeinschaften mehr aussprechen.

 

Hövelhof, 12.März 2014

 

 

+Karl-Michael Soemer

 

Erzbischof der unabhängig-katholischen Kirche

 

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Pastor Patrick Scheiner zum Bischofsvikar für die Schweiz ernannt

 

Am 12.3.2014 wurde Pastor Patrick Scheiner aus Zürich im Auftrag des Erzbischofs der unabhängig-katholischen Kirche +Karl-Michael Soemer durch den Generalvikar Martinus Pazem zum Bischofsvikar für die Schweiz und zum Beauftragten für die Ökumenischen Beziehungen mit den Kirchen in katholischer und anglikanischer Tradition ernannt. Pastor Scheiner ist damit für seine Bereiche dem Generalvikar administrativ gleichgesetzt. Die Unabhängig Katholische Kirche wünscht ihrem Mitbruder Gottes Segen für seinen Dienst.

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Diakonen- und Orgelweihe im Saarland

Der 15.Februar 2014 war für das Mathildenstift in St. Ingbert ein besonderer Tag.

Die Unabhängig Katholische Kirche feierte offiziell die Errichtung der Seelsorgeregion Saarbrücken / Saarland und konnte zu diesem Anlass einen neuen Diakon weihen.

Anwesend war der Seelsorger der neuen Seelsorgeregion Frank Trenz, Pastor Jens B. / Seelsorgeregion Ruhrgebiet, Diakon Sascha Sick und Erzbsichof Karl-Michael Soemer.

Im festlichen Gottesdienst, der musikalisch durch Stefan Ley und Jan Kunold gestaltet wurde, sprach unser Bischof Karl-Michael davon, dass der Hl. Geist in der Musik einen Weg bereitet habe, die Seele zum Klingen zu bringen. "Musik", sagte er, "schließe die Seele auf und ermögliche bisweilen tiefe Erfahrungen der Nähe Gottes".

Zu Beginn des Gottesdienstes wurde die neue Orgel des Stiftes mit einem Segensgebet und mit der Besprengung mit Weihwasser eingeweiht.

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Requiem für Erzbischof em. +Laurentius Klein

Am 2.Februar nahmen die Mitbrüder und die engsten Vertrauten mit den feierlichen Exequien Abschied von ihrem langjährigen Freund und Erzbischof Laurentius Klein (FSF).

Erzbischof Laurentius stand der Unabhängig Katholischen Kirche 20 Jahre als Primas, Metropolit und Erzbischof vor und leitete sie mit aller Kraft seines Herzens.

Nachdem Erzbischof Klein sein Amt als Erzbischof am 12.1.2014 an seinen Nachfolger übergeben hatte, verstarb er gut eine Woche später, am 20.1.2014 im Solinger Krankenhaus.

Die Monate vor seinem Tod verbrachte Erzbischof Laurentius im „Haus Tobias“, einem Heim für schwerkranke Menschen in Solingen.

In einem der letzten Gottesdienste, den Erzbischof Laurentius am 3. Advent in der Kapelle des Hauses Tobias feierte, verwies er auf die wunderbare Wiederkunft Christi, die wir erwartend jährlich im Weihnachtsfest feiern. Er sprach von der Sehnsucht, die den Menschen treibe, das Angesicht Gottes zu schauen.

Im feierlichen Requiem bezog sich Erzbischof Karl-Michael daher auf den Wahlspruch des Verstorbenen, der sein persönliches Kreuz in seiner Krankheit über viele Jahre bereitwillig getragen hat, um nun das Licht zu sehen, welches das Volk Gottes erleuchtet und die Sehnsucht nach der Nähe Gottes erfüllt. Ganz so, wie es Laurentius in seinem Adventsgottesdienst gesagt hatte.

Wir danken Gott, dass er der Unabhängig Katholischen Kirche einen solch unermüdlichen Kämpfer für das Gute geschenkt hat und bitten ihn, dem Verstorbenen für sein irdisches Werk zu entlohnen. Seine letzte Ruhestätte fand Erzbischof Laurentius Klein auf dem Melatenfriedhof in Köln.

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Zum Tod unseres Erzbischofs Laurentius Klein

Liebe Freunde der Unabhängig Katholischen Kirche, liebe Mitbrüder im bischöflichen, priesterlichen und diakonalen Dienst!

Am 20.Januar 2014 ist unser Mitbruder Erzbischof em. Laurentius Klein nach langer und schwerer Krankheit verstorben.

Wir alle sind tief traurig, dass er so früh aus dem irdischen Leben scheiden musste, dennoch wissen wir, dass dieser Tod nicht das Ende des Lebens bedeutet.

Einige von Ihnen / Euch haben bereits nach den Trauerfeierlichkeiten gefragt und möchten +Laurentius die letzte Ehre erweisen. Nach langen Beratungen mit den Hinterbliebenen und nach dem Willen des lieben Verstorbenen werden sowohl die Trauerfeierlichkeiten, als auch die Beisetzung im kleinsten Kreise stattfinden.

Dies war der erklärte Wille von +Laurentius und nach langen Beratungen mit den Menschen, die ihm gerade in den letzten Monaten sehr nahe standen, haben wir uns entschlossen, diesen letzten Willen von +Laurentius so zu respektieren.

Die feierlichen Exequien und die Beisetzung werden in der kommenden Woche stattfinden. Wir werden bei diesen Feierlichkeiten den Verstorbenen ehren, Abschied nehmen, Erinnerungen wach rufen, Dank sagen und für ihn beten. Wir bitten freundlich, seiner im Gebet und in der Heiligen Messe zu gedenken. Dies wäre dem lieben Verstorbenen die größte Freude.

Wer darüber hinaus etwas tun möchte, ist eingeladen statt Blumen und Kränzen eine Spende an den Verein "Himmel und Ääd" zu überweisen, der sich in der Betreuung und Pflege von unheilbar erkrankten Menschen engagiert. Bitte überweisen Sie Ihre Spende mit dem Kennwort: "Laurentius" auf das Konto des Vereins bei der Stadtsparkasse Köln-Bonn BLZ 37050198, Konto 1122175. (IBAN: DE51370501980001122175, BIC: COLSDE33XXX (Köln)) Dafür ein herzliches Vergelt´s Gott!

 

In mitbrüderlicher Verbundenheit erbitten wir Gottes Segen für unseren lieben verstorbenen +Laurentius.

Für die Unabhängig Katholische Kirche

+Karl-Michael Soemer

(Erzbischof der Unabhängig Katholischen Kirche)

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20 Jähriges Jubiläum der unabhängig-katholischen Kirche

Am 10. August 2013 feierte die Unabhängig Katholische Kirche ihr 20-jähriges Bestehen. Zudem feierten wir das 20-jährige Bischofsjubiläum unseres Erzbischofs und das Priesterjubiläum des Generalvikars.

In einer würdigen und feierlichen Liturgie hielt der Erzbischof in seiner Predigt Rückschau auf die letzten 20 Jahre, sprach über Hoch- und Tiefschläge und entwickelte von da aus einen Blick auf die Zukunft unserer doch recht jungen Kirche. So verdeutlichte er, dass das Fundament der Kirche entscheidend sei, auf dem man die Mauern errichtet. Er sprach uns Mut zu, lebendige Steine zu sein und am weiteren Aufbau der Kirche mitzuarbeiten.

Nach der Feier der heiligen Messe verbrachten wir gemeinsam in geselliger Runde und bei guten Gesprächen einen wunderschönen Jubiläumstag im Grünen.

Ein herzliches Dankeschön auch an Karl-Heinz und Elfi für die viele Arbeit und die großartige persönliche Unterstützung an diesem schönen Fest.

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Subdiakonenweihe von Sascha Sick

 

Am 29.06.2013 wurde unserem Mitbruder Sascha Sick die Subdiakonatsweihe erteilt. Die Weihe fand im Rahmen der Sonntagsmesse in Windeck-Au statt.

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Bischofsweihe in Windeck / Au

Am 4.Mai 2013 fand die Bischofsweihe unseres Bruders Karl-Michael statt.

Bei sonnigem Wetter konnten wir mit der Familie des Kandidaten, Mitgliedern der Gemeinden und weiteren Gästen die heilige Weihe feiern. Mit den Mitgliedern einiger befreundeter Kirchen wurden gute Kontakte geknüpft und bestätigt.

Ein durchaus gelungener Tag. Allen Helferinnen und Helfern ein herzliches Vergelt´s Gott!

Den Gästen vielen Dank für Ihre Unterstützung im Gebet und im Tun.

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