Wort zum Sonntag - Dreifaltigkeit 2019

Bild: Pixelio.de (Baobap)
Bild: Pixelio.de (Baobap)

 

Baobap.

 

Das bedeutet Lebensbaum. Dieser Baum ist nicht in der heiligen Schrift erwähnt.

Er befindet sich unter Anderem auch in den botanischen Gärten von Kirstenbosch, das zu Kapstadt in

Südafrika gehört.

Vor über 6 Jahren schloss vor diesem Baum die isländische Schriftstellerin Elva Thordis ihren Ex Freund den australischen Sozialarbeiter Tom Stranger in den Arm. Man könnte sagen, dass dies nichts besonderes ist. Das kann ja auch noch heute vorkommen, dass sich zwei einst in Liebe verbundene Menschen trennen, aber über die Trennung hinaus im Guten miteinander verbunden sind.

 

So einfach war es bei den Beiden nicht. Im Gegenteil. Im Jahre 1996 war Tom Stranger als Austauschschüler in Island, wo er Elva Thordis kennenlernte.

Die Zwei verliebten sich ineinander und wurden ein Paar.

Eines Abends nach dem Besuch einer Party vergewaltigte Tom Stranger seine damalige Freundin ohne dafür von der isländischen Justiz belangt worden zu sein. Neun Jahre nach diesem schrecklichen Verbrechen bauten Täter und Opfer per Mail Kontakt zueinander auf.

Elva Thordis beschloss sich mit ihrem Peiniger zu treffen, weil sie ihm vergeben wollte. Dies gelang ihr, als sie ihren damaligen Vergewaltiger am besagten Baobap in den Arm nahm und ihm sagte, dass sie ihm seine Tat vergebe.

Immer da, wo Vergebung gelingt, immer da, wo der Friede zwischen Menschen und Völkern gelingt, ist die heilige Dreifaltigkeit dabei. Vater, Sohn und heiliger Geist. Sie stehen für Frieden und Vergebung. Beides geht von der

den Dreien aus.

Wenn Sie, wenn Ihr jemanden habt, dem ihr vergeben möchtet, so denkt an die heilige Dreifaltigkeit. Mit ihrer Unterstützung gelingt Vergebung.

Amen.

 

Ihr

Diakon

 

Carsten

Kempen


Wort zum Sonntag - Pfingsten 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

Ganz herzlich grüße ich Sie zum Ersten Wort zum Sonntag, der Unabhängig Katholischen Kirche UKK, am heutigen Pfingstsonntag.

Fünfzig Tage lang haben wir nun das höchste Fest der Christenheit, das Osterfest, gefeiert.

Mit dem heutigen Fest feiern wir nun den Geburtstag der Kirche und damit auch den Beginn der Evangelisation der Menschen. Gott sandte seinen Heiligen Geist auf seine Jünger herab und befähigte sie die frohe Botschaft Jesu, das Evangelium, hinaus in die Welt zu tragen. Bis heute ist der Gute Geist Gottes ein täglicher Begleiter, Ratgeber und Mittler zwischen Gott Vater und den Menschen.

Durch Gottes Geist geschahen und geschehen auch heute noch Zeichen und Wunder an den Menschen und der Schöpfung Gottes.

Auch Pfingsten ist somit ein zentrales Fest der Christenheit.

 

Besondere Freude empfinde ich heute, da wir die Kapelle unsere Eremitage in Nordhessen ihrer Bestimmung übergeben und sie zur Ehre Gottes weihen.

Unsere Eremitin lebt an diesem Ort und die Kapelle, welche dem Heiligen Wendelin in besonderer Weise empfohlen wird, soll ein Ort der Ruhe, Einkehr und Anbetung Gottes sein.

Zu jeder Eremitage gehört ein Haus des Herrn, eine Kapelle , welche nicht nur Zuflucht und Kontemplation für den Eremiten, sondern auch für jeden Sinnsuchenden bietet.

 

Schon im Alten Testament der Bibel im Propheten Haggai wird uns deutlich gemacht, wie wichtig es ist, zu erst das Haus des Herrn zu bauen und dann den Segen Gottes für sein Dienst und Leben zu empfangen.

Gerade hier fühle ich mich sehr mit unserer Eremiten Schwester verbunden, die zu Beginn ihres Dienstes das Haus des Herrn baut und ihm ganz weiht, als Ort des Gebetes und der gelebten Nächstenliebe.

So wird auch am heutigen Pfingstsonntag, die Geburt einer Gemeinde Jesu gefeiert und daran erinnert, wie Jesus seinen Geist über seine geliebten Menschen aus gießt.

Möge Gott der Herr diesen Dienst segnen.

 

Ich wünsche Ihnen und ihren Lieben Gottes väterlichen Segen und seine unendliche Liebe. Möge er sie begleiten und auch in schweren Zeiten bei Ihnen sein.

 

Gott segne Sie

Pax et bonum

 

Es grüßt sie Pastor Tobias Schüßler aus der Seelsorge Region Magdeburger Börde/Harzvorland .