Bild: Pixabay
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15. Sonntag im Jahreskreis

 Mit der Not anderer leben 

Südafrika habe ich seit dem Jahr 2008 achtmal bereist. Sehr verbunden fühle ich mich dem Westkap. Insbesondere der Stadt Cape Town. Ich möchte behaupten können, dass ich von den schönen Seiten dieser Metropole und der Westkapregion vieles gesehen habe und kenne, aber es dennoch eine Lücke bei all diesen Reiseerfahrungen gibt, die ich unbedingt schließen möchte. 
2020 werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach Kapstadt besuchen. Bei diesem Besuch wird alles etwas anders werden. Anstatt wie zuvor im Stadtteil Sea Point in einer Touristenunterkunft zu wohnen, werde ich 10 Tage in einem Armenviertel der Stadt einem sogenannten Township wohnen. Armut, Hunger, Krankheit und Gewalt sind dort an der Tagesordnung. Kirche soll schließlich dahin gehen, wo es weh tut.
Der heilige Kamillus von Lellis, dessen die Kirche an diesem Sonntag gedenkt, hat den Orden der Kamillianer gegründet. Der Orden hat sich bis heute der Pflege kranker Menschen verschrieben. Er war ein Priester, der Kranke, Arme und Strafgefangene betreute. Letztendlich war dieser Kirchenmann ein jemand, der ein gutes Beispiel dafür war, dass Kirche dahin geht, wo es weh tut. Er ging dorthin, wo Menschen in Not leben. Der Not der Menschen möchte ich mich in 15 Monaten in Südafrika stelle. Sich der Not unserer Mitmenschen zu stellen, dass können wir alle bereits schon hier vor unserer Haustür, was ich auch mache. Es reicht schon aus mit dem Bettler auf der Straße ein paar freundliche Worte zu wechseln. Auch so im Kleinen lässt sich bereits mit der Not anderer leben. Lassen Sie uns gemeinsam dem guten Vorbild des heiligen Kamillus folgen. 
Ihr Diakon
Carsten Kempen

 



Bild: Pixabay
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14. Sonntag im Jahreskreis

 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Geschwister im Herrn.

Auch an diesem Sonntag wollen wir Ihnen ein gutes Wort mit in den Tag des Herrn und in die neue Woche geben.

Die Freude am Herrn ist unsere Stärke, so heißt es in der Schrift. Kennen wir diese Freude heute noch, in einer Zeit wo es in den Nachrichten aus der Welt nur um Krankheit Mord und Totschlag geht?

 

Kennen wir noch diese Freude wenn wir in Sorge sind um unser eigenes Leben und um das eines unserer geliebten Menschen?

Es ist nicht immer leicht in voller Freude durch den Tag zu gehen. Da gibt es den Ärger in der Familie oder im Beruf. Da ist die Fahrt mit dem Auto auf der Autobahn wo wir ausgebremst werden durch einen elendig langen Stau, welche uns an die Grenzen der Geduld bringt.

Aber bei der Freude am Herrn geht es weit mehr, als um ein breites Feiertags- grinsen.

 

Hierbei geht es um eine Freude die von innen heraus spürbar wird. Wir freuen uns dass wir eine sein dürfen mit unserem Herrn und das er als unser täglicher Begleiter und Freund stets an unserer Seite ist und uns auch dann mit Freude erfüllt, wenn uns eigentlich nicht danach ist.

 

Freude kann viel Sorge vertreiben auch wenn es nur für einen Moment ist.

Meine Freude am Herrn ist das ich sein Kind bin und er mich bedingungslos liebt trotz meiner vielen Ecken und Kanten sowie Sünden. Vielleicht liebt Gott uns gerade deswegen weil er uns aus unseren Fehlern befreien will so das auch wir aus unserer Sicht erkennen wie wunderbar Gott an mir handelt, im kleinen und im großen.

Für mich ist die Freude am Herrn aber auch die Gemeinschaft mit meinen Geschwistern im Glauben. Die gemeinsame Zeit die wir verleben, die Gemeinschaft in der Messe und im Gebet. Aber auch in der Seelsorge wenn ich anderen helfen kann , wird mir die Freude an Jesus zu meiner Stärke.

 

Gott stärkt uns mit Freude , Trost und Liebe und darauf dürfen wir alle Zeit zählen. Auch im Kummer macht er und stark und kann uns wieder Freude ins Herz schenken.

Lassen wir uns von der Freude im Herrn ergreifen und Leben wir so freudiger in den Tag und in die kommende Woche hinein.

 

Ihr Pastor

Tobias Schüßler



Bild:  Kunstzirkus  / pixelio.de
Bild: Kunstzirkus / pixelio.de

13. Sonntag im Jahreskreis / Hl. Otto von Bamberg

Einstehen für eine Sache, Einstehen sogar für den eigenen Glauben wird uns Menschen heutzutage nicht immer leicht gemacht. Wird man doch gebeten nicht über seinen Glauben zu sprechen oder man hört Sätze wie: "Finde ich toll, was Du machst, aber für mich ist das nichts". Immer mehr, werde ich Ohrenzeuge dieser Aussagen. Grade dann, wenn ich mit Menschen über die Themen Glauben, Kirche und meinen Dienst als Diakon spreche. Aber ich werde nicht müde am Ball zu bleiben und die Themen immer wieder zu thematisieren. Wenn wir als gläubige Menschen unseren Glauben an Gott oder wir als aktive Priester und Diakone unseren Dienst in der Kirche verschweigen, laufen wir Gefahr das der Glaube an die Untrennbarkeit von Glaube und Kirche ein jähes Ende hat. Der heilige Otto, dessen wir 30.06. gedenken, hielt Zeit seines Lebens an seinem Glauben fest. Einladen möchte ich alle Gläubigen dazu öffentlich zu ihrem Glauben zu stehen und ihn gemeinsam mit der Kirche zu praktizieren, bis Gott uns in sein Reich holt. 

Ihr

Diakon

 

Carsten

Kempen



Wort zum Sonntag - Dreifaltigkeit 2019

Bild: Pixelio.de (Baobap)
Bild: Pixelio.de (Baobap)

 

Baobap.

 

Das bedeutet Lebensbaum. Dieser Baum ist nicht in der heiligen Schrift erwähnt.

Er befindet sich unter Anderem auch in den botanischen Gärten von Kirstenbosch, das zu Kapstadt in

Südafrika gehört.

Vor über 6 Jahren schloss vor diesem Baum die isländische Schriftstellerin Elva Thordis ihren Ex Freund den australischen Sozialarbeiter Tom Stranger in den Arm. Man könnte sagen, dass dies nichts besonderes ist. Das kann ja auch noch heute vorkommen, dass sich zwei einst in Liebe verbundene Menschen trennen, aber über die Trennung hinaus im Guten miteinander verbunden sind.

 

So einfach war es bei den Beiden nicht. Im Gegenteil. Im Jahre 1996 war Tom Stranger als Austauschschüler in Island, wo er Elva Thordis kennenlernte.

Die Zwei verliebten sich ineinander und wurden ein Paar.

Eines Abends nach dem Besuch einer Party vergewaltigte Tom Stranger seine damalige Freundin ohne dafür von der isländischen Justiz belangt worden zu sein. Neun Jahre nach diesem schrecklichen Verbrechen bauten Täter und Opfer per Mail Kontakt zueinander auf.

Elva Thordis beschloss sich mit ihrem Peiniger zu treffen, weil sie ihm vergeben wollte. Dies gelang ihr, als sie ihren damaligen Vergewaltiger am besagten Baobap in den Arm nahm und ihm sagte, dass sie ihm seine Tat vergebe.

Immer da, wo Vergebung gelingt, immer da, wo der Friede zwischen Menschen und Völkern gelingt, ist die heilige Dreifaltigkeit dabei. Vater, Sohn und heiliger Geist. Sie stehen für Frieden und Vergebung. Beides geht von der

den Dreien aus.

Wenn Sie, wenn Ihr jemanden habt, dem ihr vergeben möchtet, so denkt an die heilige Dreifaltigkeit. Mit ihrer Unterstützung gelingt Vergebung.

Amen.

 

Ihr

Diakon

 

Carsten

Kempen



Wort zum Sonntag - Pfingsten 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

Ganz herzlich grüße ich Sie zum Ersten Wort zum Sonntag, der Unabhängig Katholischen Kirche UKK, am heutigen Pfingstsonntag.

Fünfzig Tage lang haben wir nun das höchste Fest der Christenheit, das Osterfest, gefeiert.

Mit dem heutigen Fest feiern wir nun den Geburtstag der Kirche und damit auch den Beginn der Evangelisation der Menschen. Gott sandte seinen Heiligen Geist auf seine Jünger herab und befähigte sie die frohe Botschaft Jesu, das Evangelium, hinaus in die Welt zu tragen. Bis heute ist der Gute Geist Gottes ein täglicher Begleiter, Ratgeber und Mittler zwischen Gott Vater und den Menschen.

Durch Gottes Geist geschahen und geschehen auch heute noch Zeichen und Wunder an den Menschen und der Schöpfung Gottes.

Auch Pfingsten ist somit ein zentrales Fest der Christenheit.

 

Besondere Freude empfinde ich heute, da wir die Kapelle unsere Eremitage in Nordhessen ihrer Bestimmung übergeben und sie zur Ehre Gottes weihen.

Unsere Eremitin lebt an diesem Ort und die Kapelle, welche dem Heiligen Wendelin in besonderer Weise empfohlen wird, soll ein Ort der Ruhe, Einkehr und Anbetung Gottes sein.

Zu jeder Eremitage gehört ein Haus des Herrn, eine Kapelle , welche nicht nur Zuflucht und Kontemplation für den Eremiten, sondern auch für jeden Sinnsuchenden bietet.

 

Schon im Alten Testament der Bibel im Propheten Haggai wird uns deutlich gemacht, wie wichtig es ist, zu erst das Haus des Herrn zu bauen und dann den Segen Gottes für sein Dienst und Leben zu empfangen.

Gerade hier fühle ich mich sehr mit unserer Eremiten Schwester verbunden, die zu Beginn ihres Dienstes das Haus des Herrn baut und ihm ganz weiht, als Ort des Gebetes und der gelebten Nächstenliebe.

So wird auch am heutigen Pfingstsonntag, die Geburt einer Gemeinde Jesu gefeiert und daran erinnert, wie Jesus seinen Geist über seine geliebten Menschen aus gießt.

Möge Gott der Herr diesen Dienst segnen.

 

Ich wünsche Ihnen und ihren Lieben Gottes väterlichen Segen und seine unendliche Liebe. Möge er sie begleiten und auch in schweren Zeiten bei Ihnen sein.

 

Gott segne Sie

Pax et bonum

 

Es grüßt sie Pastor Tobias Schüßler aus der Seelsorge Region Magdeburger Börde/Harzvorland .