pixabay.com/users/ Pexels
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Wort zum Sonntag am 19. Sonntag im Jahreskreis

 

Am heutigen Sonntag wollen wir einmal in den Text der zweiten Lesung aus dem Hebräerbrief schauen.

Dieser Bibel Text des 19. Sonntag im Jahreskreis, steht im Zeichen des Glaubens.

Der Heilige Apostel Paulus kennt auch aus seinem persönlichen Leben die brennende Frage, was ist der Glaube , und wie kann ich diesen anderen Menschen erklären.

 

Dazu sagt er aus, dass der Glaube ein Feststehen in einer Überzeugung ist, dass sich schlecht beschreiben oder gar sehen lässt.

Die Welt des Glaubens ist also ein Wissen oder gar eine persönliche Überzeugung, die uns Dinge sehen und verstehen lässt, die eigentlich nicht erklärbar oder visuell fassbar sind.

 

Wer hat Gott gesehen ?

 

Und dennoch gibt es Menschen, die davon überzeugt sind, das es einen Gott gibt. Sie begründen ihren Glauben durch kleine Wunder in ihrem Leben. Aber auch durch die übernatürliche Bewahrung durch die göttliche Vorsehung.

Der Glaube an Gott wird für viele Menschen spürbar in der Betrachtung der Schöpfung. Gerade die Natur lädt Menschen der heutigen Zeit ein still zu werden und Gott in der Schöpfung zu entdecken.

Wie sich der Glaube entwickelt oder wo wir uns mit dem Glauben identifizieren und Gott finden kann niemand pauschal erklären. Gott zeigt sich jedem Menschen ganz Individuell und dem Charakter und der Begabung des Menschen entsprechend.

Auch ich bin vom Glauben überzeugt. Auch ich durfte Gott in meinem Leben so wunderbar und vielfältig erfahren, dass ich feststehen kann in der Überzeugung, das mein Glaube an Gott real ist, auch wenn ich ihn nicht direkt sehe. Der Glaube erst macht es mir möglich, Gott in den großen und kleinen Dingen des Lebens zu erleben, und aus dieser Fülle darf ich leben.

 

,, Sehen heißt nicht glauben! Aber glauben heißt Sehen."

Diesen Spruch habe ich vor einigen Jahren einmal in der Seelsorge gehört und seit dem lässt mich dieser nicht mehr los.

 

Ich denke es trifft den Kern der Sache. Paulus versuchte mit ähnlichen Worten zu erklären was glauben heißt.

Glauben heißt an einem Gott festzuhalten der mich geschaffen hat, der mich kennt und der mich durch mein Leben mit seiner Liebe und Vorsehung begleitet.

Glauben ist eine Hoffnung, dass auch schreckliche Dinge ein Ende haben und sich alles zum Guten kehrt.

Glauben ist auch Leben. Ja viele Menschen die überzeugt von ihrem Glauben sind schenken sich durch ihre Überzeugung geführt ganz in Gottes Hand und gehen ins Kloster oder folgen dem Ruf in ein geistliches Amt.

Ja Glaube kann Leben verändern. Dies wird deutlich in so vielen Glaubenszeugnissen. Aber auch in der Seelsorge. Glaube ist etwas was wir also nicht beschreiben können. Jedoch können wir überzeugt sein von dem was wir glauben.

 

Ich möchte Sie einladen, sich einmal Gedanken über den Glauben zu machen vielleicht sogar mit diesen Fragen.

 

Woran glaube ich ?

Was glaube ich?

Kann das so wie ich es erlebe real sein?

Was macht mein Glaube mit mir?

Bin ich überzeugt von dem was ich glaube?

 

Gibt es Menschen die an das selbe wie ich glauben und sollte ich einmal in den Austausch mit ihnen treten?

Liebe Geschwister der Glaube ist eine lange Reise durch unser Leben und lässt sich oft erst durch die Sprache unseres Herzens oder auch in den Taten der Liebe fest machen und erkennen.

So wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche. Bleiben Sie behütet.

 

Ihr Pastor Tobias

Pastor der Unabhängig Katholischen Kirche UKK in der Seelsorgeregion Magdeburger Börde Harzvorland

 


pixabay.com/users/ Steve Buissinne
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Wort zum Sonntag am 18. Sonntag im Jahreskreis

 

Armut und Reichtum

 

Reichtum ist schon eine komische Sache: Ist man Arm, so sehnt man sich oft nach Geld und

Vermögen, ist man jedoch reich so ist das Geld oft eine Last und man ist zudem einsam.

Sendungen im TV zeigen uns oft ein Leben in Luxus, Menschen die im Geld schwimmen und deren Leben eine einzige große Party zu sein scheint. Andere Sendungen zeigen uns dann Menschen die so Arm sind, dass es oft zum Leben nicht reicht – so möchte man meinen.

Was davon ist nun die Realität?

Ich persönlich bin der Meinung, dass beides  überzeichnete Bilder sind. Zwar existieren Armut und Reichtum, oft auch in extremen Maß – jedoch sind sie nicht der Alltag.

So kann ein Mensch in absoluter Armut leben, dabei aber so mit sich zufrieden und glücklich sein, dass dies Reichtum für ihn bedeutet. Andererseits kann ein Mensch, der sich alles kaufen kann, etwas in seinem Leben so schmerzlich vermissen, dass er sich Arm und sogar elend fühlt.

Reichtum, das bedeutet für mich nicht etwas das greifbar ist. Dafür habe ich im Leben zu viel durchgemacht und ich weiß das man wenn man viel hat, auch viel verlieren kann.

Reichtum ist für mich persönlich das Wissen das ich mir angereichert habe, der Glaube der mir immer wieder geholfen hat wenn ich vor Herausforderungen stand und dann natürlich die Menschen die immer für mich da sind.

Reichtum ist für mich nichts greifbares, eher etwas ideelles, denn mir ist klar, dass ich nichts von dem mitnehmen kann was ich hier auf Erden besitze. Alles muss ich zurücklassen: meine Bücher, mein liturgisches Gerät und eben auch jeden Cent den ich besitze. Nichts von dem was ich mir auf Erden angehäuft habe wird mir bleiben.

Doch was sollte mein Herz auch daran hängen? Erwartet mich doch im Paradies ein Reichtum der mit menschlichen Maßstäben nicht zu fassen ist: Die Gegenwart Gottes, all die lieben Menschen die mir vorangegangen sind und das ewige Leben.

Dennoch dürfen wir unser hier und jetzt genießen, da spricht nichts dagegen. Bedingung ist jedoch das wir nicht egoistisch sind, andere nicht ausblenden und bereit sind auch mal zu teilen – das erspart uns vor Allem auch eine unnatürliche Einsamkeit im Hier und Jetzt.

Ihr Diakon 
Michael Peter Hoppmann


pixabay.com/users/mev
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Wort zum Sonntag am 17. Sonntag im Jahreskreis

 

Das goldene Ei 

 

 

 

 

Wenn wir an ein goldenes Ei denken, verbinden wir dies mit etwas für uns Menschen sehr Kostbaren. Kostbares behandelt und pflegt man in der Regel besonders gut. In der Regel. Als Freund italienischer Krimis las ich vor kurzem ein Buch mit dem Titel: "Das goldene Ei". Das Werk befasste sich mit dem Schicksal eines jungen Mannes, der taubstumm war und durch die Einnahme einer Überdosis Tabletten ums Leben kam. Wie sich am Ende der Lektüre herausstellte war der Mutter des Verstorbenen die Existenz ihres Kindes, das nicht sprechen und hören konnte derart unangenehm, dass sie das Kind versteckte und nie behördlich hat erfassen lassen. Sie versteckte ihr eigen Fleisch und Blut vor der Öffentlichkeit. Zum Ende des literarischen Werkes konnte nicht geklärt werden, ob das Todesopfer mit Absicht die Medikamente nahm oder diese mit Süssigkeiten verwechselt hat, da sie "Smarties" sehr ähnlich sahen. Was will uns die Autorin mit diesem Buch sagen, würde jetzt die Frage eines Deutschlehrers lauten, der mit seinen Schülern den Lesestoff im Unterricht bearbeit hat. Gerne nehme ich mir die Freiheit die Antwort zu liefern. Das Werk will uns zeigen, dass nicht wie die Mutter im Buch es tat, ein Kind aufgrund einer Behinderung zu verstecken ist. Das Kind mit der Behinderung ist ein Kind Gottes sowie es das Kind, das ohne eine Behinderung zur Welt kam auch ist. Beide Kinder sind ein goldenes Ei. Etwas besonderes und kostbares, das Eltern als Geschenk sehen dürfen und von daher kranke und gesunde Kinder gleichberechtigt mit großer Liebe zu betreuen sind. Dies gelingt. Mir sind viele Familien bekannt in denen das Kind, das taubstumm auf die Welt kam genau die gleiche Fürsorge erfährt wie sein Geschwisterkind, das ohne eine Behinderung das Licht der Welt erblickte. Wie Jesus schon sagte: "Die Kranken brauchen den Arzt, nicht die Gesunden". Danach lasst uns alle handeln als Menschen. Unabhängig von unseren Berufen. Bringt den Menschen mit Behinderung die gleiche Wertschätzung, Liebe und den notwendigen Respekt entgegen, wie Sie oder Ihr es auch bei den Menschen tut, die von keiner Behinderung betroffen sind. 
Ihr Diakon 
Carsten Kempen 


pixabay.com / RyanMcGuire
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Wort zum Sonntag am 16. Sonntag im Jahreskreis

 

Liebe Freunde und Geschwister im Herrn, liebe Besucher unserer Homepage.

Das heutige Wort zum Sonntag möchte ich unter das Thema stellen :

,,Dankbarkeit in Gott gegründet, sorgt für ein zufriedenes Leben"

In der heutigen Zeit und Gesellschaft stehen wir als Menschen immer unter einem gewissen Erwartungs- und Leistungsdruck. Unser Leben wird scheinbar durch diese äußeren Erwartungen Anderer bestimmt und geprägt.

Nur wer dies und jenes leistet ist angesehen.

Es geht schon los mit der Erwartung eines überdurchschnittlichen guten Schulabschlusses unserer Kinder. Oder auch das Erlernen oder Studieren eines besseren Berufes, der so viel Geld in die Kassen spült damit man mit anderen mithalten kann und sich nicht die Blöße geben muss, finanziell schlechter da zu stehen als andere.

Wer nicht mithalten kann wird schnell an den Rand gestellt - mit einer bloßen Verurteilung der Person.

Das schönste Haus soll es sein, das teuerste Auto, ein toller Job - auch wenn man keine Lust auf diesen Beruf hat, Hauptsache das Geld stimmt und ich kann einen hohen Lebensstandard halten.

Niemand wagt es gern sich gegen den Mainstream zu stellen damit man in der breiten Masse nicht aus dem Ruder läuft.

Doch macht uns dieser Druck und das Geld wirklich glücklich?

Ich bin überzeugt davon dass es uns auf die Dauer nur krank und kaputt macht.

Denn wichtiger noch als Geld und Leistung, ist die körperliche und geistige Gesundheit. Denn diese ist wichtig für ein fröhliches und ausgeglichenes Leben.

Gott ruft uns auf, sich nicht den Idealen und dem Mainstream der Massen anzuschließen oder sich unterordnen zu müssen. Gott legt mehr Wert darauf, das wir alle ganz Individuell sind und so leben wie er es uns schenkt und ermöglicht. Denn nur wenn wir uns nicht den Fängen des Geldes und des Leistungsdrucks unterordnen, werden wir eine Freiheit haben die uns atmen und glücklich leben lässt.

Ja Gott möchte das wir erkennen dass wir so wie wir sind gut sind und das wir nicht diesen Erwartungen nachlaufen müssen sondern das alles so geschieht wie er es für uns angedacht hat. Denn Gott weiß, was uns gut tut und glücklich macht.

Wenn wir das erkannt haben können wir dankbar sein und dann ist die Freiheit in Christus nahe.

So ermutige ich Sie und Euch, probiert doch einfach einmal aus, alles etwas herunter zu fahren, sich die Last von den Schultern nehmen zu lassen und einfach einmal durchzuatmen.

Das Leben ist zu kurz und alles hat seine Grenzen.

Mainstream ändert sich häufig aber das Leben das wir haben, ist einmalig.

Lassen wir uns durch die Dankbarkeit von Gott befreien. Wir können mit dem nötigsten zufrieden sein, denn dann ist auch Zeit sich an den kleinen und wesentlichen Dingen zu erfreuen.

Gott dankbar zu sein heißt sich auch bewusst zu machen, ich habe alles was ich brauch und ich habe noch Zeit für meine Familie und Freunde aber auch noch Zeit für mich selbst.

Leistung ist nicht alles im Leben und ein hoher Lebensstandard ist toll aber am Ende des Lebens hat das alles keinen Wert mehr.

Gott nahe zu sein ist mein Glück heißt es. Und darauf dürfen wir vertrauen.

 

Gottes Segen

 

Ihr Pastor Tobias



Bild: Pixabay
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15. Sonntag im Jahreskreis

 Mit der Not anderer leben 

Südafrika habe ich seit dem Jahr 2008 achtmal bereist. Sehr verbunden fühle ich mich dem Westkap. Insbesondere der Stadt Cape Town. Ich möchte behaupten können, dass ich von den schönen Seiten dieser Metropole und der Westkapregion vieles gesehen habe und kenne, aber es dennoch eine Lücke bei all diesen Reiseerfahrungen gibt, die ich unbedingt schließen möchte. 
2020 werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach Kapstadt besuchen. Bei diesem Besuch wird alles etwas anders werden. Anstatt wie zuvor im Stadtteil Sea Point in einer Touristenunterkunft zu wohnen, werde ich 10 Tage in einem Armenviertel der Stadt einem sogenannten Township wohnen. Armut, Hunger, Krankheit und Gewalt sind dort an der Tagesordnung. Kirche soll schließlich dahin gehen, wo es weh tut.
Der heilige Kamillus von Lellis, dessen die Kirche an diesem Sonntag gedenkt, hat den Orden der Kamillianer gegründet. Der Orden hat sich bis heute der Pflege kranker Menschen verschrieben. Er war ein Priester, der Kranke, Arme und Strafgefangene betreute. Letztendlich war dieser Kirchenmann ein jemand, der ein gutes Beispiel dafür war, dass Kirche dahin geht, wo es weh tut. Er ging dorthin, wo Menschen in Not leben. Der Not der Menschen möchte ich mich in 15 Monaten in Südafrika stelle. Sich der Not unserer Mitmenschen zu stellen, dass können wir alle bereits schon hier vor unserer Haustür, was ich auch mache. Es reicht schon aus mit dem Bettler auf der Straße ein paar freundliche Worte zu wechseln. Auch so im Kleinen lässt sich bereits mit der Not anderer leben. Lassen Sie uns gemeinsam dem guten Vorbild des heiligen Kamillus folgen. 
Ihr Diakon
Carsten Kempen

 



Bild: Pixabay
Bild: Pixabay

14. Sonntag im Jahreskreis

 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Geschwister im Herrn.

Auch an diesem Sonntag wollen wir Ihnen ein gutes Wort mit in den Tag des Herrn und in die neue Woche geben.

Die Freude am Herrn ist unsere Stärke, so heißt es in der Schrift. Kennen wir diese Freude heute noch, in einer Zeit wo es in den Nachrichten aus der Welt nur um Krankheit Mord und Totschlag geht?

 

Kennen wir noch diese Freude wenn wir in Sorge sind um unser eigenes Leben und um das eines unserer geliebten Menschen?

Es ist nicht immer leicht in voller Freude durch den Tag zu gehen. Da gibt es den Ärger in der Familie oder im Beruf. Da ist die Fahrt mit dem Auto auf der Autobahn wo wir ausgebremst werden durch einen elendig langen Stau, welche uns an die Grenzen der Geduld bringt.

Aber bei der Freude am Herrn geht es weit mehr, als um ein breites Feiertags- grinsen.

 

Hierbei geht es um eine Freude die von innen heraus spürbar wird. Wir freuen uns dass wir eine sein dürfen mit unserem Herrn und das er als unser täglicher Begleiter und Freund stets an unserer Seite ist und uns auch dann mit Freude erfüllt, wenn uns eigentlich nicht danach ist.

 

Freude kann viel Sorge vertreiben auch wenn es nur für einen Moment ist.

Meine Freude am Herrn ist das ich sein Kind bin und er mich bedingungslos liebt trotz meiner vielen Ecken und Kanten sowie Sünden. Vielleicht liebt Gott uns gerade deswegen weil er uns aus unseren Fehlern befreien will so das auch wir aus unserer Sicht erkennen wie wunderbar Gott an mir handelt, im kleinen und im großen.

Für mich ist die Freude am Herrn aber auch die Gemeinschaft mit meinen Geschwistern im Glauben. Die gemeinsame Zeit die wir verleben, die Gemeinschaft in der Messe und im Gebet. Aber auch in der Seelsorge wenn ich anderen helfen kann , wird mir die Freude an Jesus zu meiner Stärke.

 

Gott stärkt uns mit Freude , Trost und Liebe und darauf dürfen wir alle Zeit zählen. Auch im Kummer macht er und stark und kann uns wieder Freude ins Herz schenken.

Lassen wir uns von der Freude im Herrn ergreifen und Leben wir so freudiger in den Tag und in die kommende Woche hinein.

 

Ihr Pastor

Tobias Schüßler



Bild:  Kunstzirkus  / pixelio.de
Bild: Kunstzirkus / pixelio.de

13. Sonntag im Jahreskreis / Hl. Otto von Bamberg

Einstehen für eine Sache, Einstehen sogar für den eigenen Glauben wird uns Menschen heutzutage nicht immer leicht gemacht. Wird man doch gebeten nicht über seinen Glauben zu sprechen oder man hört Sätze wie: "Finde ich toll, was Du machst, aber für mich ist das nichts". Immer mehr, werde ich Ohrenzeuge dieser Aussagen. Grade dann, wenn ich mit Menschen über die Themen Glauben, Kirche und meinen Dienst als Diakon spreche. Aber ich werde nicht müde am Ball zu bleiben und die Themen immer wieder zu thematisieren. Wenn wir als gläubige Menschen unseren Glauben an Gott oder wir als aktive Priester und Diakone unseren Dienst in der Kirche verschweigen, laufen wir Gefahr das der Glaube an die Untrennbarkeit von Glaube und Kirche ein jähes Ende hat. Der heilige Otto, dessen wir 30.06. gedenken, hielt Zeit seines Lebens an seinem Glauben fest. Einladen möchte ich alle Gläubigen dazu öffentlich zu ihrem Glauben zu stehen und ihn gemeinsam mit der Kirche zu praktizieren, bis Gott uns in sein Reich holt. 

Ihr

Diakon

 

Carsten

Kempen



Wort zum Sonntag - Dreifaltigkeit 2019

Bild: Pixelio.de (Baobap)
Bild: Pixelio.de (Baobap)

 

Baobap.

 

Das bedeutet Lebensbaum. Dieser Baum ist nicht in der heiligen Schrift erwähnt.

Er befindet sich unter Anderem auch in den botanischen Gärten von Kirstenbosch, das zu Kapstadt in

Südafrika gehört.

Vor über 6 Jahren schloss vor diesem Baum die isländische Schriftstellerin Elva Thordis ihren Ex Freund den australischen Sozialarbeiter Tom Stranger in den Arm. Man könnte sagen, dass dies nichts besonderes ist. Das kann ja auch noch heute vorkommen, dass sich zwei einst in Liebe verbundene Menschen trennen, aber über die Trennung hinaus im Guten miteinander verbunden sind.

 

So einfach war es bei den Beiden nicht. Im Gegenteil. Im Jahre 1996 war Tom Stranger als Austauschschüler in Island, wo er Elva Thordis kennenlernte.

Die Zwei verliebten sich ineinander und wurden ein Paar.

Eines Abends nach dem Besuch einer Party vergewaltigte Tom Stranger seine damalige Freundin ohne dafür von der isländischen Justiz belangt worden zu sein. Neun Jahre nach diesem schrecklichen Verbrechen bauten Täter und Opfer per Mail Kontakt zueinander auf.

Elva Thordis beschloss sich mit ihrem Peiniger zu treffen, weil sie ihm vergeben wollte. Dies gelang ihr, als sie ihren damaligen Vergewaltiger am besagten Baobap in den Arm nahm und ihm sagte, dass sie ihm seine Tat vergebe.

Immer da, wo Vergebung gelingt, immer da, wo der Friede zwischen Menschen und Völkern gelingt, ist die heilige Dreifaltigkeit dabei. Vater, Sohn und heiliger Geist. Sie stehen für Frieden und Vergebung. Beides geht von der

den Dreien aus.

Wenn Sie, wenn Ihr jemanden habt, dem ihr vergeben möchtet, so denkt an die heilige Dreifaltigkeit. Mit ihrer Unterstützung gelingt Vergebung.

Amen.

 

Ihr

Diakon

 

Carsten

Kempen



Wort zum Sonntag - Pfingsten 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

Ganz herzlich grüße ich Sie zum Ersten Wort zum Sonntag, der Unabhängig Katholischen Kirche UKK, am heutigen Pfingstsonntag.

Fünfzig Tage lang haben wir nun das höchste Fest der Christenheit, das Osterfest, gefeiert.

Mit dem heutigen Fest feiern wir nun den Geburtstag der Kirche und damit auch den Beginn der Evangelisation der Menschen. Gott sandte seinen Heiligen Geist auf seine Jünger herab und befähigte sie die frohe Botschaft Jesu, das Evangelium, hinaus in die Welt zu tragen. Bis heute ist der Gute Geist Gottes ein täglicher Begleiter, Ratgeber und Mittler zwischen Gott Vater und den Menschen.

Durch Gottes Geist geschahen und geschehen auch heute noch Zeichen und Wunder an den Menschen und der Schöpfung Gottes.

Auch Pfingsten ist somit ein zentrales Fest der Christenheit.

 

Besondere Freude empfinde ich heute, da wir die Kapelle unsere Eremitage in Nordhessen ihrer Bestimmung übergeben und sie zur Ehre Gottes weihen.

Unsere Eremitin lebt an diesem Ort und die Kapelle, welche dem Heiligen Wendelin in besonderer Weise empfohlen wird, soll ein Ort der Ruhe, Einkehr und Anbetung Gottes sein.

Zu jeder Eremitage gehört ein Haus des Herrn, eine Kapelle , welche nicht nur Zuflucht und Kontemplation für den Eremiten, sondern auch für jeden Sinnsuchenden bietet.

 

Schon im Alten Testament der Bibel im Propheten Haggai wird uns deutlich gemacht, wie wichtig es ist, zu erst das Haus des Herrn zu bauen und dann den Segen Gottes für sein Dienst und Leben zu empfangen.

Gerade hier fühle ich mich sehr mit unserer Eremiten Schwester verbunden, die zu Beginn ihres Dienstes das Haus des Herrn baut und ihm ganz weiht, als Ort des Gebetes und der gelebten Nächstenliebe.

So wird auch am heutigen Pfingstsonntag, die Geburt einer Gemeinde Jesu gefeiert und daran erinnert, wie Jesus seinen Geist über seine geliebten Menschen aus gießt.

Möge Gott der Herr diesen Dienst segnen.

 

Ich wünsche Ihnen und ihren Lieben Gottes väterlichen Segen und seine unendliche Liebe. Möge er sie begleiten und auch in schweren Zeiten bei Ihnen sein.

 

Gott segne Sie

Pax et bonum

 

Es grüßt sie Pastor Tobias Schüßler aus der Seelsorge Region Magdeburger Börde/Harzvorland .