Image by Pete Linforth from Pixabay
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Wort zum Sonntag am 28. Sonntag im Jahreskreis 

 

 

Jesus im Grenzgebiet von Samarien und Galiläa

 

 

11 Und es geschah auf dem Weg nach Jerusalem: Jesus zog durch das Grenzgebiet von Samarien und Galiläa. 12  Als er in ein Dorf hineingehen wollte, kamen ihm zehn Aussätzige entgegen. Sie blieben in der Ferne stehen 13   und riefen: Jesus, Meister, hab Erbarmen mit uns! 14  Als er sie sah, sagte er zu ihnen: Geht, zeigt euch den Priestern! Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie rein. 15  Einer von ihnen aber kehrte um, als er sah, dass er geheilt war; und er lobte Gott mit lauter Stimme. 16        Er warf sich vor den Füßen Jesu auf das Angesicht und dankte ihm. Dieser Mann war ein Samariter. 17  Da sagte Jesus: Sind nicht zehn rein geworden? Wo sind die neun? 18  Ist denn keiner umgekehrt, um Gott zu ehren, außer diesem Fremden? 19  Und er sagte zu ihm: Ste h auf und geh! Dein Glaube hat dich gerettet. ( Einheitsübersetzung – 2016)

 

Sofort fällt mir bei dem Evangelientext, wo 10 Auswärtige geheilt werden, auch das Gleichnis ein, wer ist dem Opfer, das unter die Räuber fällt und fast erschlagen wird, der Nächste. Auch im Gleichnis ist es ein Mann aus Samarien, der dem Opfer Barmherzigkeit zukommen lässt. - Unser Gott fordert von uns: "Seid barmherzig untereinander, so wie ich barmherzig zu euch bin!" - Schon in den 10 Geboten steht: 

1. Du sollst Gott lieben mit all deinen
     Sinnen!
2. Du sollst Deinen Nächsten lieben wie
    dich selbst!
Der Evangelientext schildert, dass die 10 Auswärtigen aus Verantwortung in der Ferne stehen bleiben. - Sie erkennen Alle, dass Jesus von Gott  gekommen ist und sagen folgerichtig: " Hab Erbarmen mit uns!" - Jesus, in der Vollmacht des Vaters, hat Erbarmen mit Ihnen. - Sein Befehl:"Geht, zeigt euch den Priestern!"-dient im Prinzip der Glaubensprüfung. Diese Prüfung haben Alle 10 bestanden, denn Alle sind zu den Priestern gegangen. - Sie hätten auch der Hoffnungslosigkeit verfallen können. - Noch während sie hingingen, wurden sie rein. -  Der Glaube hat sie geheilt!
Vers 15 ist der Wendepunkt im LEBEN für einen der ehemals Auswärtigen. Während 9 von 10 (90%) dem gewohnten LEBEN nachgehen, erkennt wenigstens1 von 10 (10%), woher die Heilung geschehen ist. - Und genau dieser eine, ein Fremder, ist ebenfalls ein Samariter wie im Gleichnis. -  Und der kommt Gott lobend zurück zu Jesus. Hieran ist erkennbar, wie echte Nachfolge praktiziert werden muss.
DU SOLLST GOTT LIEBEN MIT ALL DEINEN SINNEN! 
Jesus wäre als einfacher Mensch wahrscheinlich enttäuscht gewesen von dem Erfolg seines Handelns. Aber er erkennt genau diese Schwäche des Menschen. - ERFOLGSDENKEN! - Weil er vom Vater gesandt worden ist, weiss er, dass jede gute Frucht auch weiter gute Frucht bringt! - Die gute Frucht ist in diesem Fall : GOTT LOBEN! - Jetzt kann er diesen Einen auch in die Welt - ins LEBEN - senden. Er sendet ihn wie ein Schaf mitten unter die Wölfe! - Als guter Hirte weiss er, es geht keines dieser Schafe verloren!- AMEN!
Lothar Schmieding

 


Image by Michi-Nordlicht from Pixabay
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Wort zum Sonntag am 27. Sonntag im Jahreskreis (Erntedank)

 

 

Erntedank

 

 

Dankbarkeit liegt in der Natur des Menschen: Wir sind davon abhängig Dinge die für das Leben notwendig sind zu bekommen, um so unsere Existenz und unser Fortbestehen zu sichern. Der Gedanke, dass unser Leben nun Fortbestand hat, wir eventuell einen kalten Winter überstehen oder eine schwere Krankheit lässt uns Dank empfinden – zumindest sollte es so sein.

Unsere Vorfahren, unsere Ahnen, lebten in der bewussten Wahrnehmung der Jahreszeiten:
Zum Ende des Winters, wenn die Tage länger wurden und der Boden langsam taute, wurden die Äcker urbar gemacht. Sie wurden gepflügt, eventuell mit dem über den Winter gesammelten Dung genährt und vorbereitet zur Aussaat.
Im Frühling wurde die Saat ausgebracht, die Zwiebeln vom Vorjahr und andere Knollen eingesetzt. Zeitgleich begann die bunte Zeit: Alles grünte und begann zu blühen. Die Zeit der Feste war gekommen.

Der Sommer bedeutete erste Ernten, Jagen und Fischen, aber auch das erste Einlegen von Obst und Gemüse für den Winter, der mit großer Gewissheit immer und immer wieder kommt.

Und kaum war der Sommer zu Ende, musste nun im Herbst alles eingebracht werden was reif und nahrhaft war für die kalte Zeit.
Es war die Zeit des großen Danks an die Götter für die reiche Frucht die unsere Vorfahren den Winter überleben lies.
Und dann war da der Winter: Für unsere Ahnen begann die dunkle Zeit mit dem Gedenken an die Toten Ende Oktober und dem Willkommen heißen des Stechpalmenkönigs. Oft verbunden mit dunklen und grausamen Ritualen, die wir ablegen konnten mit der Verbreitung der Heiligen Schrift. Im Winter da wurde repariert oder neu geschaffen was für das kommende Jahr, den neuen Kreislauf notwendig war.
Unsere Vorfahren lebten mit und im Kreislauf der Jahreszeiten. Und die Kirche übernahm diese Feste und Traditionen (sofern sie gut und sinnvoll für den Menschen und den Glauben waren) weil auch die Mönche und Nonnen die Europa das Wort des Herrn brachten um die Wichtigkeit der Jahreszeiten und des Lebens mit der Natur wussten.
Doch statt oft grausamen und gar merkwürdigen Göttern zu danken, dankte man nun bei der Ernte dem Schöpfer und seinem Sohn Jesus Christus. Man wusste nun wer uns das Leben und die Frucht der Erde schenkt.

Und heute? Erntedank ist vielen ein Begriff den man nicht mehr kennt. Das amerikanische Thanksgiving (welches Ende November gefeiert wird und der Ankunft der Pilgerväter auf dem neuentdeckten amerikanischen Kontinent gedenkt) ist oftmals bekannter. Noch geläufiger ist den meisten Halloween, das Fest der Toten welches im Christentum nicht gruseligen Gestalten sondern dem Leben und Wirken der Heiligen gewidmet ist und am 1. November mit Allerheiligen gefeiert wird.

Dankbarkeit für Nahrung ist vielen fremd: Supermärkte haben mittlerweile rund um die Uhr geöffnet und exotische Früchte gibt es das ganze Jahr über. Weder Obstregal noch Fleischtheke lassen uns wissen ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter ist. Nur der Ansturm von Lebkuchen und Weihnachtsdeko im August schon weißt auf den 5 Monate später beginnenden Winter hin.

Wofür also noch Dank empfinden?

Hier gilt es nun individuelle Alternativen zu schaffen, für die wir dankbar sein können: Bei mir ist es die Gesundheit meiner Katze, einen festen Arbeitsplatz zu haben und in einem Land zu leben das mittlerweile Jahrzehnte vom Krieg verschont ist und über ein gutes Sozialsystem verfügt.
Ob es dafür ein eigenes Fest braucht sei dahingestellt.
Ich selbst sehe Erntedank mittlerweile nicht mehr wie unsere Vorfahren als Dank für die Ernte und Nahrung, viel mehr als Wertschätzung für jene die Tag für Tag daran arbeiten das unsere Regale in den Supermärkten so gut gefüllt sind: Die Bauern und jene die in der Nahrungsmittelindustrie oft extrem harte Arbeit leisten.
Erntedank kann auch Rückbesinnung sein auf die Herkunft unserer Nahrung:
Muss es das ganze Jahr Obst sein das eingeflogen wird? Oder ist es nicht sinnvoller sich wieder auf die Jahreszeiten zu besinnen und den regionalen Wochenmarkt zu besuchen?
Muss Fleisch wirklich billiger als Gemüse sein? Ich denke da nur an den aktuellen Fleischskandal der sogar Menschenleben gekostet hat.

Soll der Laib Brot wirklich mit Schweineborsten im Teig behandelt sein um eine gewisse Struktur zu schaffen die jedem gefällt oder darf ein Laib Brot wieder mehr als 99 Cent kosten?

Wäre es nicht sinnvoll, dass die die für unser täglich Brot arbeiten auch vernünftig bezahlt werden?

All dies Gedanken die man sich an Erntedank stellen kann.

Und dann der Dank an Gott: Dafür dass wir immer noch von größeren Klimakatastrophen verschont sind und nicht hungern müssen. Dafür das unser Tisch täglich überquillt von Essen und Trinken, selbst dann wenn wir wenig Geld haben – weil es ein funktionierendes Sozialsystem gibt.

Und dafür das unser Ökossystem noch immer durchhält, obwohl die Müllberge wachsen weil wir viel zu viel wegwerfen.

Letztendlich auch dafür, dass Gott uns ein Hirn gegeben hat um über solche Dinge nachzudenken.

 

Euer Michael Peter Hoppmann


Image by cocoparisienne from Pixabay
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Wort zum Sonntag am 25. Sonntag im Jahreskreis

 

 

Ohne Umwege in die ewige Wohnung 

 

Im Gespräch mit Gläubigen wird mir oft die Frage gestellt, ob Verstorbene direkt ins Paradies kommen, wenn sie für immer eingeschlafen sind. Bei den Dialogen stellen sich oft häufig verschiedene Vorstellungsmuster heraus, wie sich die Menschen ihre Zeit nach dem Tod vorstellen. Es gibt Menschen, die daran glauben, dass sie vor Gott stehen und ihre Sünden, die sie auf der Erde begangen haben durch ihren Schöpfer vor Augen geführt wird. Erst dann, wenn sich die verstorbene Seele zu ihren Verfehlungen für "schuldig" bekennt, würden sich die Pforten zum Paradies öffnen. Andere sind fest der Überzeugung, dass Gott ihre Seelen direkt nach dem Entschlafen in ihre ewige Wohnung führt. Manche vertreten die Auffassung, dass sie von den Menschen, die ihnen wichtig waren und bereits vor ihnen von dieser Welt gegangen sind an der Himmelstür in Empfang nehmen und sie ins Paradies führen. 
Wie sie sehen, gibt es viele Bilder davon, die sich Menschen ausmalen, was ihr Leben nach dem Tod betrifft. Wäre ich Professor für Kunst und diese Menschen wären meine Studenten, so müsste ich hingehen und diese Bilder mit einer Note sowie mit einem Kommentar gegebenenfalls bewerten. Als Diakon kann ich den Menschen die Freiheit lassen an ihrem Bild vom Weg ins Paradies festzuhalten oder abzuweichen. Im Endeffekt habe ich die Möglichkeit ihnen mein Bild vom Weg ins Paradies wörtlich zu beschreiben. Nur verlange ich nicht, dass sie es annehmen. 
Meiner Auffassung nach glaube ich nicht, dass an der Himmelstür ein Gott mit meinem Sündenregister in der Hand auf mich wartet, um mir meine Verfehlungen vorzuhalten und darauf wartet, was ich zu meiner Verteidigung vorzubringen habe. Vielmehr vertraue ich auf einem Gott, der mich in den Arm nimmt und im Paradies willkommen heißt. Mir ohne Hindernisse den Weg in meine ewige Wohnung weist. Ich vertraue auf einen Gott, der mich so sehr liebt, dass er mir all meine Sünden vergeben hat und ich frei von jeder Schuld meinen Platz im Paradies ohne Barrieren erreiche. 
Diese Ansicht wünsche ich Ihnen und Euch zumindest auch. 
Ihr/Euer 
Diakon Carsten Kempen

Photo by Josep Castells on Unsplash
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Wort zum Sonntag am 22. Sonntag im Jahreskreis

 

Abenteuer Familie

Familie ist nicht immer einfach sagte einst der Assistent eines Kommissares in einer Krimiserie.

Diese Aussage ist sehr zutreffend. Die Familie bei der alles rund läuft und wo allzeit der Haussegen gerade hängt, müsste noch gebacken werden. So manches Gewitter zieht manchmal über den Familienmitgliedern auf. Es blitzt, kracht und donnert. Und ja da war doch was.

Genau das: "Ein Gewitter reinigt die Luft". Solche Gewitter können auch schon mal etwas andauern. Sie beruhigen sich nicht von gleich auf jetzt. So fragt sich dann der ein oder andere an dem Familiengewitter freiwillig oder auch unfreiwillig Beteiligte  es noch donnern und krachen mag. Denn die Last des Konflikts liegt einer Partei, die sich vielleicht durch den Streit verletzt fühlt besonders schwer auf dem Magen.

In dieser für Menschen nicht einfachen Lage hilft mir persönlich das Gespräch mit Gott. In ihm finde ich Zuhörer, Tröster und Halt in einer Person. Wenn jemand das Gefühl hat, nur Türen zu öffnen, hinter denen sich Probleme verbergen, der findet in Gott jenen, der ihn väterlich an die Hand nimmt und ihn zu einer Tür führt, hinter der sich ein Weg zur Versöhnung, ein Weg des Verzeihens, ein Weg zum Respekt und liebevollen Umgangs sowie der Weg zu einer familiären Einheit befindet.

Diese durch Gott ermöglichte Begegnung wünsche ich allen Menschen dieser Erde, die sich im Konflikt mit ihren Mitmenschen befinden. Lassen Sie sich von Gott an die Hand nehmen. Es lohnt sich.

Ihr Diakon 
Carsten Kempen 

 


pixabay.com/users/11333328
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Wort zum Sonntag am 21. Sonntag im Jahreskreis

 

GamesCom 

 

In dieser Woche findet in Köln die Gamescom statt. Eine der größten Veranstaltungen zum Thema Games aus alles Bereichen. Selbst die Bundeswehr ist dort vertreten und sucht nach den Soldaten

der Zukunft.

Die Menschen die sich hier treffen eint die Leidenschaft zu Spielen aller Art: von den oft unnötig verteufelten EgoShootern, über Simulations- und Onlinerollenspielen bis hin zur altbekannten aber mittlerweile technisch fortschrittlichen Konsole ist alles vertreten.

Ich selbst bin seit 15 Jahren in der World of Warcraft unterwegs, praktisch von der ersten Stunde des bekannten Klassikers. Eine Welt die nach außen hin mittelalterlich wirkt, von Magie und dem Kampf Gut gegen Böse geprägt ist – so wie man sich das eben vorstellt. Doch die Geschichten die sich in dieser Welt abspielen gehen viel mehr in die Tiefe als Außenstehende ahnen, haben viel mit unserer greifbaren Welt gemein: Politik und Intrigen, die Konkurrenz zwischen Religionen und korrupte wie auch machtgierige Geistliche (allen voran der ehemalige Bischof von Sturmwind), Völker die aus ihrer Heimat vertrieben werden und Schutz suchen in der Fremde, Waisenhäuser mit Kindern deren Eltern im Krieg starben, Friedhöfe mit Grabsteinen auf denen die Lebensgeschichte der Verstorbenen nachzulesen ist, dann aber auch Gasthäuser in denen gelacht und getrunken wird. All das und noch viel mehr.

Inmitten dieser Geschichte befindet sich der Spieler, der sich seine Rolle aussucht und lebt was er im realen Leben nicht sein kann oder darf: Ein Krieger der die Schwachen mit seinem Schild beschützt, ein Priester der die verwundeten heilt, ein Paladin der die Kräfte eines unsichtbaren Gottes anruft um das Böse zu vertreiben, der schrullige Zauberer oder naturverbundene Druide, der Schamane der mit den Elementen spricht oder der böse Hexer der versucht die Dämonen zu kontrollieren – Alle jedoch mit dem Ziel, den Planeten und ihre Heimat zu schützen in ritterlicher Manier.

Schon immer wollten die Menschen dem Alltag entfliehen, sich vorstellen etwas heldenhaftes zu tun. Waren es einst die Geschichten in Büchern und noch früher die Barden und Minnesänger an den Höfen und Burgen die die Menschen entführten hin heldenhafte Welten, so sind es heute die Onlinespiele in denen Menschen sich verlieren dürfen und sollen um ihre ritterliche Seite auszuleben.

Wir Menschen haben ein ganz großes uns wertvolles Gerechtigkeitsbewusstsein. Dies wird in den Onlinerollenspielen oft trainiert und zusätzlich zu Hand- Augenkoordination und Geschicklichkeit, vermitteln diese Spiele ein hohes ethisches Bewusstsein.

Gerade in einer Welt in der die Religionen ihren Einfluss verloren haben, besonders auch im ethischen Bereich (was oft ihren eigenen Fehlern zuzuschreiben ist) zeigt sich der Wunsch der Menschen nach einer Welt die dies vermittelt und Spiele können hier die Aufgabe übernehmen soziale und moralische Werte zu vermitteln.

Jetzt könnte man sagen: Wozu braucht es dann noch Kirchen und Religionen, wenn die moderne Welt ihre Alternativen hat?

Die Frage ist berechtigt und soll zum Nachdenken anregen. Wenn wir als Vertreter von Kirche und Religion unseren Platz in der Welt nicht finden, werden wir aussterben. Andererseits basieren gerade die Werte in den modernen Alternativen, wie den Onlinerollenspielen, auf denen der christlichen Moral und den Werten die aus dem Christentum erwachsen sind.

Es ist unsere Aufgabe mit den modernen Medien umzugehen, sie zu nutzen und auf jene zuzugehen die sogenannte NativeUser sind und keinen Sinn mehr im Gebet in einer realen Kirche sehen und sich stattdessen zu virtuellen Trauungen in Welten aus Bits und Bytes treffen.

Aber auch die Generationen vor der Generation Virtual Reality sind gefordert: Nicht alles verteufeln und ablehnen was die jungen Menschen machen. In den Dialog treten und offen sein ist hier

wichtig, denn die Jugend hat es im positiven Sinne faustdick hinter den Ohren: Sie prägen unsere Zukunft und nur wenn wir offen für ihre Ideen sind, sind sie auch offen für unsere Gedanken und nur dann haben auch wir als Kirchen, Geistliche und die Religion an sich mitgenommen zu werden in die Zukunft.

 

In diesem Sinne: Lasst uns miteinander „spielerisch“ die Zukunft gestalten!

 

Euer: Michael Hoppmann



pixabay.com/users/Free-Photos
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Wort zum Sonntag am 20. Sonntag im Jahreskreis

 

 31 Jahre später

 

Auch heute wird sie an das liebevoll gepflegte Grab ihrer Tochter gehen. Vielleicht wird sie frische Blumen auf die letzte Ruhestätte ihres Kindes legen. Vielleicht hält sie aber auch nur inne. Schweigend, dem Schmerz der Erinnerung ausgesetzt. Oder auch im Gespräch mit der Toten. Auch ein Gebet könnte es sein, dass sie laut oder leise spricht. Überlassen wir es ihr der Mutter ganz allein, wie sie heute am 31. Todestag ihres Kindes diesem schrecklichen Ereignis gedenkt. Sie war noch sehr jung. Gerade 18, als sie bei einem Schusswechsel zwischen der Polizei und den Geiselnehmern tödlich verletzt wurde. 
Eingangs habe ich Vermutungen genannt, nach welchem Muster die Mutter der getöteten jungen Frau heute auf dem Friedhof ihrem Kind, das ihr genommen wurde gedenkt.
Da, wo ich keine Vermutungen anstelle ist, dass ich fest daran glaube, dass die trauernde Mutter nicht alleine ist mit ihrem Schmerz. Trauernde erfahren die tröstende Liebe Gottes. Er ist der liebende Vater, der auch heute jene Mutter in seine tröstenden Arme schließt, die vor 31 Jahren ihr Kind auf grausame Weise verloren hat. Es ist ein Gott des Lebens und der Hoffnung. Das Leben der Silke Bischof wurde ihr vor 31 Jahren auf der Erde genommen. Sie lebt es aber unendlich weiter in ihrer ewigen Wohnung bei Gott. Dort wird sie eines Tages an der Himmelspforte stehen und ihre Mutter in Empfang nehmen. Dieses Bild vor Augen zu haben wünsche ich der Mutter von Silke Bischof und all den Menschen, die um einen  Menschen, der ihnen sehr nahe stand trauern. Dieses Bild enthält für mich Trost, Hoffnung und Wiedersehensfreude zugleich. Und letztere wird kein Ende haben, wenn man an der Tür zum Paradies von jenen Seelen abgeholt wird, die einem vorausgegangenen sind und schmerzlich vermisst wurden. 
Lasst uns heute beten für die ums Leben gekommenen und Lebenden Opfer sowie ihre Angehörigen, deren Schicksal sich durch das Geiseldrama von Gladbeck auf tragische Art verändert hat.
Ihr Diakon 
Carsten Kempen 


pixabay.com/users/ Pexels
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Wort zum Sonntag am 19. Sonntag im Jahreskreis

 

Am heutigen Sonntag wollen wir einmal in den Text der zweiten Lesung aus dem Hebräerbrief schauen.

Dieser Bibel Text des 19. Sonntag im Jahreskreis, steht im Zeichen des Glaubens.

Der Heilige Apostel Paulus kennt auch aus seinem persönlichen Leben die brennende Frage, was ist der Glaube , und wie kann ich diesen anderen Menschen erklären.

 

Dazu sagt er aus, dass der Glaube ein Feststehen in einer Überzeugung ist, dass sich schlecht beschreiben oder gar sehen lässt.

Die Welt des Glaubens ist also ein Wissen oder gar eine persönliche Überzeugung, die uns Dinge sehen und verstehen lässt, die eigentlich nicht erklärbar oder visuell fassbar sind.

 

Wer hat Gott gesehen ?

 

Und dennoch gibt es Menschen, die davon überzeugt sind, das es einen Gott gibt. Sie begründen ihren Glauben durch kleine Wunder in ihrem Leben. Aber auch durch die übernatürliche Bewahrung durch die göttliche Vorsehung.

Der Glaube an Gott wird für viele Menschen spürbar in der Betrachtung der Schöpfung. Gerade die Natur lädt Menschen der heutigen Zeit ein still zu werden und Gott in der Schöpfung zu entdecken.

Wie sich der Glaube entwickelt oder wo wir uns mit dem Glauben identifizieren und Gott finden kann niemand pauschal erklären. Gott zeigt sich jedem Menschen ganz Individuell und dem Charakter und der Begabung des Menschen entsprechend.

Auch ich bin vom Glauben überzeugt. Auch ich durfte Gott in meinem Leben so wunderbar und vielfältig erfahren, dass ich feststehen kann in der Überzeugung, das mein Glaube an Gott real ist, auch wenn ich ihn nicht direkt sehe. Der Glaube erst macht es mir möglich, Gott in den großen und kleinen Dingen des Lebens zu erleben, und aus dieser Fülle darf ich leben.

 

,, Sehen heißt nicht glauben! Aber glauben heißt Sehen."

Diesen Spruch habe ich vor einigen Jahren einmal in der Seelsorge gehört und seit dem lässt mich dieser nicht mehr los.

 

Ich denke es trifft den Kern der Sache. Paulus versuchte mit ähnlichen Worten zu erklären was glauben heißt.

Glauben heißt an einem Gott festzuhalten der mich geschaffen hat, der mich kennt und der mich durch mein Leben mit seiner Liebe und Vorsehung begleitet.

Glauben ist eine Hoffnung, dass auch schreckliche Dinge ein Ende haben und sich alles zum Guten kehrt.

Glauben ist auch Leben. Ja viele Menschen die überzeugt von ihrem Glauben sind schenken sich durch ihre Überzeugung geführt ganz in Gottes Hand und gehen ins Kloster oder folgen dem Ruf in ein geistliches Amt.

Ja Glaube kann Leben verändern. Dies wird deutlich in so vielen Glaubenszeugnissen. Aber auch in der Seelsorge. Glaube ist etwas was wir also nicht beschreiben können. Jedoch können wir überzeugt sein von dem was wir glauben.

 

Ich möchte Sie einladen, sich einmal Gedanken über den Glauben zu machen vielleicht sogar mit diesen Fragen.

 

Woran glaube ich ?

Was glaube ich?

Kann das so wie ich es erlebe real sein?

Was macht mein Glaube mit mir?

Bin ich überzeugt von dem was ich glaube?

 

Gibt es Menschen die an das selbe wie ich glauben und sollte ich einmal in den Austausch mit ihnen treten?

Liebe Geschwister der Glaube ist eine lange Reise durch unser Leben und lässt sich oft erst durch die Sprache unseres Herzens oder auch in den Taten der Liebe fest machen und erkennen.

So wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sonntag und eine gute Woche. Bleiben Sie behütet.

 

Ihr Pastor Tobias

Pastor der Unabhängig Katholischen Kirche UKK in der Seelsorgeregion Magdeburger Börde Harzvorland

 


pixabay.com/users/ Steve Buissinne
pixabay.com/users/ Steve Buissinne

Wort zum Sonntag am 18. Sonntag im Jahreskreis

 

Armut und Reichtum

 

Reichtum ist schon eine komische Sache: Ist man Arm, so sehnt man sich oft nach Geld und

Vermögen, ist man jedoch reich so ist das Geld oft eine Last und man ist zudem einsam.

Sendungen im TV zeigen uns oft ein Leben in Luxus, Menschen die im Geld schwimmen und deren Leben eine einzige große Party zu sein scheint. Andere Sendungen zeigen uns dann Menschen die so Arm sind, dass es oft zum Leben nicht reicht – so möchte man meinen.

Was davon ist nun die Realität?

Ich persönlich bin der Meinung, dass beides  überzeichnete Bilder sind. Zwar existieren Armut und Reichtum, oft auch in extremen Maß – jedoch sind sie nicht der Alltag.

So kann ein Mensch in absoluter Armut leben, dabei aber so mit sich zufrieden und glücklich sein, dass dies Reichtum für ihn bedeutet. Andererseits kann ein Mensch, der sich alles kaufen kann, etwas in seinem Leben so schmerzlich vermissen, dass er sich Arm und sogar elend fühlt.

Reichtum, das bedeutet für mich nicht etwas das greifbar ist. Dafür habe ich im Leben zu viel durchgemacht und ich weiß das man wenn man viel hat, auch viel verlieren kann.

Reichtum ist für mich persönlich das Wissen das ich mir angereichert habe, der Glaube der mir immer wieder geholfen hat wenn ich vor Herausforderungen stand und dann natürlich die Menschen die immer für mich da sind.

Reichtum ist für mich nichts greifbares, eher etwas ideelles, denn mir ist klar, dass ich nichts von dem mitnehmen kann was ich hier auf Erden besitze. Alles muss ich zurücklassen: meine Bücher, mein liturgisches Gerät und eben auch jeden Cent den ich besitze. Nichts von dem was ich mir auf Erden angehäuft habe wird mir bleiben.

Doch was sollte mein Herz auch daran hängen? Erwartet mich doch im Paradies ein Reichtum der mit menschlichen Maßstäben nicht zu fassen ist: Die Gegenwart Gottes, all die lieben Menschen die mir vorangegangen sind und das ewige Leben.

Dennoch dürfen wir unser hier und jetzt genießen, da spricht nichts dagegen. Bedingung ist jedoch das wir nicht egoistisch sind, andere nicht ausblenden und bereit sind auch mal zu teilen – das erspart uns vor Allem auch eine unnatürliche Einsamkeit im Hier und Jetzt.

Ihr Diakon 
Michael Peter Hoppmann


pixabay.com/users/mev
pixabay.com/users/mev

Wort zum Sonntag am 17. Sonntag im Jahreskreis

 

Das goldene Ei 

 

 

 

 

Wenn wir an ein goldenes Ei denken, verbinden wir dies mit etwas für uns Menschen sehr Kostbaren. Kostbares behandelt und pflegt man in der Regel besonders gut. In der Regel. Als Freund italienischer Krimis las ich vor kurzem ein Buch mit dem Titel: "Das goldene Ei". Das Werk befasste sich mit dem Schicksal eines jungen Mannes, der taubstumm war und durch die Einnahme einer Überdosis Tabletten ums Leben kam. Wie sich am Ende der Lektüre herausstellte war der Mutter des Verstorbenen die Existenz ihres Kindes, das nicht sprechen und hören konnte derart unangenehm, dass sie das Kind versteckte und nie behördlich hat erfassen lassen. Sie versteckte ihr eigen Fleisch und Blut vor der Öffentlichkeit. Zum Ende des literarischen Werkes konnte nicht geklärt werden, ob das Todesopfer mit Absicht die Medikamente nahm oder diese mit Süssigkeiten verwechselt hat, da sie "Smarties" sehr ähnlich sahen. Was will uns die Autorin mit diesem Buch sagen, würde jetzt die Frage eines Deutschlehrers lauten, der mit seinen Schülern den Lesestoff im Unterricht bearbeit hat. Gerne nehme ich mir die Freiheit die Antwort zu liefern. Das Werk will uns zeigen, dass nicht wie die Mutter im Buch es tat, ein Kind aufgrund einer Behinderung zu verstecken ist. Das Kind mit der Behinderung ist ein Kind Gottes sowie es das Kind, das ohne eine Behinderung zur Welt kam auch ist. Beide Kinder sind ein goldenes Ei. Etwas besonderes und kostbares, das Eltern als Geschenk sehen dürfen und von daher kranke und gesunde Kinder gleichberechtigt mit großer Liebe zu betreuen sind. Dies gelingt. Mir sind viele Familien bekannt in denen das Kind, das taubstumm auf die Welt kam genau die gleiche Fürsorge erfährt wie sein Geschwisterkind, das ohne eine Behinderung das Licht der Welt erblickte. Wie Jesus schon sagte: "Die Kranken brauchen den Arzt, nicht die Gesunden". Danach lasst uns alle handeln als Menschen. Unabhängig von unseren Berufen. Bringt den Menschen mit Behinderung die gleiche Wertschätzung, Liebe und den notwendigen Respekt entgegen, wie Sie oder Ihr es auch bei den Menschen tut, die von keiner Behinderung betroffen sind. 
Ihr Diakon 
Carsten Kempen 


pixabay.com / RyanMcGuire
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Wort zum Sonntag am 16. Sonntag im Jahreskreis

 

Liebe Freunde und Geschwister im Herrn, liebe Besucher unserer Homepage.

Das heutige Wort zum Sonntag möchte ich unter das Thema stellen :

,,Dankbarkeit in Gott gegründet, sorgt für ein zufriedenes Leben"

In der heutigen Zeit und Gesellschaft stehen wir als Menschen immer unter einem gewissen Erwartungs- und Leistungsdruck. Unser Leben wird scheinbar durch diese äußeren Erwartungen Anderer bestimmt und geprägt.

Nur wer dies und jenes leistet ist angesehen.

Es geht schon los mit der Erwartung eines überdurchschnittlichen guten Schulabschlusses unserer Kinder. Oder auch das Erlernen oder Studieren eines besseren Berufes, der so viel Geld in die Kassen spült damit man mit anderen mithalten kann und sich nicht die Blöße geben muss, finanziell schlechter da zu stehen als andere.

Wer nicht mithalten kann wird schnell an den Rand gestellt - mit einer bloßen Verurteilung der Person.

Das schönste Haus soll es sein, das teuerste Auto, ein toller Job - auch wenn man keine Lust auf diesen Beruf hat, Hauptsache das Geld stimmt und ich kann einen hohen Lebensstandard halten.

Niemand wagt es gern sich gegen den Mainstream zu stellen damit man in der breiten Masse nicht aus dem Ruder läuft.

Doch macht uns dieser Druck und das Geld wirklich glücklich?

Ich bin überzeugt davon dass es uns auf die Dauer nur krank und kaputt macht.

Denn wichtiger noch als Geld und Leistung, ist die körperliche und geistige Gesundheit. Denn diese ist wichtig für ein fröhliches und ausgeglichenes Leben.

Gott ruft uns auf, sich nicht den Idealen und dem Mainstream der Massen anzuschließen oder sich unterordnen zu müssen. Gott legt mehr Wert darauf, das wir alle ganz Individuell sind und so leben wie er es uns schenkt und ermöglicht. Denn nur wenn wir uns nicht den Fängen des Geldes und des Leistungsdrucks unterordnen, werden wir eine Freiheit haben die uns atmen und glücklich leben lässt.

Ja Gott möchte das wir erkennen dass wir so wie wir sind gut sind und das wir nicht diesen Erwartungen nachlaufen müssen sondern das alles so geschieht wie er es für uns angedacht hat. Denn Gott weiß, was uns gut tut und glücklich macht.

Wenn wir das erkannt haben können wir dankbar sein und dann ist die Freiheit in Christus nahe.

So ermutige ich Sie und Euch, probiert doch einfach einmal aus, alles etwas herunter zu fahren, sich die Last von den Schultern nehmen zu lassen und einfach einmal durchzuatmen.

Das Leben ist zu kurz und alles hat seine Grenzen.

Mainstream ändert sich häufig aber das Leben das wir haben, ist einmalig.

Lassen wir uns durch die Dankbarkeit von Gott befreien. Wir können mit dem nötigsten zufrieden sein, denn dann ist auch Zeit sich an den kleinen und wesentlichen Dingen zu erfreuen.

Gott dankbar zu sein heißt sich auch bewusst zu machen, ich habe alles was ich brauch und ich habe noch Zeit für meine Familie und Freunde aber auch noch Zeit für mich selbst.

Leistung ist nicht alles im Leben und ein hoher Lebensstandard ist toll aber am Ende des Lebens hat das alles keinen Wert mehr.

Gott nahe zu sein ist mein Glück heißt es. Und darauf dürfen wir vertrauen.

 

Gottes Segen

 

Ihr Pastor Tobias



Bild: Pixabay
Bild: Pixabay

15. Sonntag im Jahreskreis

 Mit der Not anderer leben 

Südafrika habe ich seit dem Jahr 2008 achtmal bereist. Sehr verbunden fühle ich mich dem Westkap. Insbesondere der Stadt Cape Town. Ich möchte behaupten können, dass ich von den schönen Seiten dieser Metropole und der Westkapregion vieles gesehen habe und kenne, aber es dennoch eine Lücke bei all diesen Reiseerfahrungen gibt, die ich unbedingt schließen möchte. 
2020 werde ich aller Wahrscheinlichkeit nach Kapstadt besuchen. Bei diesem Besuch wird alles etwas anders werden. Anstatt wie zuvor im Stadtteil Sea Point in einer Touristenunterkunft zu wohnen, werde ich 10 Tage in einem Armenviertel der Stadt einem sogenannten Township wohnen. Armut, Hunger, Krankheit und Gewalt sind dort an der Tagesordnung. Kirche soll schließlich dahin gehen, wo es weh tut.
Der heilige Kamillus von Lellis, dessen die Kirche an diesem Sonntag gedenkt, hat den Orden der Kamillianer gegründet. Der Orden hat sich bis heute der Pflege kranker Menschen verschrieben. Er war ein Priester, der Kranke, Arme und Strafgefangene betreute. Letztendlich war dieser Kirchenmann ein jemand, der ein gutes Beispiel dafür war, dass Kirche dahin geht, wo es weh tut. Er ging dorthin, wo Menschen in Not leben. Der Not der Menschen möchte ich mich in 15 Monaten in Südafrika stelle. Sich der Not unserer Mitmenschen zu stellen, dass können wir alle bereits schon hier vor unserer Haustür, was ich auch mache. Es reicht schon aus mit dem Bettler auf der Straße ein paar freundliche Worte zu wechseln. Auch so im Kleinen lässt sich bereits mit der Not anderer leben. Lassen Sie uns gemeinsam dem guten Vorbild des heiligen Kamillus folgen. 
Ihr Diakon
Carsten Kempen

 



Bild: Pixabay
Bild: Pixabay

14. Sonntag im Jahreskreis

 

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Geschwister im Herrn.

Auch an diesem Sonntag wollen wir Ihnen ein gutes Wort mit in den Tag des Herrn und in die neue Woche geben.

Die Freude am Herrn ist unsere Stärke, so heißt es in der Schrift. Kennen wir diese Freude heute noch, in einer Zeit wo es in den Nachrichten aus der Welt nur um Krankheit Mord und Totschlag geht?

 

Kennen wir noch diese Freude wenn wir in Sorge sind um unser eigenes Leben und um das eines unserer geliebten Menschen?

Es ist nicht immer leicht in voller Freude durch den Tag zu gehen. Da gibt es den Ärger in der Familie oder im Beruf. Da ist die Fahrt mit dem Auto auf der Autobahn wo wir ausgebremst werden durch einen elendig langen Stau, welche uns an die Grenzen der Geduld bringt.

Aber bei der Freude am Herrn geht es weit mehr, als um ein breites Feiertags- grinsen.

 

Hierbei geht es um eine Freude die von innen heraus spürbar wird. Wir freuen uns dass wir eine sein dürfen mit unserem Herrn und das er als unser täglicher Begleiter und Freund stets an unserer Seite ist und uns auch dann mit Freude erfüllt, wenn uns eigentlich nicht danach ist.

 

Freude kann viel Sorge vertreiben auch wenn es nur für einen Moment ist.

Meine Freude am Herrn ist das ich sein Kind bin und er mich bedingungslos liebt trotz meiner vielen Ecken und Kanten sowie Sünden. Vielleicht liebt Gott uns gerade deswegen weil er uns aus unseren Fehlern befreien will so das auch wir aus unserer Sicht erkennen wie wunderbar Gott an mir handelt, im kleinen und im großen.

Für mich ist die Freude am Herrn aber auch die Gemeinschaft mit meinen Geschwistern im Glauben. Die gemeinsame Zeit die wir verleben, die Gemeinschaft in der Messe und im Gebet. Aber auch in der Seelsorge wenn ich anderen helfen kann , wird mir die Freude an Jesus zu meiner Stärke.

 

Gott stärkt uns mit Freude , Trost und Liebe und darauf dürfen wir alle Zeit zählen. Auch im Kummer macht er und stark und kann uns wieder Freude ins Herz schenken.

Lassen wir uns von der Freude im Herrn ergreifen und Leben wir so freudiger in den Tag und in die kommende Woche hinein.

 

Ihr Pastor

Tobias Schüßler



Bild:  Kunstzirkus  / pixelio.de
Bild: Kunstzirkus / pixelio.de

13. Sonntag im Jahreskreis / Hl. Otto von Bamberg

Einstehen für eine Sache, Einstehen sogar für den eigenen Glauben wird uns Menschen heutzutage nicht immer leicht gemacht. Wird man doch gebeten nicht über seinen Glauben zu sprechen oder man hört Sätze wie: "Finde ich toll, was Du machst, aber für mich ist das nichts". Immer mehr, werde ich Ohrenzeuge dieser Aussagen. Grade dann, wenn ich mit Menschen über die Themen Glauben, Kirche und meinen Dienst als Diakon spreche. Aber ich werde nicht müde am Ball zu bleiben und die Themen immer wieder zu thematisieren. Wenn wir als gläubige Menschen unseren Glauben an Gott oder wir als aktive Priester und Diakone unseren Dienst in der Kirche verschweigen, laufen wir Gefahr das der Glaube an die Untrennbarkeit von Glaube und Kirche ein jähes Ende hat. Der heilige Otto, dessen wir 30.06. gedenken, hielt Zeit seines Lebens an seinem Glauben fest. Einladen möchte ich alle Gläubigen dazu öffentlich zu ihrem Glauben zu stehen und ihn gemeinsam mit der Kirche zu praktizieren, bis Gott uns in sein Reich holt. 

Ihr

Diakon

 

Carsten

Kempen



Wort zum Sonntag - Dreifaltigkeit 2019

Bild: Pixelio.de (Baobap)
Bild: Pixelio.de (Baobap)

 

Baobap.

 

Das bedeutet Lebensbaum. Dieser Baum ist nicht in der heiligen Schrift erwähnt.

Er befindet sich unter Anderem auch in den botanischen Gärten von Kirstenbosch, das zu Kapstadt in

Südafrika gehört.

Vor über 6 Jahren schloss vor diesem Baum die isländische Schriftstellerin Elva Thordis ihren Ex Freund den australischen Sozialarbeiter Tom Stranger in den Arm. Man könnte sagen, dass dies nichts besonderes ist. Das kann ja auch noch heute vorkommen, dass sich zwei einst in Liebe verbundene Menschen trennen, aber über die Trennung hinaus im Guten miteinander verbunden sind.

 

So einfach war es bei den Beiden nicht. Im Gegenteil. Im Jahre 1996 war Tom Stranger als Austauschschüler in Island, wo er Elva Thordis kennenlernte.

Die Zwei verliebten sich ineinander und wurden ein Paar.

Eines Abends nach dem Besuch einer Party vergewaltigte Tom Stranger seine damalige Freundin ohne dafür von der isländischen Justiz belangt worden zu sein. Neun Jahre nach diesem schrecklichen Verbrechen bauten Täter und Opfer per Mail Kontakt zueinander auf.

Elva Thordis beschloss sich mit ihrem Peiniger zu treffen, weil sie ihm vergeben wollte. Dies gelang ihr, als sie ihren damaligen Vergewaltiger am besagten Baobap in den Arm nahm und ihm sagte, dass sie ihm seine Tat vergebe.

Immer da, wo Vergebung gelingt, immer da, wo der Friede zwischen Menschen und Völkern gelingt, ist die heilige Dreifaltigkeit dabei. Vater, Sohn und heiliger Geist. Sie stehen für Frieden und Vergebung. Beides geht von der

den Dreien aus.

Wenn Sie, wenn Ihr jemanden habt, dem ihr vergeben möchtet, so denkt an die heilige Dreifaltigkeit. Mit ihrer Unterstützung gelingt Vergebung.

Amen.

 

Ihr

Diakon

 

Carsten

Kempen



Wort zum Sonntag - Pfingsten 2019

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

Ganz herzlich grüße ich Sie zum Ersten Wort zum Sonntag, der Unabhängig Katholischen Kirche UKK, am heutigen Pfingstsonntag.

Fünfzig Tage lang haben wir nun das höchste Fest der Christenheit, das Osterfest, gefeiert.

Mit dem heutigen Fest feiern wir nun den Geburtstag der Kirche und damit auch den Beginn der Evangelisation der Menschen. Gott sandte seinen Heiligen Geist auf seine Jünger herab und befähigte sie die frohe Botschaft Jesu, das Evangelium, hinaus in die Welt zu tragen. Bis heute ist der Gute Geist Gottes ein täglicher Begleiter, Ratgeber und Mittler zwischen Gott Vater und den Menschen.

Durch Gottes Geist geschahen und geschehen auch heute noch Zeichen und Wunder an den Menschen und der Schöpfung Gottes.

Auch Pfingsten ist somit ein zentrales Fest der Christenheit.

 

Besondere Freude empfinde ich heute, da wir die Kapelle unsere Eremitage in Nordhessen ihrer Bestimmung übergeben und sie zur Ehre Gottes weihen.

Unsere Eremitin lebt an diesem Ort und die Kapelle, welche dem Heiligen Wendelin in besonderer Weise empfohlen wird, soll ein Ort der Ruhe, Einkehr und Anbetung Gottes sein.

Zu jeder Eremitage gehört ein Haus des Herrn, eine Kapelle , welche nicht nur Zuflucht und Kontemplation für den Eremiten, sondern auch für jeden Sinnsuchenden bietet.

 

Schon im Alten Testament der Bibel im Propheten Haggai wird uns deutlich gemacht, wie wichtig es ist, zu erst das Haus des Herrn zu bauen und dann den Segen Gottes für sein Dienst und Leben zu empfangen.

Gerade hier fühle ich mich sehr mit unserer Eremiten Schwester verbunden, die zu Beginn ihres Dienstes das Haus des Herrn baut und ihm ganz weiht, als Ort des Gebetes und der gelebten Nächstenliebe.

So wird auch am heutigen Pfingstsonntag, die Geburt einer Gemeinde Jesu gefeiert und daran erinnert, wie Jesus seinen Geist über seine geliebten Menschen aus gießt.

Möge Gott der Herr diesen Dienst segnen.

 

Ich wünsche Ihnen und ihren Lieben Gottes väterlichen Segen und seine unendliche Liebe. Möge er sie begleiten und auch in schweren Zeiten bei Ihnen sein.

 

Gott segne Sie

Pax et bonum

 

Es grüßt sie Pastor Tobias Schüßler aus der Seelsorge Region Magdeburger Börde/Harzvorland .