Der geistliche Weg

Seelsorger müssen in erster Linie geistliche Menschen und geistliche Begleiter sein und aus ihrem Glauben heraus den Menschen helfen können, ihren persönlichen Weg zu Gott zu finden.

 

Priester handeln in Person Christi. Das ist die Würde eines jeden Priesters. Christus wird in dieser Welt gegenwärtig im handeln des Priester. Das zeigt sich, wenn er in der Person Christi spricht: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Die Aufgabe des Priesters ist deshalb, Christus so in sich aufzunehmen, dass er sagen kann: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.“

 

Das ist nur möglich, wenn der Kandidat für das Priestertum sich stetig um ein enges und nahes Verhältnis zu Gott bemüht. Dieses Bemühen ist das eigentliche Studium eines Kandidaten und eines Priesters, welches automatisch zu lebenslangem Lernen wird. Seelrorger lernen nie aus, deshalb legen wir Wert auf eine ständige Aus- und Fortbildung; Und dies erst recht in Zeiten sich rapide verändernder Lebensformen und Glaubenswelten, die sich von früheren Lebens- und Glaubensvorstellungen und Entwürfen unterscheiden.

 

Unsere Kirche freut sich über Interessenten, die den geistlichen Weg einschlagen wollen.

In den verfassten Kirchen durchlaufen Priesteramtskandidaten einen langen Weg: Von der Mitarbeit in einer Pfarrei, einem Pfarramtlichen Zeugnis, dem Abitur oder einem Abschluss auf dem zweiten Bildungsweg bis hin zur Aufnahme in das Theologenkonvikt / Priesterseminar und der Zulassung zum Studium.

Um in unserer Kirche den geistlichen Dienst ausüben zu können, bedarf es auch einiger Voraussetzungen, die wir hier kurz skizzieren möchten:

 

Die Struktur und das Wesen der unabhängig-katholischen Kirche lassen zu, dass auch Menschen ohne Abitur und Studium zum geistlichen Dienst in der Kirche geweiht werden können.

Wir bieten Ihnen eine kircheninterne Ausbildung an, die im Regelfall etwas über ein Jahr lang dauert.

Die Unabhängig-katholische Kirche ist in Besitz einer Reihe von ausreichend und gut aufgearbeiteter Studienliteratur, die zum kircheninternen Studium der Theologie geeignet sind. Die einzelnen Lerneinheiten sind mit Hausaufgaben verbunden, die in schriftlicher Form (z.B. elektronisch) an den Studienmentor gesandt werden müssen. Der Mentor (und ein Zweitkorrektor) lesen und korrigieren diese Aufgaben. Ist das Studium anhand der entsprechenden Literatur und den stattfinden Lehrgesprächen abgeschlossen, stellt die Kirche ein innerkirchliches Zertifikat aus.

 

Das Studium mittels der unserer Studienliteratur dauert 12 Monate. Es kann nach Absprache verlängert werden. Eine Verkürzung bedarf der Prüfung seitens der Kirchenleitung.

 

Unsere Weihen finden ausschließlich für den seelsorglichen Dienst innerhalb unserer Kirche statt, das heißt, wir weihen nur Personen, die dann im Dienst unserer Kirche stehen wollen.

Bitte wenden Sie sich bei weiteren Fragen an das Erzbischöfliche Ordinarat.

In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst!

Hl. Augustinus

Der Weg zum Priestertum führt auch bei uns über ein Studium.
Weitere Informationen finden Sie unter:

 

https://columbanum.org/


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Möglichkeiten und Probleme der Kleinkirchen
Essay über die Möglichkeiten und Probleme der Kleinkirchen im besonderen Hinblick auf die Freikirchliche katholische Bewegung (FKB) in Deutschland, als eine Möglichkeit einer `unabhängigen katholischen/keltischen´ Kirche.
2017-03-02 Über die Weihen in Kleinkirch
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Gebet um geistliche Berufungen

Guter Gott, wir danken dir für das Geschenk jeder Berufung.

Wir bitten Dich um Menschen, die unsere Kirche im Geist des Evangeliums prägen.

Berufe Frauen und Männer in Deine Nachfolge, dass sie den Glauben verkünden und bezeugen: in den Familien und Partnerschaften, als Priesterinnen und Priester, Diakoninnen und Diakone, als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Bereichen des kirchlichen Wirkens.

Schenke uns durch deine Berufung Menschen, die unsere Kirche in dieser Zeit braucht.

Amen.



Aufgrund mehrerer aktueller Anfragen möchten wir klarstellen, dass wir

 

  • keine Menschen weihen, die um ihrer selbst willen Priester oder Bischof sein möchten und sich nicht unserer kirchlichen Gemeinschaft angeschlossen haben.

 

  • Nur solche Ausnahmefälle kennen, die im Auftrag einer anderen freien Kirche durchgeführt werden sollen, bei denen aber der „ordentliche Konsekrator“ verhindert oder abwesend ist. Hierzu bedarf ein eines schriftlichen Mandats bzw. eines Weiheauftrags des zuständigen Ordinarius.

 

Wir rufen in Erinnerung, dass der Geweihte eine Sendung und Vollmacht erhält, im Namen Christi für seine Kirche zu handeln. Aus diesem Grund ist nach unserem Verständnis eine Weihe nur in einer Kirche und für eine Kirche möglich.