Image - Ein altes Gebetsbildchen
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Wort zum Sonntag am 2 Sonntag im Jahreskreis

  

Das Lamm Gottes

Liebe Leserinnen und Leser, 
Im Evangelium für den heutigen Sonntag hören wir Worte aus dem Johannesevangelium.
(Joh 1, 29-34) 
Ganz besonders hat mich die Textstelle angesprochen: 
" Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt." 
Diesen Vers muss man erstmal sacken lassen.
Ist das nicht eine ungewohnte Anrede, die Johannes der Täufer Jesus zuspricht? 
Du Jesus, bist das Lamm Gottes, das die Schuld der Menschen hinweg nimmt.
Wie haben wir das im 21 Jahrhundert zu verstehen? 
Wie kann Jesus, der ja ein Mensch ist so wie wir, gleichzeitig ein Lamm sein? 
Im Alten Testament war es üblich, das in den Tempeln des Jüdischen Volkes, Tiere auf den Altären geopfert wurden um Gott um Verzeihung der Sünden zu bitten.
Auch Lämmer wurden Gott geopfert.
Durch den aufsteigenden Rauch und dem Blut der Tiere, erhoffte man, das dieser Mächtige Gott Barmherzig auf sein Volk schauen möge.
Jesus hat an unserer Stelle die Strafen auf sich genommen, die wir mit unseren Sünden verdient hätten.
Er ist also als das Lamm Gottes auf Golgotha gestorben, an einem Kreuz. 
Diese große Tat verkündete Johannes in dem Evangelium dieses Sonntages.
Wie kann ein Barmherziger Gott so etwas zu lassen?
Aus Liebe ! Aus bedingungsloser Liebe.
Gott liebt uns so sehr, das er nicht davor zurück schreckt, in der gestalt des Jesus von Nazaret ans Kreuz zu gehen und für uns als Lamm Gottes zu sterben.
Durch seinen Tod haben wir trotz unserer vielen Sünden wieder Zugang zu diesem heiligen Gott, den Schöpfer dieser Welt.
Welch ein Geschenk, das Gott uns so sehr liebt, das er sogar für uns in den Tod geht.
Und wie wir wissen, ist der Tod nicht das Ende gewesen.
Dieses Lamm Gottes, Jesus Christus hat den Tod besiegt und lebt.
Die Liebe dieses Auferstandenen Herrn erfülle unsere Herzen mit seiner Liebe.
Ihr 
Romano Hermyt